Motorsport
Peugeot 908 HDi FAP beim Le Mans-Debüt auf der Pole Position
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Mit seiner Zeit von 3.26,344 Minuten, die der ehemalige Formel-1- und Rallye-WM-Pilot kurz vor Ablauf des ersten Trainingstages auf der 13,650 Kilometer langen Strecke markierte, lag er über eine halbe Sekunde vor dem zweitplatzierten Audi. „Das war die beste Runde, die ich je in Le Mans gefahren bin", freute sich Sarrazin über seine gute Leistung. Das Rennen wird er zusammen mit dem Portugiesen Pedro Lamy und seinem französischen Landsmann, dem dreifachen Champ-Car-Meister Sébastien Bourdais bestreiten. Das gute Abschneiden von Peugeot bei der Startplatzvergabe bestätigte auch der zweite 908 HDi FAP, der von Nicolas Minassian gesteuert die drittbeste Qualifyingzeit erzielte und aus der zweiten Reihe starten wird. In diesem Auto komplettieren Marc Gené aus Spanien und der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve aus Kanada das Fahreraufgebot.
Das starke Qualifyingergebnis begeisterte auch Michel Barge, den Direktor von Peugeot Sport: „Seit dem Start unseres Sportwagenprogramms vor 18 Monaten haben wir jede neue Hürde hervorragend gemeistert. Die ersten Testfahrten im Januar verliefen ohne größere Probleme, bei den ersten beiden Renneinsätzen des Peugeot 908 HDi FAP haben wir auf Anhieb gewonnen, beim Le Mans-Vortest erzielten wir mit Sébastien Bourdais die Bestzeit und nun stehen wir auf der Pole Position. Diese Erfolge haben das Team noch enger zusammengeschweißt und sind natürlich eine perfekte Motivation. Auf der anderen Seite ist uns allen bewusst, dass wir immer noch in unserem Lehrjahr sind, bei dem es in allen Bereichen gilt, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. Und das werden wir auch in den kommenden Tagen tun."
Das verregnete Qualifying am Donnerstag nutzte das Peugeot-Team, um den rund 515 kW (700 PS) starken Sportwagen mit V12-Dieselmotor, der mit dem Rußpartikelfiltersystem FAP ausgerüstet ist, auf nasse Bedingungen abzustimmen. Die Strecke war dabei so rutschig, dass es zu zahlreichen Ausritten kam. Auch Marc Gene kam mit dem Peugeot von der Ideallinie ab. „Beim Anbremsen auf ‚Arnage’ blockierten die Vorderräder und ich rutschte von der Strecke. Dabei wurde die Front leicht beschädigt. Nichts Ernsthaftes, aber leider mussten wir das Training vorzeitig beenden." Teamkollege Jacques Villeneuve ergänzte: „Ein Großteil der Strecke ist ja im Rest des Jahres öffentliche Straße. Dort bildeten sich riesige Pfützen. Aquaplaning war daher ein großes Problem." Unterm Strich zeigten sich die Peugeot-Piloten mit dem Fahrverhalten des 908 HDi FAP bei diesen extrem nassen Bedingungen zufrieden.
Auch Technikchef Bruno Famin schloss sich dem positiven Fazit an, erinnerte aber auch an die besonderen Anforderungen, die das legendäre 24-Stunden-Rennen Teams und Technik abverlangt: „Wir haben bewiesen, dass wir ein konkurrenzfähiges Paket haben. Beim Rennen spielt aber nicht nur Geschwindigkeit eine Rolle, sondern insbesondere auch die Zuverlässigkeit. Das ist uns durchaus bewusst."
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