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Jaguar XKR: fahrdynamik

02 luglio 2006

Eine Fahrt im 416 PS starken Jaguar XKR ist ein nicht alltägliches Erlebnis. Er übernimmt das gleiche, sehr verwindungssteife Aluminium-Chassis des XK, bringt aber rund 120 PS mehr auf die Straße. Die 6-Gang-Automatik mit „Jaguar Sequential Shift“ für manuelle Gangwechsel gilt in puncto Schaltgeschwindigkeit und Schaltkomfort als Nonplusultra in ihrer Klasse und trägt mit dazu bei, dass die Jaguar-spezifische Mischung aus Leistung und Dynamik im XKR einen neuen Höhepunkt erreicht.

„Unser Entwicklungsziel war es, trotz der deutlich höheren Leistung den ausgewogenen Charakter des XK beizubehalten“, sagt Jaguar-Chefingenieur Mike Cross. „Das Briefing für unser Team hieß: ‚Ein Auto, das mindestens 130 Prozent eines XK besitzt – ein ultimativer Sport-GT für den Alltagsgebrauch.‘ Wir wollten natürlich die Leistung und Dynamik bieten, die Kunden von einem XKR zu Recht erwarten dürfen. Wir waren aber ebenso darauf bedacht, die außergewöhnliche Verschmelzung von sportlichem Luxus zu erhalten, die jeder Jaguar bieten
muss und die der XK so überzeugend zeigt. Kurz gesagt: „Wenn Sie den XK mögen, werden sie den neuen XKR mit Sicherheit lieben!“

Das Ergebnis ist ein Auto, das unter allen Bedingungen und bei jeder Geschwindigkeit zu Höchstleistungen fähig ist. Schon aus niedrigen Drehzahlen geht es mächtig vorwärts, und die überarbeitete Servolenkung und das straffere Fahrwerk verwandeln den XKR mühelos vom lässigen Grand Tourer zum spitzen Sportwagen. „Der Wagen bietet alles, was schon der XK kann – und darüber hinaus noch viel mehr“, verspricht Mike Cross.

4,2-Liter-V8 mit Kompressoraufladung

Die Fähigkeit, jederzeit große Leistungs- und Beschleunigungsreserven zu mobilisieren, ist das Kennzeichen eines jeden sportlichen Jaguar. Das über einen mechanischen Kompressor („Supercharger“) aufgeladene V8-Triebwerk aus der Jaguar-eigenen AJ-Reihe demonstriert dies im XKR besonders eindrucksvoll. Mit 416 PS bei 6250/min und einem maximalen Drehmoment von 560 Nm (EEC) bei 4000/min im Rücken beschleunigt das Coupé in 5,2 Sekunden (Cabriolet: 5,3) Sekunden von 0 auf 100 km/h und wird erst – mit Elektronik-Hilfe – bei 250 km/h eingebremst.

Leistungsgewicht um 34 Prozent verbessert

Der zusätzliche Kompressor und gleich zwei Lufteinlässe sind in erster Linie für die Mehrleistung von rund 120 PS verantwortlich. Das maximale Drehmoment liegt mit einem Plus von 36 Prozent ebenfalls deutlich über dem des XK; im Gegenzug nahm aber das Gesamtgewicht nur um rund 50 Kilo zu. Als Folge verbesserte sich das Leistungsgewicht gegenüber dem XK 4,2 mit Saugmotor um stolze 34 Prozent.

Auch im Vergleich zum 395 PS starken Vorgängermodell setzt der neue XKR mehr Leistung und Drehmoment frei. Dank der leichteren und steiferen Monocoque-Bauweise stieg das Leistungsgewicht im Vergleich zum alten XKR um zwölf und das Verhältnis von Drehmoment zu Gewicht um 7,7 Prozent an. Um entsprechende Verbesserungen beim jetzt auslaufenden XKR zu erreichen, hätte es einer Leistungsspritze von 50 PS bedurft. Dementsprechend sprintet der neue XKR (als Coupé) auch 0,2 Sekunden schneller von 0 auf 100 km/h als das Modell der ersten Generation.

Kontinuierlich variable Verstellung der Einlassnockenwellen

Kernelement der leistungssteigernden Maßnahmen ist zweifellos der von einem mechanischen Eaton-Kompressor aufgeladene V8 in Voll-Aluminiumbauweise. Die wassergekühlten Zylinder sind in einem Winkel von 90 Grad angeordnet; die Kurbelwelle läuft in fünf Hauptlagern und in jedem der beiden Zylinderköpfe bedienen zwei oben liegende Nockenwellen vier Ventile pro Zylinder. Neben der Aufladung bewirken ein doppelter Lufteinlass und die kontinuierlich variable Verstellung der Einlassnockenwellen eine spontane Leistungsabgabe des Triebwerks. Das vom Motormanagementsystem kontrollierte Steuerungssytem erhält über Sensoren exakte Informationen zu Drehzahl, Gaspedalposition und Öltemperatur. Durch permanenten Abgleich der Daten mit einem digitalen dreidimensionalen Kennfeld bestimmt das Rechnerhirn die jeweils optimale Ventilstellung. Im Anschluß werden die aufgefangenen Signale an zwei Magnetventile übertragen, die den auf die Nockenwellenversteller wirkenden Hydraulikdruck regeln. 

Kompressorgeräusch um fünf d(B)A gesenkt

Schon der Saugmotor des 4,2 Liter XK wurde für seine akustischen Qualitäten gelobt. Bei langsamen Geschwindigkeiten und niedrigen Drehzahlen bleibt er dezent im Hintergrund, nur um beim starken Beschleunigen ein unmissverständliches V8-Grummeln zum Besten zu geben. Damit das für einen Kompressor typische Wimmergeräusch den Soundteppich nicht überlagert, haben die Jaguar-Ingenieure das Geräusch des Laders im Vergleich zum alten XKR-Aggregat um fünf d(B)A gesenkt.

Damit konnten sich die Akustikexperten beim Soundtuning allein auf die sorgfältige Abstimmung von Ansaug- und Abgassystem konzentrieren. Im XKR verändert ein aktives System den Abgasstrom durch den Hauptschalldämpfer: Bei Normalgeschwindigkeiten bleiben die Geräuschemissionen im Niederfrequenzbereich; erst bei forscherer Gangart dominieren mechanischere, hochfrequente Tonlagen, d.h. der XKR bleibt bei normalen Drehzahlen leise, spricht jedoch beim Beschleunigen eine deutliche Sprache.                  


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