DTM

Paul Di Resta: Platz zwei und zwei Punkte bis zur Spitze

06 ottobre 2008

Paul Di Resta: Platz zwei und zwei Punkte bis zur Spitze


Paul Di Resta belegte beim zehnten Lauf der DTM 2008 in Le Mans den zweiten Platz, verkürzte den Abstand zum Führenden Timo Scheider (Audi), heute Sechster, in der Gesamtwertung auf zwei Punkte und vertagte damit die Meisterschaftsentscheidung auf das Finale am 26. Oktober 2008 in Hockenheim.

Nach 41 Runden bei unterschiedlich starkem Regen fuhr Di Resta 4,250 Sekunden hinter Sieger Mattias Ekström (Audi) ins Ziel. Gary Paffett (stern AMG Mercedes C-Klasse), als 16. gestartet, wurde mit der C-Klasse des Vorjahres bei seinem 50. DTM-Rennen Vierter vor Bernd Schneider (Original-Teile AMG Mercedes C-Klasse), der in einer spannenden Schlussphase Scheider auf Platz sechs verwies. Ekström, Di Resta, Schneider und Scheider legten wie mehrere andere Fahrer auf Grund des wechselhaften Wetters einen zusätzlichen Boxenstopp zum Reifenwechsel ein.

Vor dem Finale am 26. Oktober in Hockenheim bleibt die Meisterschaft spannend: Paul Di Resta ist Zweiter mit 63 Punkten; Scheider führt mit 65 Punkten. Ekström ist Dritter mit 54 Punkten und kann in den Titelkampf nicht mehr eingreifen.

In der Teamwertung führt die Mannschaft Mercedes-Benz Bank/AMG Mercedes mit Paul Di Resta und Bruno Spengler mit 96 Punkten; acht Zähler vor dem Audi Sport Team Abt.

Bruno Spengler (Mercedes-Benz Bank AMG C-Klasse) wurde Siebter; Jamie Green (Salzgitter AMG Mercedes C-Klasse) fuhr auf Platz zehn ins Ziel. Susie Stoddart (TV Spielfilm AMG Mercedes C-Klasse) belegte Platz zwölf, Maro Engel (JungeSterne AMG Mercedes C-Klasse) wurde 14. vor Mathias Lauda (Pixum AMG Mercedes C-Klasse), der wie Susie sein 30. DTM-Rennen fuhr.

Ralf Schumacher (Trilux AMG Mercedes C-Klasse) fiel in der ersten Runde aus, nachdem er von Katherine Legge (Audi) in einen Dreher geschubst worden war und im Kiesbett stecken blieb.

Insgesamt 18.000 Besucher kamen am Wochenende (Fr./Sa./So.) zum zehnten DTM-Rennen 2008 in Le Mans.
 
Der Start: Jamie Green stand auf Startplatz zwei; Paul Di Resta als Vierter, Bernd Schneider als Sechster und Bruno Spengler als Siebter starteten hinter ihm. Bei leichtem Regen kam Di Resta als Vierter aus der ersten Runde zurück, Spengler verbesserte sich auf Platz fünf. Schneider war Siebter und Green Elfter. Ralf Schumacher wurde von Katherine Legge (Audi) angerempelt, drehte sich ins Kiesbett und fiel aus.
Runde 2: Paul Di Resta überholte Alexandre Premat und übernahm Platz drei. Jamie Green fuhr an die Box und wechselte auf Trockenreifen.
Runde 3: Paul Di Resta war wieder Vierter; Bernd Schneider Fünfter und Bruno Spengler Sechster.
Runde 4: Bernd Schneider fuhr auf Platz vier vor Paul Di Resta. Der Schotte fuhr einen Umlauf später an die Boxen und holte sich ebenfalls Trockenreifen.
Runde 6: Slicks für Bruno Spengler.

Runde 10: Paul Di Resta kämpfte mit Alexandre Premat (Audi) um Platz zehn.
Runde 12: Bernd Schneider fuhr jetzt an zweiter Stelle, Gary Paffett war Fünfter, Jamie Green Siebter und Paul Di Resta Achter.
Runde 13: Am Auto von Mathias Lauda blieb beim Boxenstopp die Tankkanne hängen. Er fuhr erneut an die Box und verlor die Tankkanne in der Boxeneinfahrt.
Runde 14: Erster regulärer Boxenstopp von Jamie Green.
Runde 17: Nach dem ersten Boxenstopp von Mattias Ekström lag Bernd Schneider in Führung.
Runde 22: Paul Di Resta fuhr zu seinem ersten Pflichtstopp an die Box.
Runde 23: Bernd Schneider legte seinen ersten Boxenstopp ein und war danach Zweiter.
Runde 25: Zweiter Pflichtstopp von Jamie Green.

Runde 27: Bruno Spengler legte seinen zweiten Stopp ein, gefolgt von Bernd Schneider einen Umlauf später.
Runde 29: Paul Di Resta holte sich Regenreifen.
Runde 30: Alle Fahrer hatten ihre Pflichtboxenstopps absolviert. Bernd Schneider war Dritter; Jamie Green fuhr auf Platz sieben vor Gary Paffett und Paul Di Resta.
Runde 31: Bernd Schneider legte einen zusätzlichen Stopp ein und holte sich Regenreifen, ebenso wie die Audi-Fahrer Timo Scheider und Mattias Ekström. Danach lag Paul Di Resta vor seinem Meisterschaftsrivalen Scheider.

Runde 35: Paul Di Resta überholte Prémat auf der Start-Zielgeraden außen und übernahm Platz zwei. Einen Umlauf später überholte er auch Gary Paffett und war jetzt Dritter. Bernd Schneider folgte auf Platz sechs hinter Scheider.
Runde 40: Bernd Schneider überholte Scheider nach einem rundenlangen spannenden Duell und war jetzt Fünfter.
Ziel (Runde 43): Paul Di Resta wurde Zweiter, Gary Paffett Vierter und Bernd Schneider Fünfter.
 
Paul Di Resta (AMG Mercedes C-Klasse 2008), Zweiter: „Mit Regenreifen zu starten war nicht die richtige Entscheidung, aber bei Bedingungen wie heute ist es schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Toll, dass ich trotz des zusätzlichen Boxenstopps Zweiter wurde und mir nur noch zwei Punkte auf Timo Scheider fehlen – wir wußten, dass es im letzten Drittel regnen würde und mein Team hatte das perfekte Timing für den Wechsel, das war entscheidend. Mein Speed war gut trotz Handicapgewichts und das sind wir jetzt im Finale los. Ich freue mich auf Hockenheim und will dort beim großen Finale gewinnen und so den Titel holen.“

Gary Paffett (stern AMG Mercedes C-Klasse 2007), Vierter: „Vom 16. Startplatz auf Platz vier im Ziel – das ist wirklich schön. Ich war sogar schon Dritter und fast hätte ich es aufs Podium geschafft, doch Prémat war am Ende etwas schneller. Wir hatten heute die perfekte Strategie, danke dafür an mein Team.“

Bernd Schneider (Original-Teile AMG Mercedes C-Klasse 2008), Fünfter: „Am Anfang waren Slicks die richtige Entscheidung, obwohl es ziemlich kritisch war. Den dritten Stopp am Ende musste ich jedoch einlegen, es regnete zu stark für Trockenreifen. Der Zweikampf mit Tabellenführer Timo Scheider hat Spaß gemacht und ich freue mich, dass ich ihn überholen konnte.“

Bruno Spengler (Mercedes-Benz Bank AMG C-Klasse 2008), Siebter: „Ein kompliziertes Rennen für Fahrer und Teams. Zu den äußeren Bedingungen kam noch, dass ich eine Berührung mit Oliver Jarvis hatte und danach mein Auto hinten links beschädigt war. Unter diesen Umständen ist der siebte Platz gar nicht so schlecht.“

Jamie Green (Salzgitter AMG Mercedes C-Klasse 2008), Zehnter: „Ein schwieriges Rennen. Ich verlor gleich am Start auf feuchter Strecke neun Plätze und kam dann gleich an die Box, um meine Regenreifen gegen Slicks zu tauschen. Als es am Ende wieder stärker regnete, brauchte ich noch einmal einen Reifenwechsel und damit war mein Rennen gelaufen.“

Susie Stoddart (TV-Spielfilm AMG Mercedes C-Klasse 2007), Zwölfte: „Ich fuhr die ersten zehn Runden auf Regenreifen und verlor dabei viel Zeit. Nach dem ersten Boxenstopp lief es besser, doch ich kam nicht weiter nach vorn. Ich freue mich für Paul – er hat jetzt in Hockenheim gute Chancen auf den Titel.“

Maro Engel (JungeSterne AMG Mercedes C-Klasse 2007), 14.: „Ich war fünf Mal an den Boxen – es war einfach nicht unser Tag. Dennoch ein großes Danke an mein Team; wir hatten im Warm-up einen defekten Getriebesensor, den die Jungs rechtzeitig zum Rennen auswechselten.“

Mathias Lauda (Pixum AMG Mercedes C-Klasse 2007), 15.: „Beim Start machte ich vier oder fünf Plätze gut, doch die verlor ich in der Schikane wieder, weil ich als einziger von den Fahrern um mich herum nicht abkürzte. Wegen der stecken gebliebenen Tankkanne musste ich einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen und damit war mein Rennen gelaufen.“

Ralf Schumacher (Trilux AMG Mercedes C-Klasse 2007), wurde angerempelt, drehte sich ins Kiesbett und fiel aus: „Ich kam beim Start gut weg und hielt mich aus dem Gerangel in der Schikane heraus. Dann schubste mich Katherine Legge in einen Dreher, ich blieb im Kiesbett stecken und das wars. Schade, denn wir wären hier gut unterwegs gewesen.“
 
Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Das war ein begeisterndes DTM-Rennen, eines der allerbesten, das ich je gesehen habe - diese 41 Runden von Le Mans waren wohl spannender als viele der traditionellen 24 Stunden von Le Mans. Unsere Entscheidung, bei Paul, Bruno und Jamie mit Regenreifen zu starten, war falsch. Aber die HWA-Mannschaft um Gerhard Ungar und Hans-Jürgen Mattheis gab so wenig auf wie unsere Fahrer und speziell Paul Di Resta. Wir wußten, dass es im letzten Drittel stärker regnen würde und timten Pauls Stopp für den Wechsel auf Regenreifen perfekt, was entscheidend war und Paul zurück ins Spiel brachte.

Er war der Mann des Rennens. Nach seinem ersten Boxenstopp lag er 38 Sekunden zurück, doch dann fuhr er ein sensationelles Rennen wie in einer eigenen Liga. Er war phasenweise zwei Sekunden schneller als die Führenden. Von den letzten vier Rennen gewann er eines – vor zwei Wochen in Barcelona – und wurde drei Mal Zweiter; so verkürzte er den Abstand zur Spitze auf zwei Punkte. In der Teamwertung liegen wir jetzt acht Punkte vorn. Bemerkenswert die Leistungen von Gary, der mit der 2007er C-Klasse vom 16. Startplatz auf Rang vier fuhr, und Bernd, der am Ende Scheider in einem harten aber sehr fairen Zweikampf besiegte. Wir alle hoffen jetzt auf ein großes Finale in Hockenheim, und jetzt wollen wir dort mit Paul den Titel holen – das Momentum der zweiten Saisonhälfte spricht für Paul.“



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