Formel 1

Renault F1 im Focus: Großer Preis von Belgien: 'Wir schauen nach vorne'

01 settembre 2008

Renault F1 im Focus: Großer Preis von Belgien: ''Wir schauen nach vorne''


Nach dem Ausfall von Fernando Alonso in der ersten Runde seines Heimrennens in Valencia will sich Renault F1 die verlorenen Punkte beim Großen Preis von Belgien zurückholen. „Auf dieser Strecke wird Fernando noch mehr Druck machen”, sagt Renault F1-Teammanager Steve Nielsen vor dem Rennen in Spa-Francorchamps. „Ich bin sicher, dass wir ein respektables Ergebnis erzielen können.”

Die traditionsreiche Rennstrecke in den Ardennen ist mit 7,004 Kilo- metern nicht nur die längste im Grand Prix-Kalender, sondern auch eine der anspruchsvollsten. Eine aufregende Berg- und Talbahn mit legendären Streckenabschnitten wie der Mut-Kurve Eau Rouge, die Spa-Francorchamps für jeden Rennfahrer zu einer der größten Herausforderungen machen.

Ein Sieg in Belgien fehlt Fernando Alonso noch in seiner Sammlung – 2005 wurde er mit Renault Zweiter.

Konzentration auf Spa

Die Formel 1-Premiere auf dem Stadtkurs im Hafenviertel von Valencia war für Renault F1, so Teamchef Flavio Briatore, „ein Rennen zum Vergessen.” Fernando Alonso musste nach einer unverschuldeten Kollision mit dem Williams von Kazuki Nakajima, bei der er seinen Heckflügel verlor, schon in der ersten Runde aufgeben. Auch der elfte Platz von Nelson Piquet jr., der auf der neuen Strecke zu lange brauchte, um auf richtig schnelle Rundenzeiten zu kommen, war verständlicherweise kein echter Trost.

„Ich hatte natürlich auf ein besonderes Ergebnis gehofft, vor allem, weil ich hier von so vielen Fans unterstützt wurde. Jetzt müssen wir uns auf das Rennen in Spa konzentrieren und versuchen, es dort besser zu machen”, sagte Fernando Alonso. Pat Symonds, der Chefingenieur von Renault F1, meinte: „Es war enttäuschend, diese wunderbare Strecke ohne Punkte verlassen zu müssen. Trotzdem müssen wir jetzt nach vorne schauen. Das Rennen in Spa ist eine gute Gelegenheit, diese Scharte auszuwetzen.”

Hohes Entwicklungstempo

Die Moral der Equipe Jaune ist trotz der Nullnummer von Valencia ungebrochen. „Wir sind alle sehr stolz auf die Fortschritte, die wir in dieser Saison schon erzielt haben”, sagt Pat Symonds. „Wir können guten Gewissens sagen, dass wir in den einzelnen Bereichen schneller entwickelt haben als alle anderen, mit Ausnahme vielleicht von McLaren.” Diese Anstrengungen zur Verbesserung des Renault R28 haben sich gelohnt. „Wir haben jetzt ein Auto, das auf allen Strecken-Typen ziemlich gut funktioniert, auch in Spa. Fernando fühlt sich auf dieser schwierigen Strecke sehr wohl. Das ist der Vorteil, den wir für uns nutzen müssen.”

Das Saisonziel von Renault F1 ist nach wie vor der vierte Platz in der Konstrukteurswertung. Als härtester Konkurrent im Kampf um diese Position hat sich in den letzten Rennen Toyota herauskristallisiert. Die Zuversicht, das gesteckte Ziel zu erreichen, ist auch nach Valencia groß. „Ich glaube absolut, dass wir Toyota schlagen können, dass wir ein fundamental besseres Auto und ein besseres Team haben”, gibt sich Pat Symonds zuversichtlich, warnt aber vor zu großer Euphorie: „Es wird auf keinen Fall leicht werden.”

Verstärkte Anstrengungen

Auf der Zielgeraden der alten Saison haben die Teams traditionell schon die neue im Blick. Auch für Renault F1 werden die restlichen Rennen des Formel 1-Jahres, so Pat Symonds, „ein Balanceakt zwischen der Weiterentwicklung des aktuellen R28 und der Vorbereitung des Autos für 2009.” Dass die Equipe Jaune noch nicht aufgegeben hat, unterstreicht er nicht zuletzt durch die Ankündigung eines größeren Entwicklungspakets für das erste Formel 1-Rennen in Singapur am 28. September. „Wir wissen, dass es ein harter Kampf werden wird, aber wir sind entschlossen, uns diesen vierten Rang zu holen.”

Auch Flavio Briatore verliert das Saisonziel nicht aus den Augen. Im Gegenteil: „Wir geben nicht auf”, sagt er, „sondern werden unsere Anstrengungen jetzt noch verstärken.”

Das Rennen auf einen Blick:

Großer Preis von Belgien, 7. September 2008, Spa-Francorchamps, 13. von 18 Rennen zur Formel 1-Weltmeisterschaft, 44 Runden à 7,004 km = 308,176 km. Rundenrekord: Felipe Massa (Ferrari/2007) 1:48,036 Min. (233,338 km/h). Der Große Preis von Belgien wird seit 1950 ausgetragen. Erster Sieger: Juan Manuel Fangio, Alfa Romeo, am 18. Juni 1950 in Spa-Francorchamps. Erfolgreichster Fahrer: Michael Schumacher mit sechs Siegen – 1992 mit Benetton-Ford, 1995 mit Benetton-Renault, 1996, 1997, 2001 und 2002 mit Ferrari. Erfolgreichstes Auto: Ferrari mit 13 Siegen. Weitere Infos: www.spafrancorchamps.be

Flashback 2007: Sieger: Kimi Räikkönen, Ferrari. Pole Position: Kimi Räikkönen, Ferrari. Schnellste Rennrunde: Felipe Massa, Ferrari.

Renault F1 in Belgien: fünf Siege – 1995 Michael Schumacher (Benetton-Renault), 1994/93 Damon Hill (Williams-Renault), 1985 Ayrton Senna (Lotus-Renault Turbo), 1983 Alain Prost (Renault Turbo)



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