Motorsport

Christijan Albers erhält Chance im Audi R10 TDI

12 ottobre 2008

Christijan Albers erhält Chance im Audi R10 TDI

Nach dem Schweizer Marcel Fässler gibt Audi einem weiteren Fahrer die Chance, ein Rennen mit dem über 650 PS starken Audi R10 TDI zu bestreiten: Beim Finale der American Le Mans-Serie in Laguna Seca (US-Bundesstaat Kalifornien) am 18. Oktober startet der ehemalige niederländische Formel 1-Pilot Christijan Albers gemeinsam mit Emanuele Pirro (Italien) für das Team Audi Sport North America. Den Audi R10 TDI mit der Startnummer 2 pilotieren wie gewohnt die beiden Deutschen Lucas Luhr und Marco Werner.
 
Der 29-jährige Christijan Albers fuhr von 2005 bis 2007 in der Formel 1. Seit diesem Jahr startet der Niederländer für das Audi Kundenteam Futurecom TME mit einem Audi A4 in der DTM. Erste Kilometer mit dem Audi R10 TDI absolvierte er auf einer Audi Versuchsstrecke und während einiger Demorunden beim DTM-Rennen in Zandvoort.
 
"Ich bin sehr glücklich, diese Chance von Audi zu erhalten, nachdem ich bislang mit einem Audi in der DTM 2008 unterwegs war", sagt Christijan Albers. "Ich empfinde es als eine besondere Belohnung, im Audi R10 TDI in Laguna Seca starten zu dürfen. Ich hoffe, zusammen mit Emanuele Pirro beim Saisonfinale in Amerika die Ziele erreichen zu können, die Audi uns setzt. In 16 Jahren Rennsport bedeutet dieser Einsatz wieder etwas Neues: Ich bin noch nie ein Sportwagen-Rennen gefahren und war auch noch nie in Laguna Seca am Start. Ich bin bereit zu lernen und freue mich sehr auf das Rennen."
 
In Road America und Detroit hatte Marcel Fässler bei zwei Renneinsätzen im Audi R10 TDI einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Da der Schweizer am Finalwochenende der American Le Mans-Serie andere Verpflichtungen hat, stand ein weiterer Start des Schweizers in dieser Saison nicht zur Debatte.
 
"Wir stehen vor der Aufgabe, unseren Sportwagen-Fahrerkader für die Zukunft zu verjüngen", erklärt Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Christijan (Albers) hat auf uns in der DTM einen guten Eindruck gemacht und ganz sicher das Potenzial, auch im Sportwagen erfolgreich zu sein. In Laguna Seca bekommt er eine erste Gelegenheit dazu."
 
Die Audi Piloten können ganz befreit in das letzte Saisonrennen der American Le Mans-Serie gehen. Lucas Luhr und Marco Werner sicherten sich in Detroit schon zwei Rennen vor Saisonende den Titel in der Fahrerwertung der LM P1-Klasse. Bereits seit dem Rennen in Mosport steht Audi als Sieger der Herstellerwertung und Audi Sport North America als Gewinner der Teamwertung fest.
 
Sicher ist auch, dass der Audi R10 TDI in seiner dritten Saison in den USA der erfolgreichste Prototyp des Jahres ist. Sechs Gesamtsiege feierte Audi mit den Diesel-Sportwagen bei den ersten zehn Rennen. Zweimal war Acura/Honda erfolgreich, zweimal Porsche.
 
Die Strecke in Laguna Seca unweit der kalifornischen Küstenstadt Monterey gilt als Rennstrecke, auf der die leichteren LM P2-Sportwagen von Acura/Honda und Porsche ihren Gewichtsvorteil ausspielen können und den beiden R10 TDI das Leben schwer machen dürften. "Das Team ist trotzdem unheimlich motiviert, auch dieses Rennen noch für Audi nach Hause zu bringen", sagt Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Wir werden alles geben, um diese sehr gute Saison mit einem weiteren Erfolg für Audi zu beenden."
 
Ihren Fahrerkollegen die Daumen drücken werden in Laguna Seca auch Dindo Capello (Italien), Tom Kristensen (Dänemark) und Allan McNish (Schottland). Die drei Le Mans-Sieger nehmen an der letzten Etappe des "Audi Mileage Marathons" teil, die von Las Vegas nach Los Angeles führt. Das Finale der American Le Mans-Serie ist die vorletzte Station der spektakulären Effizienzfahrt quer durch die USA.
 
Mit dem "Audi Mileage Marathon" bereitet Audi die Markteinführung der TDI-Technologie in Nordamerika vor, deren Vorbote der revolutionäre Audi R10 TDI bereits seit drei Jahren ist. Der TDI gilt als erfolgreichste Effizienz-Technologie der Welt, die gegenüber dem Flottendurchschnitt der in den USA üblichen Ottomotoren einen Verbrauchsvorteil von bis zu 40 Prozent erreicht.
 
Auch der Audi R10 TDI hat in seiner nunmehr dritten Saison von der Effizienz der TDI-Technologie profitiert. Er hat zum dritten Mal in Folge die 24 Stunden von Le Mans und zudem alle Titel in der American Le Mans-Serie und in der Le Mans-Serie in Europa gewonnen.


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