Formel 1
Großer Preis von Australien, Honda Racing F1 Team: Vorschau
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Die erste Runde der FIA Formel Eins-Weltmeisterschaft 2008 bringt das Honda Racing F1-Team nach Melbourne im Südosten Australiens. Das 58 Runden lange Rennen findet auf dem Albert Park-Straßenrennkurs statt, der nur zwei Kilometer südlich vom ‚Central Business District‘ von Melbourne liegt.
Der Albert Park ist seit 1996 jedes Jahr Austragungsort des Großen Preises von Australien. Zuvor wurde in Adelaide gefahren. Die Verbindung der Rennstrecke mit der Formel Eins reicht aber weiter zurück als 13 Jahre: hier fanden 1953 und 1956 zwei Formel 1-Rennen statt, die nicht zur Meisterschaft gehörten.
Die 5,3 km lange Strecke führt über öffentliche Straßen, die um den künstlich angelegten Albert Park Lake herum verlaufen. Im Gegensatz zu anderen Straßenkursen wird diese Strecke aber mit relativ hohen Geschwindigkeiten befahren. An drei Stellen erreichen die Wagen 300 km/h, und die Durchschnittsgeschwindigkeit pro Runde beträgt 225 km/h.
ALBERT PARK – DIE TECHNISCHE HERAUSFORDERUNG
Als erstes Rennen des Jahres ist Melbourne eine große technische Herausforderung, da alle Teams zum ersten Mal mit ihren neuen Wagen an den Start gehen. Obwohl das Honda Racing F1-Team bei den Wintertests mehrere Renndistanzen zurückgelegt hat, gibt es keinen Ersatz für die bei einem Rennen gefahrenen Kilometer.
Albert Park ist eine aus technischer Sicht schwierige Rennstrecke, da die Fahrbahn holperig ist – insbesondere an mehreren Stellen, wo die Fahrer abbremsen müssen. Die Belastung für die Bremsen ist groß, und die Fahrbahnoberfläche ist rutschig. Die Haftung des Asphalts verbessert sich während des Rennwochenendes mit zunehmendem Gummiabrieb. Aber sie wird nie so gut sein wie die Haftung, die die Teams während ihrer Wintertests hatten. Folglich gibt es bei der Abstimmung der Wagen ständig Probleme mit Untersteuern und der Bodenhaftung.
Aufgrund der Notwendigkeit, hohe Endgeschwindigkeiten erzielen zu können, werden die Wagen ohne maximalen Abtrieb gefahren. Dadurch verringert sich die Haftung in den vielen Kurven, die im zweiten Gang durchfahren werden. Für die Fahrer wird es schwieriger, mit Vollgas aus den Kurven heraus zu beschleunigen. Als die Antriebsschlupfregelung noch erlaubt war, hatten es die Fahrer im Albert Park leichter. Ohne das System wird das Heck schneller ausbrechen.
Aber Albert Park ist nicht nur aus technischer Sicht eine Herausforderung. Wenn die Schikanen in den Kurven 11 und 12 richtig durchfahren werden, lässt sich viel Zeit sparen. Hier wird Mut noch belohnt.
Vollgas: 69%
Bremsenverschleiß: Mittel bis stark
Abtrieb: Hoch – 8/10
Reifenmischungen: Weich und mittelhart
Reifenverschleiß: Leicht
Durchschnittsgeschwindigkeit: 225 km/h
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