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Formel 1

Honda Racing F1 Team, Eine Runde in Malaysia mit Alex Wurz

21 marzo 2008

Honda Racing F1 Team, Eine Runde in Malaysia mit Alex Wurz


Der zweite Teil unserer Reihe, in der Reservefahrer Alex Wurz vom Honda Racing F1-Team die Rennstrecken erklärt, führt uns ins feuchtwarme Sepang.

„Normalerweise ist es sehr heiß und feucht in Malaysia. Deshalb ist das Rennen dort eine große Herausforderung für die Bremsen, den Motor und die Fahrer. Aber auch die Strecke selbst ist eine große Herausforderung. Deshalb haben die Teams das Wochenende über alle Hände voll zu tun.

Und so fährt es sich auf der Strecke: Vor der ersten Kurve fahren wir im siebten Gang mit rund 310 km/h. Die Haftung auf dem Asphalt ist sehr gut, und man kann sehr spät bremsen, bevor in den dritten Gang geschaltet wird. An dieser Stelle wird das Heck etwas leicht. Dann kommt die 2. Kurve, eine Linkskurve – die langsamste Kurve der Strecke. Sie wird – je nach Getriebeabstimmung - im ersten oder zweiten Gang durchfahren. Die Fahrbahn ist in der Mitte gewölbt, und deshalb ist es ziemlich schwierig, hier die richtige Differentialabstimmung zu finden.

Es folgt eine lange Rechtskurve, die auch bei Regen gut zu durchfahren ist, und dann heißt es bremsen, denn die 4. Kurve, eine Rechtskurve, naht. Im Bremsbereich ist die Strecke sehr uneben und deshalb etwas verzwickt. Aber dann kommt ein wirklich schöner Streckenabschnitt.
Die Kurven 5 und 6 werden im 5. Gang mit 230 km/h durchfahren. Die Einfahrt in Kurve 5 ist nahezu flach, so dass der Fuß auf dem Gaspedal bleiben kann. Es ist aber wichtig, dass der Scheitelpunkt sehr spät durchfahren wird. Es folgt ein direkter Richtungswechsel, und die Gravitationskraft beträgt an diesem Punkt 4,5. Jetzt sollte leicht angebremst werden, um den Wagen in Kurve 6 zu stabilisieren – eine sehr holperige Kurve, in der das Heck sehr leicht wird. Wir sind immer noch 220 – 230 km/h schnell, und die Auslaufzone ist sehr gering – ich liebe diese Stelle!

Dann kommt eine doppelte Rechtskurve, die schnell zum Verhängnis werden kann, wenn man zu schnell ist. Es folgt eine Haarnadelkurve. Sie wird im ersten oder zweiten Gang durchfahren. Die Kurvenausfahrt ist sehr wichtig, da man hier viel Zeit sparen kann.
Dann kommen wir in einen weiteren, zügig zu durchfahrenden Abschnitt, der uns zur vorletzten Kurve führt. Hier wird es sehr schwierig, da wir sehr schnell sind und das Heck sehr leicht wird. Man muss beim Lenken in den zweiten Gang herunterschalten, und der Wagen übersteuert die ganze Zeit. An dieser Stelle ist man leicht zu schnell. Die letzte Kurve ist wieder eine Haarnadelkurve, in der wieder sehr spät aus 300 km/h in den zweiten Gang geschaltet wird.“



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