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Rubens Barrichello und Jenson Button nehmen den Austragungsort für den Großen Preis von Spanien unter die Lupe

24 aprile 2008

Rubens Barrichello und Jenson Button nehmen den Austragungsort für den Großen Preis von Spanien unter die Lupe

„Alle Fahrer und alle F1-Teams kennen den Circuit de Catalunya sehr gut, da diese Strecke in den Wintermonaten und während der Saison häufig für Testfahrten genutzt wird,” berichtet Rubens. „Bei den Testfahrten vor dem Großen Preis von Spanien haben wir uns sehr gut auf das Rennwochenende vorbereiten und viele Daten über die Abstimmung und die Reifen sammeln können.“

Die technischen Herausforderungen des Circuit de Catalunya sind jedoch so groß, dass die Schwächen eines schlechten Wagens ebenso zum Vorschein kommen wie die Stärken eines guten Wagens. Auf dieser Strecke muss die gesamte Abstimmung optimal sein, um schnell fahren zu können.

Rubens: „Wetter und Windrichtung wechseln häufig und wirken sich auf die Haftung aus. Deshalb müssen wir bei den Trainingsfahrten noch einiges ändern, um die maximale Leistung des Wagens zu mobilisieren.“

Die Teams führen häufig Testfahrten in Barcelona durch, da diese Strecke von allem etwas zu bieten hat. Die lange Boxengasse erfordert eine effiziente Aerodynamik, es gibt einige sehr schwierige, langsame Kurven mit Steigungen oder Gefällen sowie einige Hochgeschwindigkeitskurven. Wenn ein Wagen hier schnell ist, dann ist er es auch auf den meisten anderen Strecken im Formel 1-Kalender. Aber was ist am wichtigsten, um auf dem Circuit de Catalunya schnelle Rundenzeiten zu fahren?

„Ein guter Abtrieb,” erklärt Jenson. „Man muss sich sicher fühlen, wenn man die Hochgeschwindigkeitskurven durchfährt. Überholmanöver sind auf dieser Strecke eine große Herausforderung, und eine der besten Möglichkeiten ergibt sich bei der Einfahrt in die erste Kurve nach dem Start. Man kann sich dort an anderen Wagen vorbeiquetschen, wenn das Rennen etwas ruhiger läuft, aber es ist sehr schwierig. Die Schikane kann auch gefährlich werden, da sie extrem rutschig ist und nur sehr langsam befahren werden kann. Schon der kleinste Fahrfehler kann einen dort viel Zeit kosten.“

Die Strecke hat in den vergangenen Jahren einige Veränderungen erlebt: vor der letzten Kurve wurde eine Schikane gebaut, um das Tempo der Wagen abzubremsen, und die Strecke erhielt 2006 eine neue Fahrbahndecke. Nachdem die Haftung anfangs deutlich nachließ, wurde der neue Asphalt durch den Gummiabrieb haftfähiger und kann jetzt schneller befahren werden als die alte Decke. Es ergibt sich ein mittelstarker bis starker Welligkeitseffekt auf den Geraden, was ein merkwürdiges Gefühl bei den Fahrern erzeugt, aber interessante Daten liefert.



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