Motorsport

Ignition Racing Team fährt mit Suzuki-Motor auf Platz 4 beim 'Best Newcomer Award' der Formula Student

16 agosto 2007

Ignition Racing Team fährt mit Suzuki-Motor auf Platz 4 beim ''Best Newcomer Award'' der Formula Student


Das Ignition Racing Team der FH Osnabrück hat den internationalen Konstruktionswettbewerb Formula Student Germany 2007 am vergangenen Wochenende als viertbester Newcomer abgeschlossen. Vor allem in der Königsdisziplin, dem „Endurance Event“, bewiesen die Piloten Caspar Lovell und Mathias Schrötke sowie der GSX-R 600-Motor des Hauptsponsors Suzuki ihr ganzes Können. Der „IR07 Red Diamond“ gehörte zu den nur 20 Studentenboliden, die ins Ziel kamen. Über die Hälfte der Teams musste die Ausdauerwertung wegen technischer Probleme abbrechen. Doch was sich so einfach liest, hat den motorsportverrückten Osnabrückern alles abverlangt.

Nach den drei statischen Disziplinen am Donnerstag gingen die 33 Studenten mit breiter Brust in die technische Abnahme, hatten sie doch in der Kostenwertung Platz 1 unter den Newcomern belegt. Bei der einstündigen Hauptuntersuchung, dem so genannten „Scrutineering“, lief alles nach Plan und auch den 45-Grad- und Bremstest überstand der „IR07 Red Diamond“ mit dem charakteristischen Suzuki-„S“ auf der Schnauze ohne Probleme. Allein am Bremstest waren bereits zehn Teams gescheitert.

„Noise test“: Neun Dezibel zuviel – mit 15 PS weniger auf die Piste

Der „Noise test“ sorgte dann für einen kurzen Schock: Auf dem Dekra-Prüfstand überschritt der Suzuki-Vierzylinder den vorgeschriebenen Geräuschpegel um neun Dezibel. „In dieser Situation hat sich unser Teamgeist aus den unzähligen Nachtschichten bewährt“, so Caspar Lovell, Chef des Ignition Racing Teams. „In drei Stunden haben wir eine neue Abgasanlage eingebaut und die Dekra am Samstagmorgen mit exakt 104 Dezibel überzeugt. So mussten wir zwar eine Leistungseinbuße von 15 PS hinnehmen, konnten aber an drei der vier dynamischen Prüfungen erfolgreich teilnehmen.“

Hauptsponsor Suzuki International Europe fieberte am Rennwochenende natürlich live an der Strecke mit: „Als zwölftgrößter Automobilhersteller der Welt können wir die großartige Leistung der Studenten definitiv einschätzen“, so Axel Seegers, Manager Press & PR Automobile. „Sie haben als Newcomer ein Spitzenergebnis eingefahren und ihren Traum vom Rennsport mit Begeisterung und Leidenschaft umgesetzt!“

Kaum waren die letzten Jubelschreie verhallt und der Rote Diamant wieder auf der Autobahn nach Norden unterwegs, wurden schon die ersten Ideen für 2008 geschmiedet: „Nach der Formula Student ist vor der Formula Student!“, so Lovell. „Im nächsten Jahr wollen wir mit 100 Kilogramm weniger und 20 PS mehr ganz vorne mitfahren. Am liebsten wieder in knallrot und mit einem Suzuki-Motor.“

Weitere Informationen unter http://www.ignition-racing.de

Über die Formula Student

Bei dem internationalen Konstruktionswettbewerb des Verein Deutscher Ingenieure (VDI) gewinnt nicht einfach das schnellste Auto, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten. Aufgabe der Studententeams ist es, den Prototyp eines einsitzigen, offenen Rennwagens zu konstruieren, der für eine Serienproduktion von 1.000 Fahrzeugen pro Jahr ausgelegt ist und nicht mehr als 25.000 US-Dollar kostet. Während des Wettbewerbs treten die Teams in drei statischen und vier dynamischen Disziplinen gegeneinander an. Internationale Automobilexperten bewerten Konstruktion, Kostenkonzept und Businessplan, anschließend werden die Rennwagen in den Kategorien Beschleunigung, Fahrstabilität, Schnelligkeit und Dauerbelastbarkeit auf Herz und Nieren geprüft.



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