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Christie's versteigert Auto Union Rennwagen Typ D

25 gennaio 2007

Das vielleicht teuerste Auto in der Geschichte des renommierten Auktionshauses Christie´s wird am 17. Februar auf der internationalen Oldtimermesse Rétromobil in Paris versteigert: Einer der beiden weltweit letzten originalen Auto Union Rennwagen Typ D aus dem Jahre 1939. Der von Christie´s angegebene Schätzpreis steht bei 8,8 bis 12 Millionen Euro. Das wäre ein neuer Rekord in der langen Geschichte des englischen Auktionshauses. Das weltweite Interesse ist sehr hoch. Weshalb Christie´s in Zusammenarbeit mit Audi of America und Audi Tradition am 25. Januar (10.30 Uhr) in New York eine Pressekonferenz durchführen wird.

Auto Union gehört zu den Vorgängermarken der Audi AG. Audi Tradition pflegt das Andenken an die unvergesslichen Auto Union Grand Prix Rennwagen. Während am 25. Januar im Audi Forum New York (250 Park Avenue and 47th) das Versteigerungsfahrzeug zu sehen sein wird, ist vom 12. bis 17. Februar in Paris (Bauer Saint Honoré, 48 Place du Marché Saint Honoré) das sogenannte Schwesterauto präsent, der Auto Union Rennwagen Typ D von 1938.  Beide Grand Prix-Autos stammen aus der ehemaligen UdSSR, wohin die Autos nach dem 2. Weltkrieg als Beutegut von der sowjetischen Besatzungsmacht aus Zwickau verbracht wurden.

Der Amerikaner Paul Karassik hatte nach über zehn Jahren Suche in den 1980er Jahren die Fahrzeuge in Einzelteilen zerlegt aus der ehemaligen UdSSR in den Westen gebracht und bei Spezialisten in England mit technischer Unterstützung der Audi AG wieder aufbauen lassen. Die Audi AG hatte daraufhin den 1938er Wagen von Paul Karassik erworben. Der 1939er D-Typ ging in Privathand.

Für die Rennsaison 1938, in der ein neues internationales Grand Prix Reglement die Größe des Motors auf drei Liter Hubraum beschränkte, entwickelten die Auto Union-Ingenieure unter der Leitung von Robert Eberan-Eberhorst den 12-Zylinder Auto Union Rennwagen Typ D. Die technische Grundkonzeption des Wagens – Mittelmotoranordnung, Drehstabfederung, Kompressormotor – orientierte sich an dem von Ferdinand Porsche für die Auto Union entwickelten Vorgängermodell Typ C mit 16-Zylinder-V-Motor. Mit dem Rennwagen Typ D gewann die Auto Union im Jahr 1938 den Großen Preis von Italien und England.

1939 wurde der Rennwagen modifiziert und mit einem Doppelkompressor ausgestattet, welcher die PS-Leistung von 420 auf 460 steigerte. Spitzengeschwindigkeit war 330 km/h. Hier gelangen die Grand Prix-Siege in Frankreich und Jugoslawien. Die Spitzenfahrer auf dem Auto Union Rennwagen Typ D waren Tazio Nuvolari, H.P. Müller, Hans Stuck, Rudolf Hasse und Georg Meier.

Audi Tradition ist heute wieder in Besitz von vier Auto Union Silberpfeilen – die Originale Typ D und Typ C/D Bergrennwagen sowie Originalnachbauten des Typ C Grand Prix und des Stromlinien-Rennwagens Typ C Avus. Ein weiterer Nachbau soll dieses Jahr noch fertiggestellt werden: Ein Auto Union Typ D Rennwagen mit Doppelkompressor der 1939er-Generation.

Fachleute von Audi Tradition werden bei den Pressekonferenzen in New York und Paris wie bei der Versteigerung, 17. Februar, 18.30 Uhr, auf dem Christie´s-Stand auf der Pariser Retromobil (Halle 7) vor Ort sein und für Fachfragen zur Verfügung stehen.

Das Audi Markenzeichen der Vier Ringe symbolisiert die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer, die in der Auto Union zusammengefasst wurden. Auto Union und NSU, die 1969 fusionierten, prägten die Entwicklung des Automobils maßgeblich. 1985 entstand aus der Audi NSU Auto Union AG die Audi AG. Die Audi Tradition pflegt und präsentiert zusammen mit den beiden Traditionsgesellschaften Auto Union GmbH und NSU GmbH die umfangreiche und weitverzweigte Audi Historie. Das Audi museum mobile im Audi Forum Ingolstadt ist täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.



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