Formel 1

Bmw Sauber F1 Team - Interview mit Bmw Motorsport Direktor Mario Theissen

18 giugno 2008

Was bedeutet dieser Doppelsieg für Sie persönlich und für das BMW Sauber F1 Team?

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: „Montreal war für das BMW Sauber F1 Team eine Premiere. Nun wissen wir alle, wie süß ein Sieg schmeckt, noch dazu ein Doppelsieg. Das war der Lohn für die Begeisterung, das Engagement und die Kompetenz, die unser Team auszeichnet. Die Entscheidung zum Aufbau des Teams liegt keine drei Jahre zurück. Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt und in einem zweijährigen Aufbauprogramm die Voraussetzungen geschaffen, diese auch zu erreichen. Bisher liegen wir voll im Plan. Insofern ist das Ergebnis von Montreal die Bestätigung unserer Arbeit. Die Richtung stimmt, und wir werden den Weg konsequent weiter gehen.“

Durch den Doppelerfolg haben Sie das Saisonziel, ein Rennen zu gewinnen, bereits erreicht. Korrigieren Sie nun die Ziele nach oben?

Theissen: „Unser Ziel für die Saison 2008 war es, aus dem Zweikampf an der Spitze einen Dreikampf zu machen und unser erstes Rennen zu gewinnen. Mit unserem Doppelsieg in Montreal haben wir nach nur sieben Rennen beides erfüllt. Natürlich lehnen wir uns jetzt nicht zurück. Das ganze Team ist hoch motiviert und will den bisherigen Erfolgen weitere hinzufügen. Wir werden deshalb aber nicht unsere Linie verlassen. Das nächste Rennen ist immer das nächste Ziel, auf das wir uns konzentrieren. Eigene Stärken nutzen und bei Fehlern der Konkurrenz zur Stelle sein, so lautet die Devise. Mit dieser Einstellung sehe ich eine gute Chance, die Erwartungen auch in dieser Saison zu übertreffen.“

Sehen Sie Robert oder das BMW Sauber F1 Team als ernsthaften Kandidaten im Kampf um den WM-Titel?

Theissen: „Wer nach sieben Rennen an der Spitze der Fahrerwertung liegt, der steht dort nicht durch Zufall. Team und Fahrer haben sich über zwei Jahre sukzessive an die Spitze herangearbeitet. Wir werden jetzt sicher nicht nachlassen, sondern richtig Gas geben. Über das Resultat unterhalten wir uns dann bei Saisonende.“

Wo stehen Sie mit den Fahrerverhandlungen für das nächste Jahr?

Theissen: „Gute Ergebnisse wecken Begehrlichkeiten. Andere Teams denken, das liegt am Fahrer. Und andere Fahrer denken, es liegt am Auto. Was die Fahrersituation in unserem Team für 2009 angeht, haben wir mit unseren Gesprächen keine Eile. Wir werden diesbezüglich keine Zwischenstände abgeben, sondern nur Fakten kommunizieren.“

Sie haben nun Chancen, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Werden Sie Ressourcen von der Entwicklung des F1.09 abziehen, um den F1.08 noch schneller zu machen?

Theissen: „Der Anspruch ist natürlich, in der laufenden Saison mit dem Entwicklungstempo der großen Teams Schritt zu halten und gleichzeitig die Konzeptarbeit am F1.09 voranzutreiben. Wir werden dazu vor allem im Bereich Aerodynamik die verfügbare Kapazität sehr genau und themenbezogen einteilen.“



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