Motorsport

Audi R10 TDI in der LMS erstmals in Reihe eins

10 maggio 2008

Audi R10 TDI in der LMS erstmals in Reihe eins

Beim dritten Einsatz in der europäischen Le Mans-Serie geht der Audi R10 TDI erstmals aus der ersten Startreihe ins Rennen. Beim Qualifying in Spa-Francorchamps (Belgien) gelang es Allan McNish, sich zwischen die beiden Peugeot 908 zu schieben. Mike Rockenfeller sicherte sich im zweiten R10 TDI des Audi Sport Team Joest den vierten Startplatz, obwohl er auf seiner schnellsten Runde behindert wurde.
 
Wegen Unfällen musste das Qualifying auf dem 7,003 Kilometer langen Grand Prix-Kurs in den Ardennen zweimal unterbrochen werden. Deshalb zahlte sich die Strategie des Audi Sport Team Joest aus, gleich zu Beginn des 20-minütigen Trainings auf die Strecke zu gehen. Als die roten Flaggen zum ersten Mal gezeigt wurden, lagen beide Audi R10 TDI an der Spitze des Feldes.
 
Allan McNish fuhr in seiner ersten und einzigen fliegenden Runde eine Zeit von 1.58,795 Minuten, die erst kurz vor Ende des Qualifyings von Stéphane Sarrazin im schnelleren der beiden Peugeot unterboten wurde. McNish verzichtete auf einen weiteren Anlauf, um die Reifen für das Rennen zu schonen.
 
Auch Mike Rockenfeller absolvierte seine schnellste Runde gleich zu Beginn des Trainings. Der junge Deutsche musste zwei andere Autos überholen und wurde in der Schikane vor Start und Ziel durch ein vor ihm kreiselndes Fahrzeug aufgehalten. Trotzdem reichte es noch zu Startplatz vier. "Rocky" ging nach der ersten Unterbrechung noch einmal auf die Strecke, konnte sich jedoch auf den bereits gebrauchten Reifen nicht mehr verbessern.
 
Mike Rockenfeller und sein Teamkollege Alexandre Prémat gehen am Sonntag um 12:50 Uhr als Führende der Fahrerwertung in den dritten Lauf der Le Mans-Serie. Eurosport überträgt die Startphase ab 12:45 Uhr live und sendet am Abend ab 22:45 Uhr eine halbstündige Zusammenfassung.
 
Stimmen nach dem Qualifying in Spa-Francorchamps
 
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Wir hatten uns ausgerechnet, hier etwas näher an den Peugeot dran zu sein als bei den ersten beiden Rennen. Dass es für die erste Startreihe gereicht hat, ist erfreulich. Die ersten vier Autos liegen sehr knapp zusammen. Ich denke, das ist eine gute Basis für ein spannendes Rennen."
 
Dindo Capello (Audi R10 TDI #1): "Allan (McNish) hat im Qualifying einen tollen Job gemacht. Der Abstand zu Peugeot ist geringer als erwartet. Das heißt, wir gehen mit mehr Selbstbewusstsein in das Rennen als in Barcelona und Monza. Ich hoffe wirklich, dass Allan und ich hier eine Siegchance haben, nachdem wir seit Saisonbeginn so viel Pech hatten. Wir müssen in der Meisterschaft Boden gutmachen."
 
Allan McNish (Audi R10 TDI #1): "Ich war in der Lage, gleich zu Beginn eine sehr gute Runde zu fahren, ehe die erste rote Flagge kam. Wir wussten, dass wir nur eine minimale Chance hatten, uns weiter zu steigern. Deshalb haben wir entschieden, die Reifen für die Anfangsphase des Rennens zu schonen. In den letzten Rennen haben wir gesehen, dass der Audi R10 TDI im Rennen stärker und robust ist. Das ist genau das Auto, das man über sechs Stunden und mehr als 160 Runden auf so einer Strecke braucht."
 
Alexandre Prémat (Audi R10 TDI #2): "Von Startplatz vier aus der zweiten Reihe zu starten, ist eine gute Ausgangsposition. Alles ist möglich, vor allem hier in Spa-Francorchamps. Ich erwarte ein ereignisreiches Rennen mit vielen Safety-Car-Phasen. Wir müssen uns aus allem heraushalten, dann können wir wieder ein gutes Ergebnis holen."
 
Mike Rockenfeller (Audi R10 TDI #2): "Ich hatte auf meiner schnellen Runde drei Autos zu überholen, eines davon hat sich direkt vor mir gedreht. Wir haben von heute Morgen zum Qualifying sehr viel am Auto geändert. Darauf musste ich mich erst einmal einstellen. Ich glaube, wir sind für das Rennen gut gerüstet. Man muss bei einem Sechs-Stunden-Rennen nicht als Erster starten, um am Ende ganz vorne zu sein."
 
Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest): "Allan (McNish) ist eine tolle Runde gefahren – eine einzige, einfach so hingeknallt. So haben wir es am liebsten. Hut ab vor ihm! Dass es Peugeot am Ende noch geschafft hat, uns von der Pole zu verdrängen, ist keine Überraschung. Dass nur einer der beiden Peugeot nach vorne gekommen ist, dagegen schon. ‚Rocky‘ war auch sehr gut unterwegs. Er und Alex (Prémat) hatten lange auf eine Aeordynamik-Variante mit mehr Abtrieb gesetzt, sich dann aber entschieden, zum Qualifying auf die andere Variante umzubauen. Damit hatte ‚Rocky‘ quasi ein neues Auto. Dafür war seine Zeit sehr gut. Es war eine prima Leistung von allen, herzlichen Glückwunsch!"
 
Die Startaufstellung in Spa-Francorchamps
 
1. Lamy/Sarrazin/Wurz (Peugeot) 1.58,069 Min.
2. Capello/McNish (Audi R10 TDI) 1.58,795 Min.
3. Gené/Minassian/Villeneuve (Peugeot) 1.58,787 Min.
4. Prémat/Rockenfeller (Audi R10 TDI) 2.00,796 Min.
5. Charouz/Mücke (Lola-Aston Martin) 2.02,510 Min.
6. Collard/Boullion (Pescarolo-Judd) 2.04,709 Min.
7. Primat/Tinseau (Pescarolo-Judd) 2.05,201 Min.
8. Verstappen/van Merksteijn (Porsche) 2.05,841 Min.
9. Belicchi/Pompidou/Zacchia (Lola-Judd) 2.05,880 Min.
10. Barbosa/Ickx/Forsten (Pescarolo-Judd) 2.05,918 Min.



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