Motorsport
Le Mans 2008: Sieg für Audi vor Peugeot
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In einem erbitterten Kampf um den Sieg gewann Alan McNish endlich seine Rolex am 24-Stunden-Rennen von Le Mans. McNish's Audi Team kämpfte verbissen, die drei auf dem Startfeld besser platzierten Peugeots zu überholen und schließlich nach dreizehn Stunden in Führung zu gehen. Er gewann das Rennen vor 285'000 Zuschauern - ohne sich nochmals umzudrehen.
Nur 34 Wagen beendeten diese eher nasse 76. Austragung der 24-Stunden von Le Mans auf der Sarthe-Rennstrecke. Die Rolex Uhr als offizieller Zeitmesser stoppte Punkt 3 Uhr Lokalzeit. Audi gewann das Rennen, zwei Peugeots waren auf dem Podest als 2- resp. 3-Platzierte in der Gesamtwertung (Nummer 7, Marc Gené, Nicolas Minassian und Jacques Villeneuve und Nummer 9, Franck Montagny, Christian Klien und Ricardo Zonta).
Die Nummer 2, der Audi Sport R10 mit Tom Kristensen am Steuer, hat während den frühen Morgenstunden des Rennens das Beste aus den nassen Wetterverhältnissen gemacht und in dieser speziellen Nacht in Le Mans die Führung vor den französischen Rivalen Peugeot übernommen.
Zum 12. Mal am Start hat Tom Kristensen mit 8 Siegen am 24-Stunden-Rennen von Le Mans einen phänomenalen Rekord erreicht. Das Resultat dieser brillanten Team-Arbeit ist mit vielen Dienststunden verbunden. Der Italiener Dindo Capello teilte den Sieg mit Kristensen und Alan McNish. Trotz eines Platzregens in der letzten, der die Rennstrecke sehr rutschig werden ließ, konnten die Audi-Rennfahrer ihren Vorsprung halten.
Der Entscheid für Audi fiel in der 13. Stunde, als Capello zum ersten Mal nach einem Boxen-Stop die Führung im Rennen übernahm, gefolgt von Villeneuve mit fünf Sekunden Abstand auf den Audi R10.
Die 20. Stunde war ebenfalls außschlaggebend. Dindo Capello fuhr die Streckenrunde in 4.03.828 mit Regenreifen, während Jacques Villeneuve mit Trockenreifen eine Zeit von 3.57.789 herausholte und wiederum die Führung übernahm.
Zwischen Audi und Peugeot lief die Zeit. Einige Stunden vor Rennende war klar, dass Audi und Peugeot beide auf dem Podest sein würden, doch niemand wusste in welcher Reihenfolge.
Eine unerwartete Emotion entstand, als sich der Audi Nummer 2 bei Arnage auf einer Wasserlache drehte. Kristensen gelang es den Wagen unter Kontrolle zu behalten und weiterzufahren. Nur noch zwei Stunden verblieben bis zum Rennende. Der kurze Abstand zwischen den beiden führenden Wagen schrumpfte von 2'44“ auf 2'32“. In der letzten Stunde des Rennens, als der Regen immer wieder einsetzte, erreichten die Emotionen der Zuschauer ihren Höhepunkt. Angespannt verfolgten sie das schwierige Rennen.
Fast ruinierte ein technisches Problem die Leistung von Nicola's Minassian's Wagen Nummer 7, der in der 376. Runde an zweiter Stelle lag. Der Wagen musste an die Boxen, ein paar Sekunden nachdem Tom Kristensen auf Audi seinen letzten Boxenstop hinter sich brachte, mit 13 verbleibenden Minuten und einer letzten Anstrengung.
In den anderen Kategorien, holte sich Holland's Peter Van Merksteijn den 10. Rang an der Spitze der Kategorie LMP2, mit sieben Minuten Vorsprung auf seine Konkurrenten. Diese Position wurde verstärkt, als Casper Elgaard mit seinem Team Essex Porsche RS Spyder eine Fehlzündung hatte. Der Porsche 31 von Essex landete in seiner Kategorie auf Platz 2. „Ein starker Wagen. Auf ihn ist Verlass. Wir mussten nur versuchen keinen Fehler zu machen“ kommentiert Jos Verstappen, einer der Co-Piloten. Frankie Cheng, der erste chinesische Rennfahrer unter den Fahrern, die das Rennen beendeten, gelang mit seinem 3. Rang in seiner Kategorie auf Anhieb ein Platz auf dem Podest. Ein beachtliches Resultat!
Aston Martin Nummer 009 übernahm die Führung von Corvette in der Kategorie LMGT1 mit David Brabham, Daren Turner und A. Garcia, knapp vor Ron Fellow's Corvette, in seiner Kategorie auf dem 2. Platz. „Ein großartiges Rennen“, sagt Fellow, der als sehr guter Rennfahrer eingestuft wird. „So einen harten Kampf ums Podest haben wir nicht erwartet. Natürlich sind wir enttäuscht, nicht gewonnen zu haben, da wir uns besser als letztes Jahr vorbereitet haben, aber Le Mans ist immer noch mein Lieblingsrennen.“
Weiter in Kategorie LMGT1 war Gavin's Corvette 64 der drittschnellste Wagen, vor dem 007 Aston Martin (Heinz-Harald Frentzen), der auf dem 4. Platz landete und Polican's Corvette Nummer 72 auf Platz 5. „Eine großartige Strategie. Wir werden nächstes Jahr wieder dabei sein“, meint Oliver Gavin, der zum britischen Lager gehört.
Mika Salo (Ferrari Nummer 82) lag an 1. Stelle in seiner Kategorie LMGT2 und an 19. Stelle im Gesamtklassement. „Der Wagen funktionierte sehr gut, meint er. „Ich hatte in keiner Weise Probleme. Letztes Jahr haben wir alles gewonnen, ausser Le Mans. Und dieses Jahr gewinnen wir Le Mans, haben aber sonst eine miserable Saison,“ sagt Salo lachend. „Ein wunderbarer Tag. Ich bin sehr glücklich.“
Am 15. Juni, um 15.00, gemäß der offiziellen Rolex Uhr, beendeten 34 von 55 Teilnehmer das 2008 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das größte Ausdauer-Autorennen der Welt.
Wagen Nr - Kategorie - Team - Rennfahrer - Wagen - Zeit - Runden
LMP1 Group
2 LMP1 M Audi Sport North America CAPELLO R./KRISTENSEN T./McNISH A. Audi R10 TDI 24:00:24.085 (381 laps)
7 LMP1 M Team Peugeot Total GENE M./MINASSIAN N./VILLENEUVE J. Peugeot 908 Hdi-FAP 24:04:55.179 (381 laps)
9 LMP1 M Peugeot Sport Total MONTAGNY F./KLIEN C./ZONTA R. Peugeot 908 Hdi-FAP 24:01:26.742 (379 laps)
LMP2 Group
34 LMP2 M Van Merksteijn Motorsport VAN MERKSTEIJN P./VERSTAPPEN J./BLEEKEMOLEN Porsche RS Spyder 24:04:54.187 (354 laps)
31 LMP2 D Team Essex ELGAARD C./NIELSEN J./MAASSEN S. Porsche RS Spyder 24:05:44.070 (347 laps)
35 LMP2 M Saulnier Racing RAGUES P./LAHAYE M./CHENG CONG F. Pescarolo Judd 24:00:34.929 (333 laps)
LMGT1 Group
009 LMGT1 M Aston Martin Racing BRABHAM D./GARCIA A./TURNER D. Aston Martin DBR9 24:01:24.242 (344 laps)
63 LMGT1 M Corvette Racing FELLOWS R./OCONNELL J./MAGNUSSEN J. Corvette C6.R 24:05:48.085 (344 laps)
64 LMGT1 M Corvette Racing GAVIN O./BERETTA O./PAPIS M. Corvette C6.R 24:01:15.328 (341 laps)
LMGT2 Group
82 LMGT2 M Risi Competizione MELO J./SALO M./BRUNI G. Ferrari F430 GT 24:03:57.320 (326 laps)
97 LMGT2 P BMS Scuderia Italia MALUCELLI M./RUBERTI P./BABINI F. Ferrari F430 GT 24:01:03.257 (318 laps)
90 LMGT2 D Farnbacher Racing EHRET P./KAFFER P./NIELSEN L-E. Ferrari F430 GT 24:00:24.742 (317 laps)
Rolex ist seit 2001 offizieller Zeitmesser am 24-Stunden-Rennen von Le Mans, respektive seit 2005 an den Le Mans Series. In Nord-Amerika ist Rolex seit 1992 ein Partner des “Rolex 24 At Daytona”.
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