Formel 1

Großer Preis von Europa, Bmw Sauber F1 Team: Rennen

25 agosto 2008

Großer Preis von Europa, Bmw Sauber F1 Team: Rennen


Robert Kubica holte bei der Formel-1-Premiere in Valencia den achten Podiumsplatz der Saison für das BMW Sauber F1 Team. Der Pole war als Dritter gestartet und kam beim Großen Preis von Europa auch als Dritter ins Ziel. Er war damit zum fünften Mal in dieser Saison bei der Siegerehrung dabei. Teamkollege Nick Heidfeld rutschte schon nach dem Start von Platz acht auf Position neun ab und blieb ohne WM-Punkte.

Robert Kubica: 3.
BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.39,330 min in Rd. 38 (viertschnellste insgesamt)
„Mein Start war ziemlich gut, aber in Kurve eins bin ich über den Randstein gefahren, und Lewis Hamilton hat mir die Tür zugemacht. In der zweiten Kurve wollte ich ihn überholen, sah dann aber Felipe Massa sehr früh bremsen. Es wäre zu risikoreich gewesen, den Bremspunkt zu überfahren und ihn eventuell zu rammen. Während der folgenden Runden war ich stets etwas langsamer als Lewis. Plötzlich sah ich eine Plastiktüte herumfliegen. Ich konnte nicht ausweichen, und sie hat sich unter dem Auto festgeklemmt. In zwei Kurven konnte ich kaum lenken, das war extrem gefährlich. Zum Glück ist der größte Teil der Tüte bald weggeflogen, aber mein Vertrauen ins Fahrverhalten war erstmal sehr reduziert. Ich habe rund drei Sekunden verloren. Letztlich kam ich als Dritter ins Ziel, und ich denke, dass ich den Grundstein dafür gestern mit meinem Qualifyingergebnis gelegt habe.“

Nick Heidfeld: 9.
BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.39,526 min in Rd. 57 (siebtschnellste insgesamt)
„Das war eines der schlimmsten Rennen für mich. Es ist eine Katastrophe, mit einem Auto auf Platz neun zu landen, das offensichtlich gut genug für Platz drei ist. Nach dem Qualifying war ich recht zuversichtlich, man hat ja gesehen, dass es geht. Aber eben nicht immer. Mit den härteren Reifen in den ersten beiden Stints hatte ich große Probleme, mit den weichen am Schluss ging es besser. Ich habe nach dem Start einen Platz verloren und hatte später keine Chance, Positionen gutzumachen. Der Speed hat gefehlt.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Zunächst einmal ein Riesenkompliment an die Organisatoren und Veranstalter zu einer gelungenen Premiere: Das Ambiente hier in der Stadt und auf dem Kurs rund um den Hafen ist phantastisch. Valencia gehört ab sofort zu den Höhepunkten der Saison. Natürlich ist es für uns schön, wieder zurück auf dem Podium zu sein. Für Robert ist es bereits das fünfte Mal in der laufenden Saison. Er ist ein starkes Rennen gefahren. In den ersten Runden hatte er Probleme, als sich eine herumfliegende Plastiktüte am Auto verfangen und das Handling beeinflusst hat. Abgesehen davon liefen beide Autos störungsfrei. Auch die Boxenstopps haben einwandfrei funktioniert. Als Achter hatte Nick keine gute Ausgangsposition. Wir hatten gehofft, dass er beim Start einen oder zwei Plätze gut machen würde. Leider ist er im Gedränge jedoch um einen Rang zurück gefallen. Damit war für ihn das Rennen gelaufen.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Das war ein Rennen ohne allzu große Aufreger. Den spannendsten Moment gab es für uns zu Beginn, als Robert über Funk meldete, dass er ein Problem habe. Wir konnten an den Telemetrie-Daten ablesen, dass sein Auto deutlich Abtrieb verlor. Das rührte von einer Plastiktüte her, die am Unterboden hing. Beim ersten Boxenstopp konnten wir diese dann entfernen, danach war wieder alles in Ordnung. Beim Start hätte Robert es beinahe geschafft, Lewis Hamilton zu überholen, doch es hat nicht ganz gereicht. Danach fuhr er ein konstantes, gutes Rennen, das ihm letztlich den dritten Platz einbrachte. Nick war vom achten Startplatz aus losgefahren, demzufolge hatten wir erwartet, dass er WM-Punkte holen könnte. Aber sein Tempo war ganz einfach zu langsam. Natürlich freuen wir uns über den dritten Platz von Robert, aber insgesamt hatten wir auf eine bessere Punkteausbeute für das Team gehofft.“

Test in Monza: 27. und 28.08. Nick Heidfeld, 29.08. Robert Kubica



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