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Motoyama-Lyons sind Nissans Tetelaspitanten

21 agosto 2007

Motoyama-Lyons sind Nissans Tetelaspitanten

Unter teils chaotischen Wetterverhältnissen endeten die 1000 Kilometer von Suzuka am Sonntag für das Nissan-Werksteam NISMO mit einem dritten und sechsten Platz. Nach über sechs Stunden Renndauer verwiesen der TOM’s Lexus von Juichi Wakisaka und André Lotterer sowie der Honda der Meisterschaftsleader Ito/Firman den 350Z von Satoshi Motoyama und Richard Lyons auf Platz drei. Dank der schnellsten Rennrunde – in der heißen Anfangsphase von Motoyama auf weichen Reifen gefahren – nahm das beste Nissan-Team insgesamt zwölf Punkte mit nach Hause und liegt mit nun 21 Punkten Rückstand zur Spitze auf Platz zwei der Meisterschaft. Eine bessere Platzierung verhinderte ein früher Boxenstopp als Folge einer zu forschen Gangart Motoyamas, der seine weichen Slicks vorzeitig ruinierte.

Kollision der beiden Werks-Nissan bei Tempo 240 Für Michael Krumm und Tsugio Matsuda im zweiten NISMO-Z sprang nach einem durchwachsenen Wochenende noch Platz sechs heraus. „Dabei half uns am Ende das Wetter, das so chaotisch war wie bei der Formel 1 auf dem Nürburgring!“ Nur aus der 14. Position ins Rennen gegangen, gab es für den Reutlinger gleich nach dem Start Aufregung. „Zwei Autos drehten sich vor mir, wodurch ich zwei Plätze zurückfiel. Danach lief es lange Zeit ganz gut, weil die harten Reifen, die uns im Qualifying so viele Probleme bereitet hatten, unter den heißen Bedingungen bestens arbeiteten.“ So holte Krumm mehrere Plätze auf, ehe er an Partner Matsuda übergab. Doch kaum hatte der sich richtig warmgefahren, geriet er ausgerechnet an der schnellsten Stelle des Suzuka-Kurses, dem Linksknick vor der Start/Ziel-Geraden, mit dem zweiten Werks-Nissan aneinander. „Richard Lyons ist uns bei schätzungsweise 240 km/h aufs Auto gefahren, es war ein klassisches Missverständnis“, berichtet Krumm. Zum Glück schlug der Wagen nicht in der Mauer ein, sondern landete wie durch ein Wunder nur im Kiesbett. Krumm wollte sich eigentlich schon umziehen, doch nach zwei Runden war sein Partner wieder flott. Acht Runden fuhr der äußerlich kaum beschädigte Nissan weiter, ehe eine Felge brach. Folge: Krumm/Matsuda fielen nach einem weiteren Boxenstopp auf den letzten Platz zurück.

Vom letzten Platz im Chaos der Schlußphase noch auf Rang sechs
„Dort blieben wir lange hängen, weil einfach kein Auto vor uns ausfallen wollte“, haderte Krumm nach dem Rennen. Doch in der Schlußphase überschlugen sich dann die Ereignisse. „Es fing plötzlich immer stärker an zu regnen, und das war unsere Chance. Viele Wagen flogen auf Intermediate-Reifen von der Strecke. Dann hörte der Regen plötzlich wieder auf, und nachdem der führende Lexus auf Slicks gegangen war, entschieden auch wir uns zum Wechsel. Sofort ging es damit 20 Sekunden schneller, und ich fuhr in mittlerweile völliger Dunkelheit auf einer ganz schmalen trockenen Linie noch die drittschnellste Rennrunde, für die es einen Zusatz-Punkt gibt.“ So war Platz sechs mehr, als der mit einer ehemaligen japanischen Top-Tennisspielerin verheiratete Deutsche erwarten konnte. Doch der Frust überwog: „Ohne die ganzen Probleme hätten wir vermutlich gewonnen, denn unser 350Z war das schnellste Auto im Feld.“

Für die letzten drei Rennen steht nun eine Stallregie an Nun rechnet Michael Krumm damit, dass sich NISMO für den Rest der Saison voll auf das Auto mit der Nummer 23 konzentrieren wird. Seine Einschätzung der Lage in der Meisterschaft: „Es wird für unsere Teamkollegen nicht einfach, denn der Honda ist hier trotz 100 Kilo Mehrgewicht Zweiter geworden. Aber verloren ist für Nissan noch nichts."


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