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Neue Technik soll Unfallzahlen halbieren: Lkw, Busse und Transporter werden sicherer

11 settembre 2006

Vor Vertretern aus Politik, Behörden, Fachverbänden, Versicherungen und den Medien hat DaimlerChrysler jetzt Lkw, Omnibusse und Transporter vorgestellt, die weltweit einen neuen Sicherheitsstandard in diesen Kategorien darstellen. Sie vereinigen alle zurzeit lieferbaren Assistenz- und Sicherheitssysteme, ergänzt um zusätzliche neue Techniken. Beim Lkw ist dies der Activ Brake Assist (Notbrems-Assistent), beim Reisebus der Spurassistent und beim Transporter das adaptive ESP, eine Weiterentwicklung des elektronischen Stabilitätsprogramms.

Die modernen Sicherheitstechniken sind allen Erkenntnissen nach geeignet, die Unfallzahlen zu halbieren und etwaige Unfallfolgen drastisch zu verringern. „Dies hat unter anderem ein einjähriger Grossversuch mit 1 000 Sattelzugmaschinen und über 100 Millionen Kilometer gezeigt. Bei den Fahrzeugen mit dem schon bisher angebotenen Sicherheitspaket zeigt die Bilanz nur halb so viele Unfälle, als bei den herkömmlich ausgestatteten Zugmaschinen. Und im Falle eines Unfallgeschehens waren die Schadenssummen um 90 % niedriger,“ sagte Andreas Renschler, im Vorstand der DaimlerChrysler AG verantwortlich für TruckGroup und Busse.

Die in der Sicherheitsfarbe Gelb auffällig gestalteten Fahrzeuge Mercedes-Benz Safety Truck, Mercedes-Benz Safety Coach und Mercedes-Benz Safety Van sind keine Konzeptfahrzeuge oder Visionen, sondern sofort zu kaufen. Sie sind deshalb prädestiniert, bei entsprechender Marktdurchdringung, das Unfallgeschehen schon in kurzer Zeit zu verbessern. Dies kommt auch dem Ziel der europäischen Union entgegen, die Anzahl der Verkehrstoten drastisch zu verringern: Von rund 50.000 im Jahre 2000 auf höchstens 25.000 im Jahre 2010. „Das Halbzeitergebnis ist nicht ermutigend und auf dringenden Handlungsbedarf hin“ sagte Renschler.

Hauptunfallursachen aktiv entgegenwirken

Nach Einführung von ABS, EPS und ASR in den achtziger Jahren und elektronisch geregelten Bremsanlagen mit Scheibenbremsen zehn Jahre danach, sind für Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge ab dem Jahr 2000 sukzessive weitere Sicherheits- und Assistenzsysteme am Markt eingeführt worden. So der Spurassistent, ESP bzw. Stabilitätsregelung, die Wankregelegung sowie der Abstands-Regel-Tempomat. Der Abstands-Regel-Tempomat, der mit Radar arbeitet, ist auch die Basis für den jetzt erstmals serienfähig vorgestellten Active Brake Assist (Notbrems-Assistent). Er leitet selbstständig eine Vollbremsung ein, wenn die Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug unvermeidlich scheint. Der Active Brake Assist kann Unfälle zwar nicht immer aktiv verhindern, jedoch zumindest durch das Einsetzen der vollen Bremswirkung die Kollisionsgeschwindigkeit und damit die Schwere von Unfallfolgen, erheblich verringern.

DaimlerChrysler hat damit ein ganzes Spektrum von technischen Systemen im Portfolio, die den bedeutendesten Unfallursachen, diese sind Auffahren und Abkommen von der Fahrbahn, effizient entgegenwirken können. In den verschiedenen Produktsegementen kommt die Technik so zum Einsatz, wie dies aus den Erkenntnissen der Unfallforschung geboten ist. Auf Grund der unterschiedlichen Einsatzbedingungen, der unterschiedlichen Fahrzeugkonfigurationen und der jeweiligen Ursachen-Schwerpunkte kann es durchaus sein, dass eine bestimmte Technik beim Transporter oder beim Omnibus mit einer anderen Priorität oder einer anderen Ausprägung behandelt werden muss als beispielsweise beim Lkw.

Mercedes-Benz Safety Technology auf der IAA Nutzfahrzeuge

Anlässlich der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (21. bis 28. September 2006) wird über die neuen Sicherheitstechniken für Lkw, Omnibusse und Transporter rundum informiert. Zum einen in der Mercedes-Benz Ausstellungshalle 14/15 zum anderen bei Sicherheitstrainings und Fahrdemonstrationen auf dem ADAC-Sicherheitszentrum. Mit einer Roadshow durch zwölf europäische Länder hat DaimlerChrysler schon in den zurückliegenden Monaten für die stärkere Verbreitung moderner Sicherheitstechniken bei Nutzfahrzeugen geworben. Denn die Wirksamkeit der Assistenzsysteme ist unbestritten, dennoch ist die Einbauquote in den Fahrzeugen viel zu gering, um effiziente Auswirkungen im Verkehr erzielen. „Dies liegt unter anderem daran, dass die Transportunternehmer, derzeit noch zu wenig Anreize bekommen“, sagte Renschler. Er plädiere deshalb dafür, dass sich die politisch Verantwortlichen sowie alle, die von verringerten Unfallzahlen wirtschaftlich profitieren, auch bei deren Verbreitung im Markt engagieren. Denkbar seien zum Beispiel verringerte Versicherungsprämien, Vorteile bei der Straßenbenutzungsgebühr oder auch direkte Investitionshilfen für Transportunternehmer.

Verantwortung bleibt beim Fahrer

Die neu entwickelten Assistenz-Systeme sollen den Fahrer nicht bevormunden, sondern ihn unterstützen, zumal ihm die ständig zunehmende Verkehrsdichte ungeteilte Aufmerksamkeit abverlangt. In vielen Situationen können technische Regelsysteme schneller und sicherer agieren, als der Mensch, die Verantwortung bleibt aber beim Fahrer. Der Fahreraus- und Weiterbildung räumt DaimlerChrysler daher hohe Prioriät ein. Mit 65.000 Teilnehmern pro Jahr hat sich das Mercedes-Benz Driver-Training längst zur grössten Schulungseinrichtung dieser Art für Lkw-Fahrer entwickelt. Im Bereich der Personenbeförderung mit Omnibussen haben schon mehr als 10.000 Omnibusfahrer an Sicherheitstrainings teilgenommen. Und an Fahrer von Transportern sind in den vergangenen drei Jahren rund 75.000 Gutscheine für ein kostenloses Training ausgegeben worden.



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