Formel 1
ING Renault F1 beendet turbulenten Australien-GP in den Punkten
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Das ING Renault F1 Team sammelte zum Auftakt der Formel 1-Saison 2008 in einem turbulenten Grand Prix von Australien fünf WM-Zähler. Die verdiente sich Fernando Alonso mit seinem vierten Rang. Die Freude über dieses Resultat wurde getrübt durch den Ausfall von Nelson Piquet im zweiten Renault R28. Ein in der unübersichtlichen Startphase erlittener Schaden führte in der 31. von 58 Runden zum Ausfall.
Nach einem alles andere als wunschgemäß verlaufenen Qualifying nahmen die beiden ING Renault F1 Piloten Fernando Alonso und Nelson Piquet das Rennen von den Plätzen elf und 20 aus in Angriff. Trotz dieser nicht optimalen Ausgangslage zeigte sich das Team optimistisch, WM-Punkte einfahren zu können. Diese Zielsetzung schien umso realistischer, da beide Fahrer während der hektischen Startphase viele Positionen gutmachten. So kehrte Piquet auf Platz 12 aus der ersten Runde zurück, hatte sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits den Schaden im Heckbereich zugezogen, der schließlich zum Ausfall führen sollte.
Alonso glänzte mit einer engagierten Fahrweise, mit er sich durch das Feld arbeitete und sich in der Schlussphase in einem packenden Duell noch Rang vier sicherte. Dabei hatte er zuvor während zwei Safety Car-Phasen zunächst wertvollen Boden verloren. Mit diesem Ergebnis belegt ING Renault F1 nach dem ersten von 18 Saisonläufen mit fünf Punkten den vierten Rang in der Konstrukteurswertung. Bereits am kommenden Wochenende steht in Malaysia der zweite Grand Prix des Jahres auf dem Programm.
Fernando Alonso, vierter Platz
„Das war ein merkwürdiges Rennen mit zahlreichen Überholmanövern, Zwischenfällen und mechanischen Problemen für viele Fahrer. Wir konnten die sich bietenden Möglichkeiten bestmöglich nutzen und den ersten Grand Prix des Jahres mit einem guten Ergebnis beenden. Das ist ein Motivationsschub für das gesamte Team und gibt uns Zuversicht für den weiteren Saisonverlauf. Wir müssen allerdings weiter daran arbeiten, unsere Performance im Qualifying und unseren Speed im Rennen zu steigern. Das heutige Resultat ist nichtsdestotrotz sehr wichtig für uns.”
Nelson Piquet, Ausfall
„Ich hatte einen guten Start und konnte bereits in der ersten Runde einige Plätze gutmachen. Es ging sehr hektisch zu, und ich wurde direkt nach dem Start am Heck getroffen. Der Schaden war so groß, dass ich den ersten Grand Prix meiner Karriere leider nicht beenden konnte. Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich habe an diesem Wochenende viel gelernt. Ich kann es kaum erwarten, am kommenden Wochenende meine Lehrzeit fortzusetzen und hoffentlich ein besseres Ergebnis einzufahren. Den Sepang Circuit kenne ich bereits, so dass es mir dort etwas leichter fallen sollte.”
Flavio Briatore, Geschäftsführender Direktor
„Fernando Alonsos vierter Platz ist ein sehr gutes Omen zum Start der Saison. Er fuhr ein herausragendes Rennen und kämpfte sich von weit hinten durchs Feld. Auch von den beiden Safety Car-Phasen, in denen er weit zurückfiel, ließ er sich nicht aufhalten. Was er zeigte, war wahrlich außergewöhnlich. Ich denke da nur an das spektakuläre Überholmanöver gegen Heikki Kovalainen im McLaren in der Schlussphase des Rennens. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber es ist schön zu sehen, dass auch andere Teams sich noch deutlich verbessern müssen. Nelson Piquets erster Grand Prix war ein schwieriger. Ich bin mir aber sicher, dass es eine wertvolle Erfahrung für ihn war und er in den kommenden Rennen bessere Leistungen wird zeigen können.”
Pat Symonds, Chefingenieur
„Ich fand Fernando Alonsos Leistung heute schlicht klasse. Er machte das Beste aus der Situation – wenn nicht sogar mehr. Die Safety Car-Phasen spielten uns nicht in die Karten. Wir überlegten währenddessen sogar, die Strategie zu ändern. Leider konnten wir vor dem Hintergrund des Reifenverschleißes nicht auf die weichen Pneus setzen und das Rennen mit nur einem Stopp beenden. So litt Fernando in seinem letzten Stint mit den weichen Reifen unter heftigem Körnen an der Vorderachse, das zu einem stark untersteuernden Fahrverhalten führte. Nelson Piquets Pechsträhne an diesem Wochenende setzte sich auch im Rennen fort.
Er wurde im Startgetümmel am Heck getroffen. Der dabei entstandene Schaden beeinflusste das Fahrverhalten maßgeblich. Das erklärt seine langsamen Rundenzeiten und ist wahrscheinlich auch der Grund für seinen Ausfall. Wir analysieren derzeit, was genau passiert ist.”
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