Formel 1
Renault im Focus: Großer Preis von Belgien - 'Wir blicken nach vorne'
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Mit 7,003 Kilometern ist der Circuit de Spa-Francorchamps nicht nur die längste Grand-Prix-Strecke, sondern auch eine der anspruchsvollsten. Der Achterbahnkurs in der hügeligen Landschaft der Ardennen mit seinen legendären Kurven Eau Rouge und La Source ist das letzte Saurier der Formel 1. In Kombination mit dem wechselhaften Wetter ist die Herausforderung für Fahrer und Teams auf keiner anderen Strecke größer.
Jede Runde am Limit
Im Gegensatz zum Hochgeschwindigkeitskurs von Monza, wo auch der Renault R27 mit einem kompromisslos auf Abtrieb ausgerichteten Aerodynamikpaket angetreten ist, erfordert Spa-Francorchamps ein mittleres Abtriebslevel. Für die Equipe Jaune rechnet Heikki Kovalainen auf der umgebauten Naturrennstrecke mit einem besseren Resultat als beim Großen Preis von Italien, obwohl er dort als Siebter zum neunten Mal in dieser Saison und zum fünften Mal in Folge auf einem Punkterang ins Ziel kam.
Das Rennen im Königlichen Park war für den Finnen trotz eines sehr guten Starts gleichwohl viel schwieriger, als es für die Zuschauer den Anschein hatte. „Ich griff vom Start bis ins Ziel so hart an wie nur möglich und bin jede Runde am absoluten Limit gefahren”, erzählte er und machte kein Hehl aus seinem Ärger darüber, dass er den sechsten Platz, den er über weite Strecken des Rennens behauptete, nicht ins Ziel retten konnte: „Leider fehlte uns über die Renndistanz jenes Quäntchen Schnelligkeit, das für ein noch besseres Ergebnis nötig gewesen wäre.”
Weiterhin enorm motiviert
Den einen WM-Zähler mehr hätte er sich nur zu gerne auf seinem Punktekonto gutschreiben lassen, doch letztlich war er auch so zufrieden: „Niemand hat sich einen Fehler erlaubt – ich nicht und das Team auch nicht. Jeder gab sein Bestes. Uns waren einfach die Hände gebunden.” Sein italienischer Teamkollege Giancarlo Fisichella musste bei seinem Heim-Grand-Prix einem verpatzten Qualifying Tribut zollen, als er von einem Konkurrenten so massiv behindert wurde, dass es für ihn nur zum 15. Startplatz reichte. Im Rennen kam er als Zwölfter ins Ziel.
„Weil die Konkurrenten vor mir alle auf der gleichen Strategie waren, war es praktisch unmöglich, weiter nach vorne zu kommen. Aus diesem Grund haben wir in der Schlussphase des Rennens zurückgesteckt und meinen Motor für Belgien geschont”, sagte Giancarlo Fisichella. Renault F1-Teamchef Flavio Briatore wertete die fehlerfreie Vorstellung des gesamten Teams als ein Indiz dafür, „dass wir weiterhin enorm motiviert sind und enorm hart arbeiten.”
Bei allen Rennen im Ziel
Mit seiner erneuten Punkteankunft hat Heikki Kovalainen seinen siebten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft weiter untermauert. Er liegt jetzt vier Punkte vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella, der als Achter ebenfalls vier Punkte Vorsprung auf seinen stärksten Verfolger hat. In der Konstrukteurswertung belegt Renault F1 weiterhin einen sicheren vierten Platz. Heikki Kovalainen und Giancarlo Fisichella kamen in dieser Saison bisher bei jedem Rennen ins Ziel. In der Zuverlässigkeitstabelle behauptet die Equipe Jaune, zusammen mit McLaren-Mercedes, damit nach wie vor die Spitzenposition.
Pat Symonds hat das Rennen in Monza mit seinen ganz speziellen Anforderungen schnell abgehakt. „Wir blicken nach vorne”, so der Renault F1-Chefingenieur, „und in Spa-Francorchamps sollte es für uns auf jeden Fall wieder besser laufen.”
Das Rennen auf einen Blick:
Großer Preis von Belgien, 16. September 2007, Circuit de Spa-Francorchamps, 14. von 17 Rennen zur Formel 1-Weltmeisterschaft, 44 Runden à 7,003 km = 308,132 km. Rundenrekord: Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes/2004) 1:45,108 Min. (238,931 km/h). Der Große Preis von Belgien wird seit 1950 in Spa-Francorchamps ausgetragen (zwischendurch fand er zehnmal in Zolder und zweimal in Nivelles statt). Erster Sieger: Juan Manuel Fangio, Alfa Romeo, am 18. Juni 1950. Die meisten Siege: Michael Schumacher holte sechs Siege 1992 (Benetton Ford), 1995 (Benetton Renault), 1996, 1997, 2001 und 2003 (alle Ferrari). Erfolgreichste Autos: Ferrari und McLaren mit jeweils 13 Siegen. Weitere Infos: www.spa-francorchamps.be
Flashback 2005 (2006 fand das Rennen nicht statt): Sieger: Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes. Pole Position: Juan Pablo Montoya, McLaren-Mercedes. Schnellste Rennrunde: Ralf Schumacher, Toyota.
Platzierungen Renault F1: Fernando Alonso 2. Platz – Giancarlo Fisichella Ausfall
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