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Formel 1

Großer Preis von Italien, ING Renault F1 Team: Wir müssen voll konzentriert bleiben

05 settembre 2007

Großer Preis von Italien, ING Renault F1 Team:  Wir müssen voll konzentriert bleiben


Nach dem erfolgreichen Einsatz neuer Entwicklungsteile im Renault R27 und viel versprechenden Testfahrten nimmt Renault F1 den Großen Preis von Italien mit neuer Zuversicht in Angriff. „Das Team hat sehr hart gearbeitet und das Auto weiter verbessert”, sagt Renault F1-Pilot Heikki Kovalainen. „Jetzt müssen wir voll konzentriert bleiben, um in Monza einen weiteren Schritt nach vorn zu machen.”

Die 5,793 Kilometer lange Strecke im Königlichen Park von Monza ist der letzte absolute Hochgeschwindigkeitskurs der Formel 1. Mit einem Vollgasanteil von 77 Prozent liegt das Autodromo Nazionale an der Spitze der Formel 1. Auf keiner anderen Rennstrecke stehen die Flügel flacher. Selbst die Schikanen sind keine Bremskurven, sondern müssen aggressiv gefahren werden, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.

Mutige Strategie

Neue Hoffnung für die Zielgerade der Saison schöpfte die Equipe Jaune beim Großen Preis der Türkei. In einem soliden Rennen holte Heikki Kovalainen als Sechster drei weitere WM-Punkte und profitierte dabei von der mutigen Teamstrategie, den ersten Boxenstopp für den Finnen und seinen italienischen Teamkollegen Giancarlo Fisichella deutlich später einzuplanen als seine Rivalen. Ein Schachzug, der sich zumindest für Heikki Kovalainen voll auszahlte.

„Die Startphase war etwas knifflig, doch das Auto zeigte eine gute und konstante Balance, so dass ich schnell meinen Rhythmus fand”, berichtete er. „Das Team hat bei den Boxenstopps bemerkenswerte Arbeit geleistet. Wir wollten zeigen, dass unsere neuen Entwicklungsteile ein echter Fortschritt sind. Das ist uns gelungen. Ich habe das Maximum aus dem Auto herausgeholt, und wenn man noch etwas besser überholen könnte, wäre es vielleicht noch weiter nach vorne gegangen.”

Wichtiger Test

Sein Teamchef Flavio Briatore war sichtlich angetan von dem Auftritt seiner Truppe. „Wir haben nicht den kleinsten Fehler gemacht, und das Team zeigte eine starke Leistung”, sagte er. „Ich habe das Gefühl, dass wir nun wieder auf Kurs liegen. Jetzt können wir sehr viel optimistischer nach Monza reisen.” Bestätigt hat sich diese Einschätzung auch bei den Testfahrten letzte Woche, bei denen erst Testfahrer Nelson Piquet jr. und dann auch Heikki Kovalainen und Giancarlo Fisichella vor allem am Setup und der speziellen Monza-Aerodynamik arbeiteten.

„Eine Woche vor meinem Heimrennen war das ein wichtiger Test”, zeigte sich Giancarlo Fisichella trotz des wechselhaften Wetters zufrieden. „Die Strecke ist ungewöhnlich, nicht nur wegen der hohen Geschwindigkeiten, sondern auch im Umgang mit der Bremse. Umso wichtiger war es, dass ich bei nassen und trockenen Bedingungen gefahren bin. Wir haben, glaube ich, gute Fortschritte für das Rennen erreicht.”

Alte Stärke

In der Fahrerweltmeisterschaft ist Heikki Kovalainen mit seiner starken Vorstellung in Istanbul an seinem Teamkollegen vorbeigezogen, liegt jetzt zwei Punkte vor Giancarlo Fisichella auf dem siebten Platz. Der Italiener ist Achter. In der Konstrukteurswertung konnte sich Renault F1 weiter von seinen Verfolgern absetzen und belegt nach wie vor den vierten Platz. Beeindruckend ist auch in dieser Saison vor allem die Zuverlässigkeit des Renault R27. Heikki Kovalainen und Giancarlo Fisichella kamen bisher in jedem Rennen ins Ziel, was außer ihnen nur die McLaren-Fahrer geschafft haben.

„Unsere Zuverlässigkeit ist sicherlich eine unserer Stärken”, meinte Heikki Kovalainen. „Ich hoffe aber, dass wir schon bald wieder zu einer anderen Stärke zurückfinden, nämlich Rennen zu gewinnen.”

Das Rennen auf einen Blick:

Großer Preis von Italien, 9. September 2007, Autodromo Nazionale di Monza, 13. von 17 Rennen zur Formel-1-Weltmeisterschaft, 53 Runden à 5,793 km = 306,720 km. Rundenrekord: Rubens Barrichello (Ferrari/2004) 1:21,046 Min. (257,320 km/h). Der Große Preis von Italien wird seit 1950 in Monza ausgetragen (einzige Ausnahme: Imola 1980). Erster Sieger: Giuseppe „Nino” Farina, Alfa Romeo, am 3. September 1950. Die meisten Siege: Michael Schumacher holte fünf Siege 1996, 1998, 2000, 2003 und 2006, alle mit Ferrari. Erfolgreichstes Auto: Ferrari mit 17 Siegen. Weitere Infos: www.monzanet.it

Flashback 2006: Sieger: Michael Schumacher, Ferrari. Pole Position: Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes. Schnellste Rennrunde: Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes.

Platzierungen Renault F1: Giancarlo Fisichella 4. Platz – Fernando Alonso Ausfall



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