Formel 1
Großer Preis von Brasilien, Honda Racing F1 Team: 13. und 15. Platz in spannendem Finale
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Die Formel 1-Weltmeisterschaft 2008 ging heute Nachmittag in Brasilien zu Ende. Die RA108-Rennwagen des Honda Racing F1-Teams erzielten die Positionen 13 und 15. Somit kamen die Rennwagen des Teams zum 10. Mal in diesem Jahr beide ins Ziel.
Vor dem spannenden Saisonfinale wurde über den Ausgang noch heftig diskutiert. Der Start musste jedoch wegen eines Regenschauers verschoben werden, und die Wagen erhielten Regenreifen. Beide Honda-Fahrer kamen beim Start gut weg und problemlos durch die erste Kurve, in der David Coulthard seinen letzten Grand Prix im Kiesbett beendete und das Safety Car auf die Strecke rief.
Das Rennen wurde zu Beginn der fünften Runden wieder freigegeben. Rubens Barrichello lag in Position 11, Jenson Button in Position 14. Rubens verlor in Runde sechs eine Position an Nick Heidfeld. In der folgenden Runde war Jenson einer der ersten Fahrer, der an der Box Trockenreifen aufziehen ließ. Rubens wechselte seine Reifen in Runde neun, und die Honda-Fahrer befanden sich im mittleren Renndrittel im Mittelfeld.
Jenson fuhr in Runde 33 zum zweiten Mal an die Box und reihte sich als 15. wieder ein. Rubens fuhr in Runde 40 zum zweiten Mal an die Box und kam direkt vor Jenson wieder auf die Strecke. In Runde 43 konnte Jenson in der 1. Kurve an Rubens vorbeiziehen. In diesen Positionen blieben die beiden, bis Jenson in Runde 56 zum dritten Mal an die Box fuhr.
Rubens fuhr in Runde 64 zum letzten geplanten Stopp an die Box, als es erneut zu regnen begann. Jenson folgte eine Runde später, und beide Wagen erhielten Extremregenreifen. Nur vier Runden vor Ende des Rennens musste Rubens erneut an die Box. Seine Reifen waren völlig überhitzt, da sie für das Wetter nicht geeignet waren. Die Boxencrew hatte heute viel zu tun und glänzte durch acht fehlerfreie Boxenstopps.
„Ich hatte einen guten Start und konnte mich in den ersten Kurven um drei Positionen verbessern,” sagte Jenson.„Leider wurden wir anschließend von langsameren Fahrzeugen aufgehalten. Wir führten außerplanmäßige Änderungen an meiner Strategie durch: ich sollte früher an die Box und mit einer Drei-Stopp-Strategie fahren, um dem dichten Verkehr zu entgehen. Als ich freie Fahrt hatte, war die Leistung des Wagens eigentlich nicht schlecht. Leider zahlte sich die Strategie für uns jedoch nicht wirklich aus. Wir mussten dann gegen Ende des Rennens Regenreifen aufziehen lassen, aber die Extremregenreifen brachten uns nicht die erhoffte Leistung.”
„Es war ein verrücktes Rennen, und das Wetter hatte heute großen Einfluss auf das Ergebnis“, sagte Lokalheld Rubens. „Im Hinblick auf die Leistung des Wagens sind wir ein gutes Rennen gefahren, und vor dem letzten Boxenstopp befand ich mich nur knapp außerhalb der besten 10. Als es kurz vor Ende des Rennens anfing zu regnen, gingen wir ein Risiko ein und montierten die Extremregenreifen, weil wir dachten, sie würden sich bei dem besonders heftigen Regen auszahlen. Wir hatten aber Pech, und ich fiel ein paar Plätze zurück. Ich musste nur drei Runden später erneut an die Box, da die Reifen völlig überhitzten.“
„Der unerwartete Schauer kurz vor dem Start war bezeichnend für den weiteren Verlauf des heutigen spannenden Rennens,” meinte Ross Brawn. „Wir zogen die Standard-Regenreifen auf, die sich als die richtige Wahl herausstellten, als das Rennen nach dem verschobenen Start wieder freigegeben wurde. Als sich das Wetter verbesserte, gehörten wir zu den ersten Teams, die Trockenreifen aufzogen. Als Folge konnten sich beide Fahrer um einige Positionen verbessern. In den darauffolgenden Runden fuhren die Wagen direkt hintereinander und wurden durch den Verkehr aufgehalten. Deshalb beschlossen wir, Jenson früh an die Box zu rufen und bei ihm zu einer Drei-Stopp-Strategie zu wechseln. Rubens fuhr weiter nach Plan. Im weiteren Verlauf des Rennens zahlte sich diese Strategie für Rubens aus.
Da der Regen gegen Ende des Rennens anhielt, riefen wir beide Wagen an die Box und zogen Extremregenreifen auf. Wir gingen dabei ein großes Risiko ein, da wir sintflutartige Regenfälle erwarteten, die uns, wenn sie gekommen wären, im Feld weiter nach vorn geschoben hätten. Leider regnete es nur so stark, dass sich die Standard-Regenreifen, für die sich alle anderen Teams entschieden hatten, besser bewährten. Bei unserer Position im Feld konnten wir dieses Risiko aber eingehen.
Abschließend möchte ich Lewis Hamilton zu seinem Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft und Ferrari zum erneuten Konstrukteurstitel gratulieren. Es war eine sehr spannende Saison, und das heutige Rennen war ein würdiges Finale einer fantastischen Meisterschaft, die mit großem Kampfgeist ausgetragen wurde.“
Der Große Preis von Brasilien bildet den Abschluss eines schweren Jahres für das Honda Racing F1-Team, das sich jetzt darauf konzentrieren wird, 2009 in guter Form wieder an den Start zu gehen. „An diesem Wochenende geht eine schwierige und frustrierende Saison für unser Team zu Ende,” sagte Jenson. „Aber ich bin stolz darauf, dass wir nicht aufgegeben, sondern unsere Motivation bis zum letzten Rennen aufrecht erhalten haben.“
„Wir haben in diesem Jahr immer uns Bestes gegeben, um die maximale Leistung aus dem Wagen herauszuholen“, fügte Rubens hinzu. „Der verdiente Lohn war dann der Podiumserfolg in Silverstone. Ich danke dem Team dafür, dass es in einem schwierigen Jahr nicht aufgegeben hat.“
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