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F1 Monaco: Lewis Hamilton siegt und übernimmt WM-Führung

25 maggio 2008

F1 Monaco: Lewis Hamilton siegt und übernimmt WM-Führung


Vodafone McLaren Mercedes Fahrer Lewis Hamilton gewann den Grand Prix von Monaco und übernahm damit die Führung in der Fahrerweltmeisterschaft. Nach zwei Stunden und 76 Runden (253.840 km) fuhr er drei Sekunden vor Robert Kubica (BMW Sauber) und 4,8 Sekunden vor Felipe Massa (Ferrari) ins Ziel. Lewis‘ Teamkollege Heikki Kovalainen wurde Achter. Er startete aus der Boxengasse, weil er zu Beginn der Formationsrunde den Gang nicht einlegen konnte und stehenblieb. Für Lewis ist es der sechste Grand-Prix-Sieg seiner Karriere und der zweite in diesem Jahr nach Australien. McLaren Mercedes hat von den letzten elf Grand Prix in Monaco seit dem Erfolg von Mika Häkkinen 1998 jetzt sechs gewonnen. Nach sechs von 18 Rennen übernahm Lewis Hamilton die Führung in der Fahrer-WM mit 38 Punkten vor Kimi Räikkönen (Ferrari/35), der heute Neunter wurde. In der Konstrukteurs-WM verbesserte sich Vodafone McLaren Mercedes auf Platz zwei mit 53 Punkten; es führt Ferrari mit 69 Zählern.

Der Start: Kurz vor dem Rennen begann es leicht zu regnen. Lewis und Heikki starteten aus der zweiten Reihe, Lewis als Dritter und Heikki als Vierter; beide begannen auf Intermediate-Reifen. Lewis überholte beim Start Kimi Räikkönen und war nach der ersten Runde Zweiter hinter Felipe Massa. Heikki startete aus der Boxengasse, weil er beim Start zur Formationsrunde den Gang nicht einlegen konnte und stehenblieb. Er war nach dem ersten Umlauf 19.
Das Rennen, Runde 3: Der Regen wurde stärker.
Runde 6: Lewis berührte in der Tabac-Kurve hinten rechts die Leitplanke und erlitt einen Reifenschaden. Er fuhr in die Box (8,3 Sekunden) und nahm das Rennen als Fünfter wieder auf. Heikki fuhr auf Platz 17.
Runde 8: Nach einem Unfall von David Coulthard (Red Bull Renault) und Sébastien Bourdais (Toro Rosso Ferrari) fuhr das Safety Car auf die Strecke. Lewis war jetzt Fünfter und Heikki 15.
Runde 10: Neustart.

Runde 14: Lewis war Dritter, Heikki 13.
Runde 23: Heikki verbesserte sich auf Rang zehn.
Runde 26: Nach dem ersten Boxenstop von Robert Kubica übernahm Lewis Platz zwei.
Runde 30: Lewis verkürzte den Abstand zum Führenden Felipe Massa. Heikki wurde in einer Vierergruppe hinter dem Siebtplatzierten Jarno Trulli (Toyota) aufgehalten.
Runde 33: Lewis übernahm die Führung, als Felipe Massa seinen ersten Boxenstopp einlegte.
Runde 34: Heikki legte seinen ersten Boxenstopp ein (10 Sekunden) und war danach 17.
Runde 49: Heikki fuhr zu seinem zweiten Stopp herein (7,4 Sekunden), wechselte auf Trockenreifen und nahm das Rennen als 13. wieder auf.
Runde 54: Lewis führte mit 37,6 Sekunden vor Felipe Massa, als er zu seinem Tankstopp an die Box fuhr. Er stand 7 Sekunden und behielt die Spitze, als er mit Trockenreifen weiterfuhr. Heikki war Elfter.
Runde 62: Das Safety Car fuhr nach einem Unfall von Nico Rosberg (Williams Toyota) erneut auf die Strecke und Lewis verlor seinen 40-Sekunden-Vorsprung.
Runde 67: Neustart. Lewis blieb vorn.
Ziel (Runde 76): Lewis siegte mit drei Sekunden vor Robert Kubica und 4,8 Sekunden vor Felipe Massa. Heikki wurde Achter. Das Rennen wurde wegen des Erreichens der Zwei-Stunden-Grenze auf 76 Runden verkürzt.
 
Stimmen zum Rennen
Lewis Hamilton:
„Ich fühle mich wie im siebten Himmel. Dieser Sieg in Monaco ist ein Highlight meiner Karriere, an das ich mich immer erinnern werde. Ich danke allen im Team für die fantastische Arbeit, und auch meiner Familie für ihre Unterstützung. Es war ein sehr ereignisreiches Rennen. Ich startete gut und überholte sofort Kimi Räikkönen. Ich sah sogar eine Chance, Felipe Massa zu attackieren, doch dann wurde der Regen stärker und die Sicht schlechter. In der Tabac-Kurve war sehr viel Wasser auf der Strecke, ich hatte plötzlich Übersteuern und berührte die Leitplanke. Es war kein schlimmer Aufprall, doch der Reifen war hin und ich musste an die Box. Die Saftey Car Phase kurz darauf half mir, den Rückstand zur Spitze wieder zu verkürzen. Wir änderten die Strategie und ich musste nur noch einmal herein. Als ich 40 Sekunden Vorsprung hatte, sagte mir das Team über Funk, ich sollte nicht weiter attackiren. Durch die zweite Safety Car Phase wurde es nochmal spannend, aber ich konnte das Rennen auch nach dem zweiten Neustart kontrollieren. Was für ein Tag und was für ein Ergebnis!“
 
Heikki Kovalainen:
„Ein sehr schwieriges Rennen. Ich verlor jede Chance auf ein Top-Ergebnis, als ich beim Start zur Formationsrunde keinen Gang einlegen konnte. Wir wechselten in der Boxenstraße das Lenkrad und ich nahm von dort das Rennen auf. Ich gab alles, aber ich konnte nur dann wirklich schnell fahren, wenn vor mir eine Lücke im Verkehr war. Echt schade, denn mein Auto und mein Speed waren gut. Wenigstens habe ich noch einen Punkt erzielt. Bei den nächsten Rennen heißt das Motto Angriff – ich will ein paar gute Ergebnisse holen.“
 
Ron Dennis:
„Was für ein Tag. Unser Team zeigte eine fantastische Leistung. Unter Zeitdruck entwickelten unsere Jungs den Strategiewechsel für Lewis, das war einfach brilliant. Er hatte in der Tabac-Kurve die Leitplanken berührt und seinen rechten Hinterreifen beschädigt. Hätte Heikki nicht in der Startaufstellung ein Problem mit der Schaltung gehabt, wäre ein Doppelsieg möglich gewesen, den Speed dazu hatten wir. Für Heikki war das so enttäuschend wie für uns, doch er zeigte ein tolles Rennen und seine Zeit wird kommen. Lewis ging mit seinem sensationellen Sieg in der Fahrer-WM wieder in Führung – und wir kommen jetzt nach Montreal, wo er vor einem Jahr seinen ersten Grand-Prix-Sieg holte. Wir kämpfen aussichtsreich um beide WM-Titel. Ein großartiger Sieg für das Team und alle unsere Partner.“
 
Norbert Haug:
"Ein sensationeller Lewis, seine Leistung war grandios. Wir hatten die beste Strategie, den besten Speed und bestimmt auch ein bisschen Rennglück. Für mich ist der sechste Sieg für McLaren und Mercedes in Monaco, und der 54. unserer Partnerschaft insgesamt der bisher großartigste. Für Heikki tut es mir Leid. Ohne sein Problem, beim Start zur Formationsrunde den ersten Gang nicht einlegen zu können, wäre auch für ihn ein Podiumsplatz drin gewesen – aber er holte trotzdem noch einen Punkt, seine Zeit wird kommen. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team, das so hart gearbeitet hat, und an alle unsere Partner, besonders an Vodafone, für deren Unterstützung. Der Kampf um den WM-Titel ist weit offen und jetzt wollen wir dranbleiben."



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