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Formel 1

Renault im Focus: Großer Preis von Australien

11 marzo 2008

Renault im Focus: Großer Preis von Australien

Die Formel 1 gibt wieder Gas: Mit dem Großen Preis von Australien startet sie am Sonntag im Albert Park von Melbourne in die neue Saison. Nach einer intensiven Vorbereitung sieht man bei Renault F1 dem Auftaktrennen voller Zuversicht entgegen. „Wir haben uns anspruchsvolle Ziele gesetzt”, sagt Teamchef Flavio Briatore. „Die Ergebnisse unserer Entwicklungsarbeit sind sehr positiv. Wir haben ein gutes Auto.”

Große Hoffnungen setzt Renault F1 nicht nur auf den neuen R28, sondern auch auf Fernando Alonso. Mit dem Spanier gewann die Equipe Jaune 2005 und 2006 den Weltmeistertitel, und dass die vergangene Saison nicht ganz so erfolgreich war, stört den Rückkehrer nicht. Im Gegenteil. „2004 hatten wir einige Probleme, und ein Jahr später holten wir den Titel. Ich bin sicher, wir können das wieder schaffen”, gibt er sich optimistisch. Sein Vertrauen in sein neues altes Team ist grenzenlos: „Die Jungs wissen, wie das geht. Und ich bin nicht zurückgekommen, um Zehnter zu werden. Das würde mir keinen Spaß machen.”

Immer noch sehr schnell

Auch die Verantwortlichen von Renault F1 legen die Messlatte ein Stück höher. „Wir sollten unter den ersten Drei mitfahren können”, sagt Bob Bell, als Technischer Direktor verantwortlich für das Chassis des Renault R28. Der neue Bolide ist keine Weiterentwicklung des Vorjahresmodells, sondern ein komplett neues Auto mit zahlreichen Innovationen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen: „Wir wollen nicht im Mittelfeld herumfahren, sondern Weltmeisterschaften gewinnen. Deshalb müssen wir regelmäßig um Podestplätze mitfahren.”

Auch er freut sich, Fernando Alonso wieder im Team zu haben. Nach seiner Rückkehr ist der Spanier offensichtlich richtig aufgeblüht. „Er ist wieder ganz der Alte. Er arbeitet sehr, sehr hart und ist hochmotiviert. Und sein Feedback ist so exzellent wie immer”, hat Bob Bell festgestellt. Flavio Briatore stimmt zu: „Er ist voller Enthusiasmus zurückgekehrt. Wir haben jetzt die Verantwortung, ihm das Auto zu geben, das er verdient.”

Große Herausforderung

Mit Nelson Piquet Jr. hat Renault F1 auch vor dieser Saison wieder seinen Testfahrer zum Stammpiloten befördert. Für den Sohn des dreifachen Weltmeisters Nelson Piquet ist das eine große Herausforderung und gleichzeitig eine große Chance, sich an der Seite von Fernando Alonso in der Formel 1 zu etablieren. „Ich muss noch sehr viel lernen”, sagt der Brasilianer, „und ich kann mir keinen besseren Lehrmeister wünschen als Fernando. Er hat schließlich schon zweimal gezeigt, wie man Weltmeister werden kann.”

Das Team glaubt an Nelsinho und will seinem Rookie dabei helfen, die Feuertaufe in der Formel 1 zu bestehen. „Der Erwartungsdruck für einen Neuling in der Formel 1 ist extrem hoch”, so Flavio Briatore. „Er hat sehr viel Talent, aber er wird Zeit brauchen, sich zu entwickeln. Diese Zeit werden wir ihm geben.”

Technische Änderungen

Nachdem die generelle Motorentwicklung schon 2007 auf Eis gelegt wurde, sind in dieser Saison auch Traktionskontrolle und elektronisch gesteuerte Motorbremse verboten. Weitere Neuerungen im Technischen Reglement sind die Einführung einer Einheits-Elektronik (ECU), die Verwendung von Bio-Sprit und die Erhöhung der Cockpitwände zur Verbesserung der Fahrersicherheit. Außerdem muss ein Getriebe künftig vier Rennwochenenden halten.

Die Umsetzung dieser Änderungen stellte die Teams vor keine größeren Probleme. Die volle Konzentration galt deshalb auch bei Renault F1 der Vorbereitung auf den Saisonstart. „Von der Performance her sind wir besser als vor der letzten Saison, auch mit der Zuverlässigkeit sind wir sehr zufrieden”, sagt Renault F1-Chefingenieur Pat Symonds. Flavio Briatore fasst zusammen: „Wir haben ein gutes Auto und einen Weltmeister als Fahrer. Die Situation ist viel versprechend.”

Das Rennen auf einen Blick:

Großer Preis von Australien, 16. März 2008, Albert Park in Melbourne, erstes von 18 Rennen zur Formel 1-Weltmeisterschaft, 58 Runden à 5,303 km = 307,574 km. Rundenrekord: Michael Schumacher (Ferrari/2004) 1:24,125 Min. (226,933 km/h). Der Große Preis von Australien wird seit 1985 ausgetragen. Erster Sieger: Keke Rosberg, Williams-Honda. Die meisten Siege: Michael Schumacher mit vier Siegen 2000, 2001, 2002, 2004 – alle mit Ferrari. Erfolgreichstes Auto: McLaren mit acht Siegen.

Flashback 2007: Sieger: Kimi Räikkönen, Ferrari. Pole Position: Kimi Räikkönen, Ferrari. Schnellste Rennrunde: Kimi Räikkönen, Ferrari.

Renault F1 in Australien: zwei Siege (2006: Fernando Alonso, 2005: Giancarlo Fisichella)



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