Formel 1

GP Japan, Bmw Sauber F1 Team: Rennen

12 ottobre 2008

GP Japan, Bmw Sauber F1 Team: Rennen


Beim Großen Preis von Japan holte das BMW Sauber F1 Team seinen elften Pokal in der Saison 2008. Robert Kubica wurde in Fuji von Startplatz sechs aus Zweiter. Der Pole stand nun zum siebten Mal in diesem Jahr auf dem Podium, zum dritten Mal wurde er Zweiter. Nick Heidfeld, der als 16. gestartet war, verbesserte sich auf Platz zehn in einem extrem spannenden Grand Prix, bei dem die direkten Titelanwärter schon gleich nach dem Start zurückfielen. In der WM-Gesamtwertung ist das BMW Sauber F1 Team Dritter mit 13 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Ferrari.

Robert Kubica: 2.
BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.19,292 min in Rd. 16 (siebtschnellste insgesamt)
„Mein Start war gut, aber die Kupplung rutschte dann etwas, und deshalb konnte Jarno Trulli mich auf der Geraden überholen. Vor der ersten Kurve habe ich mich für die Innenbahn entschieden und sehr spät gebremst. Zu spät – die Vorderräder haben blockiert. Aber dann sind alle in einem großen Bogen nach außen gefahren, während ich mehr oder weniger auf meiner Linie blieb. Nach der zweiten Kurve lag ich in Führung. Ich habe versucht, einen Vorsprung rauszufahren, das ging aber nicht. Meine Reifen haben gekörnt, und vor allem im letzten Sektor habe ich Zeit verloren. Ich habe alles gegeben, aber nach dem Boxenstopp war Fernando Alonso vor mir, und ich konnte sein Tempo nicht mitgehen. Zu Beginn des letzten Stints haben die Reifen extrem gekörnt, meine Rundenzeiten waren schlecht. So kam ich unter Druck von Kimi Räikkönen. Wir hatten einen tollen Kampf. Einmal war er in Kurve zwei neben mir, aber ich war innen, habe nicht nachgegeben und konnte ihn hinter mir halten. Nach ein paar Runden haben sich die Reifen erholt, und ich konnte wieder mein normales Tempo fahren. Es ist ein großartiges Ergebnis für das Team in einer nicht ganz einfachen Zeit. Wir haben uns zuletzt schwer getan und sind unter Druck von einigen Teams geraten. Dieser zweite Platz ist super für die Moral. Wir haben jetzt nichts mehr zu verlieren, aber es ist noch alles möglich.“

Nick Heidfeld: 10.
BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.19,461 min in Rd. 67 (achtschnellste insgesamt)
„Verglichen mit den Williams vor mir war mein Start gut, aber die beiden Honda hinter mir kamen noch besser weg. In der ersten Kurve herrschte ein solches Verkehrschaos, dass man froh sein konnte, da unbeschadet durchzukommen. Für mich war der schönste Moment des Rennens, als ich in Runde vier zwei Autos gleichzeitig überholen konnte. Ich war auf einer Ein-Stopp-Strategie und habe als Vorletzter von den Ein-Stoppern getankt. Entsprechend schwer und schwierig zu fahren war mein Auto. Ich freue mich jetzt auf das Rennen nächstes Wochenende in Shanghai, wo wir schon im Qualifying besser abschneiden sollten.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das war eine ganz starke Vorstellung von Robert. Im Durcheinander in Kurve eins hat er die Führung übernommen. Anschließend musste er nur Fernando Alonso ziehen lassen und konnte am Ende nach hartem Kampf Kimi Räikkönen hinter sich halten. Für unser Team war dies bereits der elfte Podestplatz der Saison, Robert hat es 2008 schon zum siebten Mal auf das Podium geschafft. Auch Nick hat sich von seinem 16. Startplatz gut nach vorne gearbeitet, blieb am Ende als Zehnter jedoch ohne Punkte. Wir freuen uns nun auf ein spannendes Saisonfinale in China und Brasilien.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Das war entgegen vieler Prophezeiungen ein aufregendes Rennen. Robert hat beim Start das Maximum herausgeholt und sich mit etwas Glück und viel Geschick an die Spitze gesetzt und das Rennen dann bis zum ersten Boxenstopp angeführt. Anschließend konnten wir die Rundenzeiten von Fernando Alonso nicht mitgehen. Im letzten Renndrittel hat Robert dann die Attacken von Kimi Räikkönen clever und fair abgewehrt und sich seinen siebten Podestplatz in dieser Saison redlich verdient. Das war wirklich eine erstklassige Vorstellung. Nick hat sich mit einer Ein-Stopp-Strategie auf Platz zehn vorgearbeitet. Mehr war für ihn leider aufgrund seiner schlechten Ausgangsposition nicht drin.“



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