Formel 1

Große Preis von Großbritannien, ING Renault F1 Team: Chancen nicht genutzt

06 luglio 2008

Der Große Preis von Großbritannien endete für das ING Renault F1 Team mit Rang sechs für Fernando Alonso. Nelson Piquet im zweiten Renault R28 schied nach einem Fahrfehler vorzeitig aus.

Schwierige Bedingungen mit immer wieder einsetzendem starken Regen erwarteten die Formel 1-Piloten in Silverstone, dem in der Grafschaft Northamptonshire gelegenen Austragungsort des Grand Prix von England. Mit Fernando Alonso und Nelson Piquet nahmen beide Fahrer des ING Renault F1 Teams das Rennen auf Regenreifen in Angriff und lieferten zu Beginn des neunten Saisonlaufs eine starke Vorstellung ab.

Während seines ersten von zwei planmäßigen Boxenstopps entschied sich Alonso in Runde 20 gegen neue Pneus – im Gegensatz zu seinem jungen Teamkollegen, der wenige Umläufe später zum Tankhalt hereinkam und auf neuen Reifen auf die Strecke zurückkehrte. Neue heftige Niederschläge durchkreuzten die Strategie des zweifachen Weltmeisters jedoch. Der Spanier zog seinen zweiten Stopp in Runde 26 vor und ließ ebenfalls neue Regenspezialisten montieren.

Die extremen Wetterbedingungen lösten zahlreiche Dreher und Abflüge aus, auch Piquet wurde im Streckenabschnitt „Abbey” ein Opfer von Aquaplaning und stellte seinen Rennwagen im Kiesbett ab. Alonso hielt seinen Renault R28 auf der Strecke, verlor aber viel Zeit und fiel bis zum Fallen der Zielflagge auf den sechsten Rang zurück. Damit sicherte er dem französisch-britischen Werksrennstall immer noch drei wichtige Punkte in der Konstrukteurswertung.

Die Aufmerksamkeit des Teams gilt jetzt bereits dem in 14 Tagen bevorstehenden Großen Preis von Deutschland inklusive der Testfahrten, die in der kommenden Woche auf der badischen Rennstrecke auf dem Programm stehen.

Fernando Alonso, Platz 6

„Ich hatte ja gesagt, dass alles möglich ist, wenn es in Silverstone regnet – genau dieser Fall ist heute eingetreten. Leider haben meine Reifen jeweils sehr schnell abgebaut, im Ziel ähnelte der zweite Satz praktisch profillosen Slicks. Dadurch habe ich in bestimmten Abschnitten der Strecke viel Zeit eingebüßt. Dabei wäre für uns durchaus ein besseres Ergebnis im Rahmen des Möglichen gewesen. Am Ende sprangen für uns drei WM-Punkte heraus, die können in der WM-Wertung noch von besonderer Bedeutung sein.”

Nelson Piquet, Ausfall

„Ich bin sehr enttäuscht über meinen Ausrutscher. Der Renault R28 fühlte sich prima an, unsere Strategie war perfekt, und wir fuhren bereits einem tollen Ergebnis entgegen. Doch als extremer Regen einsetzte, wurde die Strecke praktisch geflutet. Dies erwies sich nicht nur in den Kurven als überaus problematisch, selbst auf den Geraden geriet der Wagen immer wieder außer Kontrolle, weil er einfach aufschwamm – ich konnte nichts machen. Wir müssen die guten Aspekte dieses Grands Prix in den Vordergrund rücken: Der Renault R28 zeigte sich überaus konkurrenzfähig. Diese Erkenntnis nehmen wir mit nach Hockenheim.”

Flavio Briatore, Geschäftsführender Direktor

„Einmal mehr haben wir ein Rennen erlebt, das überaus viel versprechend aussah, aber wir konnten unsere Chancen erneut nicht nutzen. Das erste Renndrittel bewies, dass Fernando Alonso und Nelson Piquet konkurrenzfähig unterwegs waren. Auf diesem Potenzial müssen wir in der zweiten Saisonhälfte weiter aufbauen.”

Pat Symonds, Leitender Ingenieur

„Unser Auftritt zu Beginn des Rennens war ordentlich, doch es erwies sich definitiv als Fehler, bei Fernando Alonsos erstem Boxenstopp die Räder nicht zu wechseln. Später konnten wir das Tempo der Konkurrenz nicht mehr mitgehen – warum dies so war, müssen wir jetzt gründlich analysieren.”



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