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DTM: Ralf Schumacher startet mit der AMG Mercedes C-Klasse

19 febbraio 2008

DTM: Ralf Schumacher startet mit der AMG Mercedes C-Klasse

Ralf Schumacher (32) wird nach elf Jahren in der Formel-1-Weltmeisterschaft in diesem Jahr mit der Trilux AMG Mercedes C-Klasse in der DTM an den Start gehen. Das gab Mercedes-Benz Motorsport heute bekannt. Ralf Schumachers DTM-Premiere findet beim Saisonauftakt am 13. April 2008 in Hockenheim statt.

An insgesamt viereinhalb Testtagen fuhr Ralf Schumacher in der AMG Mercedes C-Klasse in Estoril, Portugal rund 490 Runden; das sind mehr als 2.000 Kilometer oder umgerechnet zirka zwölf DTM-Renndistanzen. Es war sein erster Einsatz mit einem AMG Mercedes seit dem 20. Juli 1997; damals fuhr er bei einem Rennen der FIA GT-Meisterschaft in Spa-Francorchamps, Belgien als Gaststarter einen AMG Mercedes CLK-GTR. Das war auch die letzte Gelegenheit, dass Schumacher in einem Rennwagen mit Dach fuhr.

Im Alter von drei Jahren saß Ralf Schumacher erstmals in einem Kart. 1991, mit 16 Jahren, gewann er seinen ersten Titel und wurde Deutscher Kart-Juniorenmeister. 1992 fuhr er in der ADAC Formel Junior-Serie auf dem Norisring in Nürnberg sein erstes und einziges Autorennen in diesem Jahr. 1993 fuhr Ralf Schumacher die ganze Saison in der ADAC Formel Junior-Serie.

1995 startete er in der Formel 3 (Deutscher Vizemeister und Sieg beim Formel-3-Grand-Prix in Macau), im Jahr darauf gewann er den Titel der japanischen Formel Nippon. Im Sommer 1996 lud ihn McLaren Mercedes zu seinem ersten Formel-1-Test nach Silverstone ein und in der folgenden Saison debütierte er beim Team Jordan Peugeot in der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Von 1997 bis 2007 startete Ralf in 180 Grand Prix, gewann davon sechs und ging auch sechsmal von der Pole Position ins Rennen. Bei 180 Starts sammelte er insgesamt 329 WM-Punkte. 2001 und 2002 wurde er mit Williams BMW jeweils Vierter der Fahrer-Weltmeisterschaft. Beim Grand Prix von Brasilien am 21. Oktober 2007 beendete er auf Toyota seine Formel-1-Karriere.

Ralf ist nach seinem Bruder Michael der erfolgreichste deutsche Formel-1-Rennfahrer seit Bestehen der Weltmeisterschaft im Jahr 1950.

Ralf Schumacher:
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"Natürlich ist mir vollkommen klar, dass weder Medien noch Zuschauer den größten Rennfahrer aller Zeiten in mir sehen, das ist auch gar nicht meine Zielsetzung.“

„In meinen letzten drei Jahren in der Formel 1 war ich weitestgehend erfolglos und da hörte es sich für mich schon fast fremd an, als Norbert bei unseren Gesprächen erwähnte, dass ich kurz vor dieser Zeit auch schon mal zwei Formel-1-Grand Prix innerhalb von nur acht Tagen gewonnen hatte.“

„Ich bin allerdings heute noch der gleiche Ralf wie damals, der gleiche Racer, der Spaß am Motorsport hat und sich immer mit den Besten messen will.“
„Das kann ich jetzt in der DTM, die ich ja seit Mitte der Neunziger Jahre bestens kenne, als ich als junger Nachwuchsfahrer drei Jahre in Formel Junior und Formel 3 im Rahmenprogramm der DTM fuhr. Damals träumte ich davon, hier irgendwann im Hauptprogramm zu starten.“

„Ich mag die Serie, ich mag das Umfeld, ich mag die begeisterten und so positiven Zuschauer. Und ich mag Mercedes - hier habe ich 1996 meine erste Chance erhalten, ein Formel-1-Auto zu testen und wer weiß, wie meine Formel-1-Karriere verlaufen wäre, wenn ich das Angebot als McLaren Mercedes Formel-1-Testfahrer für 1997 angenommen hätte.“

„Aber ich wollte damals unbedingt Rennen fahren und das will ich heute - über zehn Jahre später - kein bisschen weniger.“

„Ich werde in der DTM lernen, ich werde mich voll reinknien und ich werde es wegstecken, wenn man mich kritisieren wird, sollte ich es bei den ersten Rennen nicht gleich gebacken bekommen.“

„Ich hatte enormen Spaß bei den Tests in der DTM C-Klasse und freue mich riesig auf die neue Saison wie schon lange nicht mehr. Geld und Popularität à la Formel 1 spielen für mich dabei nicht die erste Rolle.“

„Jetzt will ich nur noch Sport, Spaß und Spannung und das bietet die DTM wie keine andere Rennserie.“

„Wenn man mit mir als Lehrbub am Anfang ein bisschen Nachsicht haben sollte, dann prima, wenn nicht - auch gut.“

„Die meisten meiner künftigen Wettbewerberinnen und Wettbewerber kenne ich ja bereits, aber die werden mich deshalb wohl kaum durchwinken und sagen, hier kommt unser Ralf, der kennt sich in den DTM noch nicht so richtig aus.“

Norbert Haug:
Eine Auswahl von Aussagen für Ihre Berichterstattung
 „Entscheidend für unsere Verpflichtung von Ralf Schumacher waren seine Begeisterung für die DTM und seine ausdrückliche Bereitschaft, sich dort mit den für ihn ungewohnten Renn-Tourenwagen und der enormen Leistungsdichte des gesamten Feldes auf eine Lehrzeit einzustellen.“

„Ralfs fahrerische Qualitäten bedürfen keiner besonderen Beschreibung, er ist bis heute nach seinem Bruder Michael der erfolgreichste deutsche Formel-1-Rennfahrer und das sicher nicht, weil er seine Erfolge geschenkt bekam.“

„Klar ist, dass sich Ralf in der DTM zunächst auf Startplätze mit zweistelliger Ziffer einstellen muss und in seinem Lehrjahr eher im dritten als im zweiten Drittel des Feldes losfahren wird.“

„Ralf ist bereit, diesen Weg des Lernens zu gehen und unsere Technikmannschaft wird ihn dabei rundherum unterstützen.“

„Mit seiner bei den Testfahrten und unseren Gesprächen gezeigten Einstellung bin ich überzeugt davon, dass die DTM mit Ralf einen neuen Fahrer erleben wird, der mit Können und Konzentration zu Werke geht und dabei alles mitbringt, die Zuschauer und sein Team zu begeistern.“

„Ralf wird alsbald ein neues Image haben und dieses wird nach meiner Einschätzung in seinem DTM-Premierenjahr nicht primär auf seinen Resultaten basieren, sondern auf seiner Bereitschaft, sich in der DTM sportlich, hart und fair mit extrem erfahrener und extrem harter Konkurrenz zu messen und dabei zu lernen, sich Stück für Stück in Richtung Spitze zu entwickeln.“

„Ich bewundere Ralf für seine Wettbewerbsbereitschaft, wie sie nur ein guter und voll motivierter Sportsmann an den Tag legen kann.“

„Ralf fragte uns weder nach einem Formel-1-Bonus bei der Bezahlung noch um einen Sonderstatus im Team - Kompliment für diese Haltung: Sie ist die einzig richtige und deshalb die beste Voraussetzung für seine neue Karriere.“



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