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Neuer Mercedes-Benz E 420 CDI

23 maggio 2005

In der Mercedes-Benz E-Klasse geht ab Herbst 2005 der weltweit drehmomentstärkste V8-Pkw-Dieselmotor in Serie. Das neue 231 kW/314 PS starke V8-Triebwerk stellt bereits bei 2200/min ein maximales Drehmoment von 730 Newtonmetern bereit. Damit beschleunigt der neue E 420 CDI in nur 6,1 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch beträgt 9,3 Liter je 100 Kilometer. Wartungsfreier Partikelfilter, Siebengang-Automatikge-triebe und die Luftfederung AIRMATIC gehören unter anderem zur Serienausstattung des neuen Diesel-Topmodells von Mercedes-Benz.

Mit dem neuen Achtzylinder-Triebwerk setzt sich der E 420 CDI in puncto Dynamik und Laufkultur an die Spitze dieses Marktsegments - und bietet beispiellosen Diesel-Fahrspaß. Dafür sorgt allein das bullige Drehmoment des CDI-Motors, das bereits bei einer Drehzahl von nur 1950/min über 700 Newtonmeter beträgt. Bei 2200/min erreicht der V8 seine maximale Durchzugskraft von 730 Newtonmetern. Das garantiert vorbildliche Elastizität beim Überholen und schnelle Zwischenspurts, aber auch entspanntes Fahren im hohen Gang. Für die Beschleunigung von 60 auf 120 km/h benötigt der E 420 CDI im dritten Gang nur 4,8 Sekunden.

Neben Aluminium-Kurbelgehäuse, gekühlter Abgasrückführung und elektrischer Ansaugluftdrosselung zählt vor allem die Common-Rail-Direkteinspritzung der dritten Generation zu den technischen Besonderheiten des neuen Mercedes-Achtzylinders. Sie arbeitet mit einem auf 1600 bar gesteigerten Einspritzdruck und ermöglicht im Interesse von Kraftstoffverbrauch und Abgas-Emissionen eine besonders präzise Kraftstoffdosierung. Wie bei allen Common-Rail-Motoren ist der hohe Einspritzdruck jederzeit - also auch bei niedrigen Drehzahlen - verfügbar.

Ein herausragendes Merkmal der neuesten CDI-Technik sind die so genannten Piezo-Injektoren anstelle der bisherigen Magnetventile. Bei einer Ansprechzeit von nur 0,1 Millisekunden lässt sich die Kraftstoffeinspritzung mithilfe der Piezo-Keramik noch schneller und noch genauer an die jeweilige Last- und Drehzahlsituation anpassen als bisher, was sich ebenfalls günstig auf Emissionen, Verbrauch und Geräuschentwicklung auswirkt. So haben die Mercedes-Ingenieure eine doppelte Piloteinspritzung realisiert, die innerhalb weniger Millisekunden erfolgt und das Verbrennungsgeräusch des Achtzylinders deutlich verringert. Überdies erfolgt eine zweifache Kraftstoff-Nacheinspritzung, um bei Bedarf den serienmäßigen Diesel-Partikelfilter zu regenerieren.

Leistungsplus durch verbesserte Führung und Kühlung der Ladeluft

Besonderes Augenmerk widmeten die Mercedes-Ingenieure der Luftführung vor und hinter den Turboladern. Durch Strömungsberechnung und -simulation konnten sie die prinzipbedingten Druckverluste in den Ladeluftleitungen reduzieren und so die Luftzufuhr des Motors nachhaltig verbessern. Im Vergleich zum bisherigen CDI-Achtzylinder von Mercedes-Benz verringert sich der Druckverlust in den Ladeluftleitungen um bis zu 60 Prozent. So kann eine um bis zu 15 Prozent größere Luftmasse zum Motor strömen, die der V8 zur Leistungs- und Drehmomententfaltung nutzt.

Für einen weiteren Effekt dieser Art sorgt die verbesserte Ladeluftkühlung: Der Wasser-Ladeluftkühler des neuen CDI-Achtzylinders ist mit zwei Wasserkühlern in einen speziellen Niedrigtemperatur-Kreislauf integriert. Hier wird die Ladeluft um bis zu 120 Grad Celsius abgekühlt, sodass die Luftdichte bei Volllast um bis zu 25 Prozent steigt.

Auch die mit variabel verstellbaren Leitschaufeln ausgestatteten Turbolader wurden weiterentwickelt: Eine neue Schaufelgeometrie des Verdichter- und Turbinenrades sowie der Leitschaufeln ermöglicht einen höheren Wirkungsgrad als beim bisherigen CDI-Achtzylindermotor. Als weitere Besonderheit entwickelten die Stuttgarter Diesel-Fachleute Hohlkörper in den Ansaugleitungen, die das Luftvolumen vor den Turboladern vergrößern. Dadurch verbessert sich die Drehmomentausbeute im unteren Drehzahlbereich um rund 15 Prozent.

Abgas-Emissionen mit serienmäßigem Partikelfilter unter den EU-4-Limits

Der neue Achtzylinder-Dieselmotor von Mercedes-Benz geht serienmäßig mit zwei Oxidationskatalysatoren und einem wartungsfreien Partikelfilter an den Start. Damit werden die strengen EU-4-Abgasgrenzwerte zuverlässig unterboten. Die Katalysatoren haben die Aufgabe, unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid durch chemische Bindung an Sauerstoff (Oxidation) umzuwandeln. Der Partikelfilter arbeitet ohne Zusatzstoffe und wird während der Fahrt bedarfsgerecht durch Anpassung bestimmter Motorfunktionen wie zum Beispiel durch doppelte Kraftstoff-Nacheinspritzung regeneriert.

Der neue V8-Selbstzünder ist mit einem Sensor in der Ölwanne ausgestattet, der unter anderem den Ölstand, die Öltemperatur und die Ölqualität kontrolliert. Per Display-Anzeige im Cockpit erfährt der Autofahrer, wann der nächste Ölwechsel notwendig ist. Je nach Fahrbetrieb sind mit dem neuen E 420 CDI Wartungs-Intervalle von bis zu 40 000 Kilometer möglich.

Im Herbst 2005 feiert der neue CDI-Achtzylindermotor in der E-Klasse seine Serienpremiere. Er wird zukünftig auch in anderen Pkw-Modellreihen von Mercedes-Benz lieferbar sein.



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