Formel 1

Ereignisreiches Rennen für das Honda Racing F1-Team in Bahrain

07 aprile 2008

Ereignisreiches Rennen für das Honda Racing F1-Team in Bahrain


Nach einer vielversprechenden Leistung beim gestrigen Qualifying erlebte das Honda Racing F1-Team heute einen frustrierenden Großen Preis von Bahrain. Jenson Button schied bereits im ersten Renndrittel aus, während Rubens Barrichello mit seinem RA108 als Elfter über die Ziellinie fuhr.

Kurz nach dem Start konnte sich Jenson beim Abbremsen vor der ersten Kurve um eine Position auf Rang 8 verbessern. Aber seine Hoffnungen auf eine gute Platzierung wurden schon in der Eröffnungsrunde zunichte gemacht, als ihm ein anderer Wagen ins Heck fuhr. Er musste an die Box, um einen platten Reifen ersetzen zu lassen und fuhr in Position 20 liegend wieder auf die Piste.

„Ich hatte einen guten Start und konnte mich um einige Plätze verbessern. Ich bin mir aber nicht sicher, was dann in der fünften Kurve passiert ist“, erklärte Jenson. „Ein anderer Wagen fuhr mir ins Heck, ich hatte einen Platten und musste an die Box. Damit war mein Rennen bereits in der ersten Runde ruiniert. Nachdem wir die Reifen gewechselt hatten, war die Geschwindigkeit des Wagens wirklich gut, und ich war mit der Balance sehr zufrieden.“

Rubens lag im ersten Drittel des Rennens in 12. Position. Er steckte hinter Giancarlo Fisichella fest, konnte den Force India-Fahrer aber nicht überholen. Schließlich konnte er ihn aber beim ersten Boxenstopp ausstechen. Die beiden Fahrer fuhren in derselben Runde an die Boxen. „Ich habe viel Zeit verloren, aber das Team hat bei meinem ersten Boxenstopp hervorragend gearbeitet und mich vor Fisichella wieder auf die Strecke gebracht. Von da an ließ sich der Wagen gut fahren, und ich konnte den Abstand zu den vor mir fahrenden Wagen verkürzen.“

Jenson fuhr gute Rundenzeiten, nachdem er in der ersten Runde so viel Pech hatte. Es sollte aber nicht sein einziges Problem bleiben, da er in Runde 19 mit David Coulthard kollidierte. Beide Wagen wurden beschädigt, und Jenson fuhr an die Box, um die Fahrzeugnase auszutauschen. Zwei Runden später musste er aber wegen eines umfangreichen Schadens am Fahrzeugheck aufgeben. Jenson über den Unfall:

„Ich habe David ziemlich schnell eingeholt, da er offenbar Probleme hatte. In Kurve acht wollte ich dann an ihm vorbeiziehen. Ich reagierte sofort, als er abbremste und ich eine Lücke sah, in der ich ihn überholen und am Scheitelpunkt der Kurve an ihm vorbeiziehen konnte. Leider fuhr er am Ende der Bremszone wieder auf die Rennlinie, und ich konnte weder ausweichen noch den Wagen rechtzeitig herunterbremsen.“

Rubens fuhr in Runde 42 zum zweiten Mal an die Box und lieferte sich in den letzten 15 Runden ein spannendes Duell mit Fernando Alonso. Schließlich beendete er das Rennen als Elfter – nur 0,6 Sek. hinter dem zweifachen Weltmeister.

„Insgesamt hatten wir ein sehr positives Wochenende in Bahrain,” meinte der Brasilianer. „Der Wagen zeigte die Leistung, die für den Einzug ins 3. Qualifying erforderlich ist, und die Rundenzeiten beim heutigen Rennen sehen auch gut aus. Ich habe meine dritte vollständige Renndistanz der Saison ohne Probleme zurückgelegt, und das zeugt von einer hohen Zuverlässigkeit. Leider war der Wagen heute auf den langen Geraden hier nicht schnell genug, um andere Fahrzeuge überholen zu können. Deshalb konnte ich keine bessere Platzierung erlangen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns mit den neuen Teilen, die wir in den nächsten Rennen einsetzen werden, weiter verbessern und in die Punkte fahren können.“

Das Honda Racing F1-Team hat jetzt eine dreiwöchige Pause, bevor es am 27. April am Großen Preis von Spanien teilnehmen wird. Die RA108-Rennwagen des Teams werden in Kürze in Brackley eintreffen. Es folgt ein viertägiger Test in Barcelona (Spanien), wo das Team die neuesten Aerodynamikteile testen wird. „Natürlich werden sich die meisten anderen Teams auch verbessern,” sagte Teamleiter Ross Brawn. „Wir hoffen aber, dass wir größere Fortschritte machen werden als die anderen. Wir werden außerdem einen Höchstgeschwindigkeitstest in Menorca durchführen, um die neuen Aerodynamikkomponenten in vollem Umfang testen zu können. Wir konnten unsere Geschwindigkeit beim Qualifying und beim Rennen schrittweise verbessern, da wir weiterhin an der Abstimmung arbeiten.“



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