F1

Renault F1-Teams: Erneut den Titel im Visier - R27

25 gennaio 2007

Renault will auch 2007 ein wichtiges Wort im Titelkampf der Formel 1 mitreden. „Der Gewinn der Doppelweltmeisterschaften 2005 und 2006 hat Renault den Status eines Topteams verschafft”, erklärte Renault F1 Präsident Alain Dassas bei der Weltpremiere des neuen Renault R27 am 24. Januar 2007 in Amsterdam. „Wir müssen nun diesem Ruf gerecht werden”, so Dassas weiter. Die Werks-Equipe tritt wie in den fünf vorhergehenden Jahren mit eigenem Team, eigenem Chassis und eigenem Motor an. Da der niederländische Finanzkonzern ING ab der Saison 2007 als neuer Hauptsponsor des Renault F1-Teams fungiert, starten die Autos in neuen Farben.

Optimierte Aerodynamik, neues Getriebe

Der R27 entstand parallel in den Renault F1-Kompetenzzentren Viry-Châtillon (Frankreich) und Enstone (Großbritannien). Das Design orientiert sich an den erfolgreichen Vorgängerautos R25 und R26. Die besondere Aufmerksamkeit der Entwickler im britischen Enstone galt der aerodynamischen Optimierung im Rahmen der engen Grenzen, die das Reglement setzt. Ein weiteres Kennzeichen des R27 ist die neu entwickelte sequenzielle Siebengang-Halbautomatik, die den blitzschnellen Wechsel der Fahrstufen ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Das Fahrwerk wurde an die Bridgestone Potenza Einheitsreifen angepasst, mit denen 2007 alle Teams starten.

„Unsere Techniker haben hart daran gearbeitet, dass der R27 in allen Bereichen einen echten Fortschritt gegenüber seinem Vorgänger erzielt”, sagte Bob Bell, Technischer Direktor des Renault F1-Teams, anlässlich der Vorstellung des neuen Wagens. „Das Aerodynamikpaket ist noch ausgefeilter als in den vergangenen Jahren. Zudem haben wir seit Ende 2006 schon viel über die neuen Reifen gelernt”, so Bell weiter. Der Saison 2007 sieht der Brite optimistisch entgegen: „Das Team ist hungrig auf weitere Siege, und der R27 reflektiert diese Entschlossenheit.”

Die ersten Tests auf der Rennstrecke erlebte der R27 bereits am 16. Januar 2007 in Jerez. Seitdem wurden mehr als 2.000 Kilometer absolviert.

Im Detail weiterentwickelter Motor

Beim Motor RS27 handelt es sich um keine komplette Neukonstruktion, sondern um eine Weiterentwicklung des RS26 aus dem Vorjahr. Als Basis für den neuen 2,4 Liter V8 dient die Ausbaustufe, die 2006 bei den Grand Prix’ von China und Japan zum Einsatz kam. Im Motorenzentrum Viry-Châtillon wurde das Triebwerk im Hinblick auf das FIA-Reglement für 2007 modifiziert. Das neue Regelwerk soll den Entwicklungsaufwand für die F1-Aggregate begrenzen. Unter anderem sieht es ein Drehzahllimit von 19.000 1/min vor.

„Unsere Arbeit für 2007 unterschied sich grundlegend von den Vorjahren”, erklärte Rob White, stellvertretender Managing Director Motoren des Renault F1-Teams. „Anders als in jeder Saison seit 2001, als wir Jahr für Jahr ein komplett neues Triebwerk entwickelten, beschränkten die neuen Regeln unsere Arbeit darauf, das Aggregat innerhalb der vorgegebenen Drehzahlgrenze zu optimieren.” Der Motor enthalte nur zehn Prozent Neuteile im Vergleich zu der durchschnittlichen Quote von 95 Prozent in den vergangenen Jahren.

Motorenlieferant für Red Bull Racing

In der neuen Grand-Prix-Saison wird Renault auch Red Bull Racing mit Formel 1-Motoren ausrüsten. Die Kooperation sieht vor, dass beide Teams mit der gleichen Triebwerks-Ausbaustufe starten werden. Zudem wird eine Gruppe von Renault Ingenieuren Red Bull Racing an der Strecke assistieren. Damit nimmt Renault wieder eine Tradition auf, die bis in das Jahr 1983 zurückreicht. Motoren aus Viry-Châtillon gewannen seitdem 80 Grand Prix für andere Teams.

„Bei der Suche nach mehr Leistung und Zuverlässigkeit können wir von jedem zurückgelegten Kilometer eines Renault Motors profitieren”, kommentierte Denis Chevrier, Head of Engine Track Operations, die Zusammenarbeit. „Trotzdem wird Red Bull Racing für das Renault F1-Team ein Konkurrent wie alle anderen bleiben”, so Chevrier weiter.

Die Fahrer: Mischung aus Erfahrung und Jugend

Mit Giancarlo Fisichella (34) und Heikki Kovalainen (25) ist 2007 eine neue Fahrerkombination am Start. Fisichella ist bereits das dritte Jahr im Renault F1 Team und war maßgeblich am Gewinn der Konstrukteursweltmeisterschaften 2005 und 2006 beteiligt. Zu den Stärken des Italieners gehört seine Erfahrung: Der dreifache Grand-Prix-Gewinner fährt seit 1996 ohne Unterbrechung in der Königsklasse des Motorsports. Fisichella geht optimistisch in die neue Saison: „Das Team versteht es, Siegerautos für den Kampf um den WM-Titel zu bauen. Dieses Jahr wird für mich eine fantastische Gelegenheit bieten, und ich möchte das Beste daraus machen.”

Vom Testfahrer zum Grand-Prix-Piloten

Fisichellas Teamkollege ist Heikki Kovalainen, eines der größten Talente in der Formel 1. Der Finne legte für das Renault F1-Team bereits über 30.000 Kilometer als Testfahrer zurück und bewies darüber hinaus seine rennfahrerischen Qualitäten als Mitglied des Renault Driver Development Programms.

„Es ist ein großes Privileg für einen Neuling, seine Karriere in einem Siegerteam zu starten, und ich möchte dieses Vertrauen rechtfertigen”, sagte Kovalainen. „Diese Saison werde ich noch viel lernen müssen, der größte Druck wird allerdings von mir selbst kommen”, so die Einschätzung des Finnen.

Als neue Testfahrer unterstützen die Brasilianer Nelson Piquet Junior und Ricardo Zonta das Renault F1-Team.

Briatore: Teamgeist zählt

Flavio Briatore, Direktor des Renault F1-Teams, betonte, dass 2007 für die Equipe „kein Übergangsjahr” sei. „Wir haben immer gesagt, dass vor allem das Team den Ausschlag für Erfolg gibt. 2007 bietet uns die Chance, genau dies zu beweisen.”



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