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Chevrolet Trio freut sich auf die Stadtrundfahrt in Pau

30 maggio 2008

Chevrolet Trio freut sich auf die Stadtrundfahrt in Pau


Der vierte Durchgang der Tourenwagen-WM führt das Chevrolet Werksteam auf den Stadtkurs von Pau, einer französischen Metropole am Fuße der Pyrenäen. Die Chevrolet Werksfahrer Alain Menu, Rob Huff und Nicola Larini rechnen sich für die spektakuläre Stadtrundfahrt gute Erfolgsschancen aus – schließlich hat der Chevrolet Lacetti WTCC bislang auf jedem Stadtkurs im Kalender der Tourenwagen-WM mindestens ein Rennen gewinnen können.

Nicola Larini ist derjenige Pilot aus dem Chevrolet Aufgebot, der am 1. Juni mit dem geringsten Zusatzgewicht an den Start geht – gerade mal neun Kilogramm Zuladung im Vergleich zu den 34 Kilogramm von Alain Menu und gar 48 von Rob Huff.

Der 44-jährige Italiener hat daher die besten Aussichten, die Erfolgsgeschichte von Chevrolet bei den Stadtrennen fortzuschreiben. Aber Larini reist mit einer gehörigen Portion Respekt in die Pyrenäen. „Stadtkurse haben es immer in sich“, sagt er. „Aber Pau ist noch mal eine Spur spektakulärer und gefährlicher als etwa Monaco. Besonders im oberen Streckenabschnitt ist die Piste deutlich enger, außerdem stehen die Leitplanken an einer ganz anderen Position.“

Das ist eine Besonderheit des nur 2,76 Kilometer kurzen Kurses in der Aquitaine. Die Leitschienen sind nicht direkt am Fahrbahnrand angebracht – sondern erst hinter einem Rad- und Fußweg. Dieses Trottoir wiederum ist durch einen hohen Kantstein von der eigentlichen Straße abgesetzt. „Das Limit sind nicht die Leitplanken oder die Mauern, wie auf anderen Stadtkursen – sondern die kleine Kante am Bürgersteig. An der kann man sich leicht die Reifen aufschlitzen“, weiß Larini.

Sein Teamkollege Alain Menu ergänzt: „Man kann in Pau nicht so mit den Leitplanken tanzen wie auf normalen Stadtkursen. Das macht die Piste enorm knifflig und das Limit nur sehr schwer einzuschätzen.“ Der Genfer peilt nach seinem Sieg in Lauf 2 beim vorherigen Durchgang der WM in Cheste offensiv den achten Platz für Lauf 1 an. „Mit dem hohen Zusatzgewicht werden wir uns in Pau nicht leicht tun“, warnt er. „Denn es geht ein ganzes Stück lang bergauf. Da fallen die Kilos schwer ins Gewicht. Wenn wir es schaffen, uns in der Qualifikation so aufzustellen, dass wir in Lauf 1 Achter oder Siebter werden, wäre das eine gute Sache. Denn dann könnten wir den zweiten Durchgang von der ersten Reihe aus starten und aus beiden Rennen möglichst viele Punkte mitnehmen. Das wäre im Hinblick auf die WM-Gesamtwertung wichtig.“

Eine ähnliche Strategie verfolgt auch Rob Huff. Der 29-jährige Brite hat in Cheste kumuliert mehr Punkte schreiben können, als das bislang je einem anderen Piloten in der WM-Saison 2008 gelungen ist. „Jetzt müssen wir die Gewichts-Situation mit in unsere Saisonplanung einbeziehen“, weiß Chevrolet Rennleiter Eric Nève. „Aber wir haben in der WM einen gehörigen Sprung nach vorn gemacht. In der Hersteller-Wertung sind wir Zweiter – zum ersten Mal, seit Chevrolet in die WM eingestiegen ist. Und in der Fahrerwertung haben alle drei Piloten Anschluss zur Spitze gefunden. Ich hoffe, darauf können wir aufbauen, weitere gute Resultate folgen lassen und ein ernstes Wörtchen um den Titel mitreden, je weiter die WM jetzt voranschreitet.

Huff schraffiert fürs Pau-Wochenende eine ähnliche Herangehensweise wie Menu. „Wenn ich es schaffe, mir einen Startplatz unter den ersten Sechs zu greifen, und meine Position dann in Rennen 1 verteidigen kann, müssten wir imstande sein, in beiden Rennen zu punkten.“ Der 29-jährige Engländer weiß: „In der WM ist noch alles drin. In Spanien habe ich meine Operation Titel-Anwartschaft eröffnet. Von jetzt ab gilt es, bei jeder Veranstaltung so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Denn jetzt zählt jeder einzelne Punkt.“

Wie seine erfahreneren Teamkollegen, begegnet auch Huff der engen und anspruchsvollen Achterbahn zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt von Pau mit Respekt. „Ich fuhr 2005 in Macau zum ersten Mal überhaupt auf einem Stadtkurs“, erinnert er sich. „Man braucht zunächst ein paar Runden, um sich wieder einzufinden. Man muss sich seine Grenzen sehr genau bewusst machen und dann versuchen, innerhalb dieser Grenzen zu fahren – statt das Limit von oberhalb zu suchen. Je öfter ich auf Stadtkursen fahre, desto selbstsicherer fühle ich mich dort.“



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