Motorsport

Doppelsieg für Chevrolet in Spanien - WM-Hoffnungen wieder intakt

20 maggio 2008

Doppelsieg für Chevrolet in Spanien - WM-Hoffnungen wieder intakt


Rob Huff und Alain Menu gewannen in Cheste den fünften und sechsten Lauf der Tourenwagen-WM (FIA WTCC) 2008. Chevrolet liegt nach einem erfolgreichen Wochenende auf der Rennstrecke vor den Toren Valencias in der Hersteller-Wertung auf Platz 2. Und auch für die Fahrerwertung haben die Blauen wieder neuen Mut gefasst.

Der Sieg von Huff im ersten Lauf geriet nie ernsthaft in Gefahr. Nur in der Anfangsphase musste er sich hinter einem Rudel Seat León anstellen. „Aber über die Distanz war unser Auto besser“, berichtete Huff. „An Yvan Muller kam ich recht bald vorbei. Dann machten Jordi Gené und Gabriele Tarquini vor mir jeweils kleine Fehler, sodass ich mir auch die beiden schnappen konnte.“

Während Huff mit den zehn Punkten für seinen Sieg sein persönliches Punktekonto eröffnete, arbeitete sich Alain Menu vom 23. Startplatz bis auf die achte Stelle nach vorn. „Dabei bin ich gar nicht mal mit mehr Risiko gefahren als bei einem normalen Rennen, in dem ich nicht von so weit hinten starten muss“, relativierte der Genfer. „In der Anfangsphase gab es etwas Getümmel unter den Privatfahrern, später auch unter einigen Werksfahrern. Ich kam überall unbeschadet durch und konnte konstant schnell fahren.“

Mit dem achten Rang sicherte Menu sich die Pole für Lauf 2. Im zweiten Durchgang musste er sich beim Start hinter Weltmeister Andy Priaulx anstellen. „Das habe ich erwartet. Aber ich konnte ihn recht bald wieder einfangen und überholen. Einmal vorbei, ging es nur noch darum, das Auto auf der Strecke zu halten.“

Damit drehten sich die Voraussetzungen um. Nun war es an Menu, den Vorsprung zu verwalten – und an Huff, eine Aufholjagd zu entfachen. Der Brite erkämpfte sich den zweiten Platz. „Und das auf einer Strecke, auf der das Überholen nicht einfach ist“, strahlte Huff, der damit der erfolgreichste Fahrer des Valencia-Wochenendes war und in der WM auf einen Schlag 18 Punkte holte. „Als ich in der Einführungsrunde sah, dass sich Wolken vor die Sonne schoben, war mir klar: Ich kann nach vorn kommen. Denn bei kühleren Streckentemperaturen liegt unser Auto besser als unter gleißender Sonne.“

Huff rangiert in der WM-Gesamtwertung auf Rang 7, einen Platz vor Menu. „Für mich hat die WM gerade erst begonnen, und ich bin sicher, dass meine Titelchancen noch intakt sind“, versichert der 29-Jährige. „Wir müssen jetzt nur da weitermachen, wo wir hier aufgehört haben.“

Einziger Wehrmutstropfen des erfolgreichen Wochenendes war die enttäuschte Miene von Nicola Larini nach seinen Plätzen 7 und 9. „Ich hatte von Anfang an Probleme auf der Bremse und mit starkem Untersteuern“, klagte der Italiener. „Ich habe versucht zu kämpfen – aber ich hatte über die Distanz keine Chance, das Tempo meiner Gegner mitzugehen.“

Chevrolet Rennleiter Eric Nève strahlte im Applaus des Doppelsieges. „Wir waren von Anfang an optimistisch, dass wir eine Abstimmung erarbeiten können, mit der wir die ganze Stärke unseres Autos über die Distanz ausspielen können. Das ist uns gelungen. Alain Menu ist in Lauf 1 ein unglaublich starkes Rennen gefahren. Das war die Grundlage für seinen Sieg im zweiten Durchgang“, bilanzierte Nève. „Auch Rob Huff sind zwei sehr gute Rennen gelungen. Nur Nicola Larini hatte einige Probleme mit den Reifen und den Bremsen.“

Auch der Sportchef wittert in der WM wieder Morgenluft. „Zum ersten Mal, seit wir mit Chevrolet in der WM dabei ist, liegen wir auf dem zweiten Rang in der Hersteller-Wertung. Das ist eine ganz neue Herausforderung für uns, aus der wir natürlich das Beste machen möchten“, sagt Nève. „Und auch in der Fahrer-WM sind wir jetzt auf einem Stand, auf dem wir mit konstant guten Ergebnissen aufbauen können.“



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