Formel 1
Honda Racing F1 Team: Eng beieinander liegende Zeiten beim Qualifying in Deutschland
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Hockenheim war heute Schauplatz der erbittertsten Qualifying-Läufe der bisherigen Saison. Die Teams lagen im 1. Qualifying um insgesamt nur zwei Sekunden auseinander, und das Honda Racing F1-Team konnte seine RA108-Rennwagen nach jeder Runde verbessern. Jenson Button qualifizierte sich für die Startposition 14, während Rubens Barrichello beim morgigen Großen Preis von Deutschland aus Position 18 starten wird.
Die Reifenhaftung änderte sich zwischen dem letzten Training am Morgen und dem Beginn des Qualifyings beträchtlich. Hauptursache war der kräftige Wind. Beide Honda-Fahrer fuhren deshalb im 1. Qualifying schon früh auf die Strecke, um zu sehen, welche Änderungen an ihren Wagen vorgenommen werden mussten. Sie erzielten ihre schnellsten Rundenzeiten gegen Ende des 1. Qualifying-Laufs. Jenson erzielt mit seiner Zeit von 1:15,993 den 15. Platz und verpasste die schnellsten 10 um nur 0,1 Sekunden. Rubens war nur 0,2 Sek. langsamer als sein Teamkamerad, musste aber mit Position 18 vorlieb nehmen.
Jenson gelangte ins 2. Qualifying und fuhr zweimal auf die Strecke, wobei er sich mit jeder Runde verbessern konnte. Seine beste Rundenzeit von 1:15.701 sicherte ihm Position 14. Er verpasste die schnellsten 10 um nur 0,3 Sek. Das Team wird sich jetzt auf seine Strategie für das morgige Rennen konzentrieren, das aus 67 spannenden Runden bestehen wird.
„Wir haben heute das Beste aus dem Wagen herausgeholt“, meinte Jenson. „Es ist aber natürlich frustrierend, dass wir es nicht geschafft haben, eine komplette Runde problemlos zurückzulegen. Bei meiner ersten Fahrt im 2. Qualifying hatte ich im letzten Abschnitt Probleme mit den Reifen. Deshalb haben wir bei meiner zweiten Fahrt versucht, nach ihnen zu sehen. Leider ließen sie sich infolgedessen im ersten Abschnitt nicht so gut fahren, und ich habe deshalb in der halben Runde gegenüber meiner besten Zeit zwei Zehntel Sekunden verloren. Sobald die Reifen im mittleren Abschnitt richtig gepackt haben, konnte ich aber die Zeit wieder gutmachen und meine Rundenzeit verbessern. Folglich bin ich etwas enttäuscht. Wir haben uns aber beim heutigen Qualifying stetig verbessern können und das ganze Wochenende über gearbeitet. Das ist ein schönes Gefühl, da ich in den vergangenen Wochen mit dem Wagen nicht wirklich zufrieden war.“
„Das letzte Mal, als ich in Hockenheim aus Position 18 gestartet bin, habe ich das Rennen gewonnen. Das war 2000, und folglich weiß man nie, wie sich die Dinge entwickeln werden!” sagte Rubens. „Ich muss zugeben, dass der Wagen heute in einem eng umkämpften Mittelfeld einfach nicht schnell genug war. Wir haben im ersten Abschnitt einige Zehntelsekunden verloren. Aber vor allem der lange mittlere Abschnitt hat uns viel Zeit gekostet. Wir müssen wegen der Geraden Kompromisse bei der Abtriebsabstimmung machen, und das wird sich auf den dritten Abschnitt durch den Stadionkomplex auswirken. Deshalb ist es schwierig, eine durchweg gute Rundenzeit zu erzielen. Wir liegen sehr eng an der Leistungsgrenze des Wagens, und wenn man nicht alles aus dem Wagen herausholt, kann man viele Plätze verlieren. Und genau das ist heute passiert. Ich weiß nicht, ob es morgen regnen wird. Aber Regen wäre gut, damit wir ein gutes Rennen fahren können.“
Head of Race & Test Engineering Steve Clark wird versuchen, alle Chancen zu nutzen, die sich bei dem erwartungsgemäß harten Rennen ergeben werden: „Da beide Wagen von ziemlich weit hinten aus starten werden, besteht ein erhöhtes Unfallrisiko in der ersten Runde, und es wird schwierig sein, die Positionen zu verbessern. Wir erwarten für das morgige Rennen keinen Regen. Deshalb müssen die Fahrer geduldig sein und die Chancen nutzen, die sich während des Rennens bieten können. Die Strecke war bisher an diesem Wochenende sehr wechselhaft, und es gab einige Fahrfehler. Deshalb und aufgrund der Tatsache, dass das Mittelfeld sehr eng beieinander liegt, werden viele Wagen um Punkteränge kämpfen.“
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