Formel 1
Großen Preis von Belgien, Honda Racing F1 Team: Hartes Rennen in Spa
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Jenson Button kam heute Nachmittag beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps als einziges Fahrer des Honda Racing F1-Teams ins Ziel. Der britische Fahrer fuhr als 15. über die Ziellinie, während sein Teamkamerad Rubens Barrichello kurz vor Hälfte des Rennens wegen eines Getriebeproblems ausschied.
Das Wetter spielte eine bedeutende Rolle bei den Ergebnissen des Rennens. Da es vor Beginn des Rennens regnete, mussten die ersten Runden auf nasser Fahrbahn zurückgelegt werden. Rubens und Jenson arbeiteten sich in der 1. Kurve an den vor ihnen liegenden, schleudernden Wagen vorbei und konnten sich auf die Positionen 15 und 16 verbessern.
Nach einigen Runden bildete sich auf der Rennstrecke eine trockene Fahrlinie. Die beiden Fahrer konnten ihre Rundenzeiten verbessern und begannen damit, den Abstand zu dem vor ihnen liegenden Jarno Trulli zu verringern. In Runde 10 konnte Rubens Trulli überholen und sich auf Platz 14 verbessern. In Runde 15 lag er in Position 12. Eine bessere Position konnte der Brasilianer aber nicht erzielen, da der 6. Gang ausfiel und er kurz darauf bei seinem ersten Boxenstopp aufgeben musste.
„Das Rennen lief anfangs recht gut für mich. Aber dann fiel leider der 6. Gang aus, kurz nachdem ich Trulli überholt hatte,” berichtete Rubens. „Ich versuchte, trotzdem weiterzufahren. Aber bei diesem Getriebe muss man den 6. Gang einlegen, bevor man in den 7. Gang schalten kann. Der Motor drehte zu hoch, und es bestand die Gefahr eines schweren Schadens. Das Team beschloss, den Wagen aus dem Rennen zu nehmen. Es war nämlich mein erstes Rennen mit diesem Motor, und ich muss ihn auch am nächsten Wochenende in Monza fahren. Insgesamt war es kein gutes Wochenende.“
Jenson hatte inzwischen beschlossen, nur einen Boxenstopp in Runde 22 einzulegen. Aber als der Regen drei Runden vor Ende einsetzte, fuhr er erneut an die Box und ließ in der vorletzten Runde Regenreifen aufziehen. Er fuhr als 15. ins Ziel.
„Es war ein hartes Wochenende, und die Leistungsfähigkeit des Wagens hier in Spa war weitaus geringer, als ich erwartet hatte“, sagte Jenson. „Der Wagen ließ sich im ersten Renndrittel nicht gut fahren, da Reifenhaftung und Balance schlecht waren. Als ich an die Box fuhr und Hauptreifen aufziehen ließ, änderten wir den Frontflügel, da ich diese Maßnahme für erforderlich hielt. Da ich aber gestern nicht die Möglichkeit hatte, die beiden Reifen miteinander zu vergleichen, war die Änderung an der Front nicht gut. Auch der Reifendruck an den Hinterrädern war zu niedrig, und der Wagen ließ sich nur sehr schwer fahren.“
„Rubens hat sich wacker geschlagen, als er fast zehn Runden lang im 6. Gang gefahren ist,” sagte Ross Brawn. „Wir bemerkten aber, dass sich das Getriebeproblem verschlimmerte und wir bei einer Weiterfahrt eine Schädigung von Motor und Getriebe in Kauf nahmen – und der Motor war vor diesem Rennen neu eingebaut worden. Da Jenson in dieser Zeit hinter Rubens fuhr, verlor er den Kontakt zu den Wagen, gegen die er antrat. Jenson ist bis zu seinem geplanten Boxenstopp eine gute Geschwindigkeit gefahren, hatte aber Probleme, nachdem er die Hauptreifen aufgezogen hatte.“
Das Honda Racing F1-Team fährt jetzt nach Mailand, um am letzten Rennen in Europa, dem Großen Preis von Italien am 14. September, teilzunehmen.
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