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Der Elektromotor im Lexus LS 600h

30 maggio 2008

Der Elektromotor im Lexus LS 600h

Um eine klassische Luxuslimousine in ein innovatives Hybridfahrzeug zu verwandeln, darf man an der grundsätzlichen Anordnung der Aggregate nicht all zu viel ändern. Schließlich wollen die Insassen den gewohnten Komfort und ihr Platzangebot nicht missen.

Bei einem Voll-Hybrid wie dem Lexus LS 600h passen wesentliche Hybridkomponenten wie Elektromotor, Planetengetriebe und Generator alle zusammen in die Glocke eines herkömmlichen Getriebes. Dort ersetzt Lexus das gewohnte Automatikgetriebe durch ein stufenloses Planetengetriebe. Der verbindet Generator, Verbrennungs- und Elektromotor zu einer leistungsstarken Einheit. Dabei kommt dem E-Motor besondere Bedeutung zu. Mit seiner Leistung von 165 kW/ 224 PS leistet er mehr als mancher Verbrennungsmotor und seine 300 Newtonmeter Drehmoment, die ab der ersten Umdrehung bereit stehen, qualifizieren ihn als angemessenen Energielieferanten für flotte Starts und geschmeidiges Gleiten im Stadtverkehr. Im Ergebnis beschleunigt er den LS 600h kraftvoll und nahezu lautlos aus dem Stand und stellt bei hoher Lastanforderung zusätzliche Leistungsreserven bereit. Trotz der gesteigerten Leistung ist das Aggregat nicht größer als der Elektromotor des GS 450h. Es handelt sich um einen permanent erregten Dreiphasen-Drehstrom- Synchronmotor mit Wasser-/Ölkühlung. Das Energie-Management übernimmt eine Inverter/ Konverter-Einheit, welche die Batteriespannung von 288 auf 650 Volt erhöht und den in der Batterie gespeicherten Gleichstrom in Drehstrom wandelt, um den Elektromotor anzutreiben. Die zur Steuerung notwendigen Informationen erhält die Einheit vom Antriebs-Management des Hybridsystems.

Um die hohe Leistung des Elektromotors ohne Größen- und Gewichtsnachteile zu gewährleisten, hat Lexus ein Inverter-Modul mit gekühlten Transistoren entwickelt. Die Konstruktion ist äußerst kompakt und schafft ausreichend Raum zwischen Modul und Gehäuse, so dass auch Geräusche und Vibrationen auf ein Minimum reduziert werden konnten.

Schließlich werden durch die höhere Stromstärke Leistung und Drehmoment nochmals gesteigert. Durch die CAD-gestützte Optimierung der Magnetfeldverteilung konnte ein verblüffend geräuscharmer Lauf erzielt werden, der durch die wechselweise Wicklung der Rotorspulen sichergestellt wird.



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