Motorsport
A1 Team Schweiz gibt zwei Nachwuchs-Ladies eine große Chance
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Max Welti, Teamchef A1 Team Schweiz, hat sich für einen ungewöhnlichen und Aufsehen erregenden Test entschieden: Er gibt zwei weiblichen Nachwuchs-Racern die Chance, für die Schweizer Nationalmannschaft im Motorsport zu fahren. Die Auserwählten: Rahel Frey und Natacha Gachnang.
Das Ladies-Shoot-out zwischen den beiden findet am Dienstag, den 18. und Mittwoch, den 19. September in Silverstone/England statt. Dieser abschließende Test, in dem auch der erfahrene A1 GP-Pilot Neel Jani in das Lenkrad des Schweizer Autos greifen wird, bedeutet den Countdown zum ersten Rennen der dritten Saison im A1 GP World Cup of Motorsport, das vom 28. bis 30. September in Zandvoort/Niederlande ausgetragen wird.
Max Welti, Teamchef A1 GP Team Schweiz, sagt:
"Bei diesem Ladies-Shoot-out in Silverstone geht es darum, wer die Chance bekommt, die Schweizer Nationalmannschaft im Motorsport beim zweiten Saisonlauf des A1 GP World Cup of Motorsport in Brünn/Tschechien zu repräsentieren. Das ist eine große Aufgabe für die beiden. Ich denke, dass sie sich schon große Gedanken machen, um den Mittelweg zwischen zu großem Risiko und schnellen Rundenzeiten zu finden. Ich hatte schon letzte Saison mit Rahel Frey gesprochen und freue mich, dass ich sie nun überzeugen konnte, bei uns rein zu schnuppern. Natacha kenne ich schon deshalb, weil sie Sebastien Buemis Cousine ist. Sie ist in unser Visier geraten, nachdem sie in Portland/USA auf das Podest gefahren ist. Es wird immer mehr zur Normalität, dass junge Mädchen in unserem Land sich im Motorsport engagieren. So wie zum Beispiel die Italienerin Maria Teresa de Filippis, die 1958 die erste Frau war, die in der Formel 1 fuhr. Oder die Italienerin Lella Lombardi, die erste Frau die einen Formel-1-Punkt holte, 1975 beim GP Spanien. Nennen kann man auch noch Divina Galica und Giovanna Amati die für Brabham fuhr, Katherine Legge oder Danica Patrick. Die beiden außergewöhnlichen Schweizer Frauen, die wir eingeladen haben, haben bereits durch ihre Erfolge das Ansehen von Frauen im Motorsport gestärkt. Sie können sich da durchaus mit männlichen Kollegen messen. Ich möchte ihnen die Chance geben, so jung eine solche Erfahrung zu machen und als Rookie im A1 Team Schweiz für ihr Land zu fahren."
Biografie Rahel Frey
Rahel Frey ist am 23. Febraur in Niederbipp/Schweiz geboren Derzeit lebt sie in Aedermannsdor. Sie begann mit Kartsport 1998 und feierte bis 2004 zahlreiche Erfolge. Von dort stieg sie in die Formel Renault 2000 auf, wo sie nach neun Rennen im Endklassement Vierte wurde und dabei einen Sieg und zwei weitere Podiumsplätze holte.
Im darauf folgenden Jahr startete sie erneut in der Schweizer Formel Renault 2000. Am Ende belegte sie den dritten Rang, siegte zweimal, stand sechsmal auf dem Podium und schaffte in neun Rennen siebenmal die schnellste Rennrunde. Ihre starken Leistungen ermöglichten 2006 den Aufstieg in den Formel Renault 2000 Eurocup.
In ihrer Freizeit arbeitet Rahel gerne an ihrer Fitness, dabei hat sie besonderes Talent zum Skifahren und Laufen.
Fakten
Geboren 23. Februar 1986 in Niederbipp (CH)
Nationalität Schweiz
Wohnort Aedermannsdorf (CH)
Hobbies Fahrradfahren, Laufen, Skating, Klettern
Website www.rahelfrey.ch
Karriere-Stationen
1998 - 2004 Kartsport national und
international. Schweizer Kart-Nationalmannschaft
2004 4. Platz SM, Formel Renault 2000 (1
Sieg , 2 Podiumsplätze bei 9 Rennen in der Schweizer Meisterschaft)
2005 3. Platz SM, Formel Renault 2000 (6
Podiumsplätze, 2 Siege und 7 schnellste Rennrunden bei 9 Rennen in der Schweizer Meisterschaft)
2006 17./ 21. Platz place ITM/ Formel Renault
2000 Eurocup (2 Top-ten-Plätze im Eurocup, 4 Top-ten-Plätze in der Italienischen Meisterschaft). Außerdem 3 Testtage in der Formel Renault 3.5 im Team Jenzer
2007 hat sie bereits an den Testtagen der
Formel Renault 2000 teilgenommen (Team Jenzer). Ihr Ziel ist der Titel
Biografie Natacha Gachnang
Natacha Gachnang ist am 27. Oktober in
Vevey/Schweiz geboren. Ihre Hobbies sind Klettern, Hubschrauber, Skifahren und Shopping.
Eines hat sie mit ihrem Cousin Sebastien Buemi gemein, nämlich das Motto "Man muss Rennsport im Blut haben, um wirklich gut zu sein."
Sie startete ihre Karriere im Kart und gewann so oft, dass sie 1996 die Schweizer Go Kart Meisterschaft gewann. Insgesamt hat sie nun 8 Jahre Kart-Erfahrung und vier Jahre in internationalen Monoposto-Rennserien. Zum Beispiel in der Formel BMW, wo sie nach mehreren Podiumsplatzierungen in den Endklassements die Ränge vier und sechs belegte. Noch 2006 wurde sie auf dem Nürburgring in der Formel BMW Deutschland Dritte.
2007 fuhr Natacha in den USA in der Mazda Meisterschaft und erreichte auf Anhieb einen zweiten Platz in Portland. Dieses Rennen ist noch lebhaft in ihrer Erinnerung: "Nach dem Qualifying war ich 12., im heftigen Regen fuhr ich dann aber bis auf den zweiten Platz vor. Das hatte ich so nicht erwartet." Die 19-Jährige freut sich riesig auf das Shoot-out im Schweizer A1 GP-Team und auf die Möglichkeit, ihr Land im A1 GP World Cup of Motorsport zu repräsentieren.
Fakten
Geboren 27. Oktober 1987 in Vevey (CH)
Nationalität Schweiz
Größe 1,65 m
Gewicht 60 kg
Sprachen Französisch, Englisch, Deutsch
Hobbies Klettern, Helikopter, Skifahren, Shopping
Motto Jederzeit das Beste geben
Lieblings-Getränk Mineralwasser, Orangensaft
Lieblings-Essen 'Filet de perche' (Fischgericht aus der Schweiz)
Lieblings-Strecke Nürburgring, Ledenon
Erstes Rennen Schweizer Go Kart Meisterschaft 1996
Website www.natacha-gachnang.ch
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