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Fiat Bravo: Mit der Sicherheit eines Klassenbesten
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15.000 Berechnungsstunden, 60 Crash-Tests, 150 Simulationen mit dem HyGe-Schlitten und 100 Tests an Bauteilen und Baugruppen. Das sind die Zahlen, die das Engagement des italienischen Automobilherstellers belegen, den Fiat Bravo zu einem der sichersten Fahrzeuge zu machen, und zwar nicht nur in seinem Segment, sondern in der gesamten Automobillandschaft, zumal das Modell auf fortschrittlichste Art und Weise den Stand der Technik im Bereich der Systeme für die passive Sicherheit repräsentiert. Ein Rundumschutz, der bei den spezifischen Sicherheitseinrichtungen beginnt, zu denen bis zu sieben Airbags, Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern und Gurtlastbegrenzern, fünf Kopfstützen und das Feuerschutzsystem FPS gehören. Weiter geht es mit dem neuen Chassis, bei dessen Entwicklung einem wirksamen Schluckverhalten gegenüber eventuellen Aufprallkräften Rechnung getragen worden ist. Der Insassenschutz wird fortgesetzt mit dem Beitrag der Karosserie, der Motorhaube, der Türen und der Armaturenbrett-Traverse. Nicht zu vergessen ist letztlich auch der Anteil an der passiven Sicherheit, den andere Elemente wie die Sitze oder die Lenksäule haben, die auch unter Berücksichtigung ihres Unfallverhaltens geplant und konstruiert worden sind.
Das System Airbag Smart 2
Vollständiger Schutz, intelligenter Schutz. Bei einem Frontalaufprall ist der Schutz der Insassen durch ein innovatives Rückhaltesystem namens „Airbag Smart 2“ sichergestellt, das die Auslöseparameter dem Schweregrad des Unfalls automatisch anzupassen vermag. Angefangen beim Fahrerairbag, der nach einer neuartigen Funktionslogik arbeitet. Bei der herkömmlichen Funktionsweise öffnen sich die Airbags bei ihrer Auslösung stets gleichzeitig und in ihrer vollen Größe, wobei das volle Volumen für den Insassenschutz bei schweren Unfällen ausgelegt ist. Beim Fiat Bravo kommt dagegen ein Zweistufen-Fahrerairbag zum Einsatz.
Bei einem mittelschweren Crash wird vom System nur die erste Stufe aktiviert, bei schwereren Kollisionen sorgt das Steuergerät dagegen für die Aktivierung beider Auslösestufen, wobei diese je nach Unfallart in unterschiedlichen Sequenzen ausgelöst werden können. Die Gurte im Innern der Airbags gewährleisten, dass die maximale Größe und die Form des Luftkissens für die Insassen so wenige Verletzungsgefahren wie möglich in sich bergen. Selbstverständlich kann der beifahrerseitige Frontairbag (über das Menü des Bordinstrumentes) ausgeschaltet werden, wenn beispielsweise ein Kind in einem Reboard-Sitz transportiert werden soll (der Gurtstraffer bleibt jedoch weiterhin aktiviert).
Die Sensoren des Systems „Airbag Smart 2“ wachen auch über die Aktivierung der Gurtstraffer der Sicherheitsgurte. Der Fiat Bravo ist an den Vordersitzen mit Automatikgurten, komplett mit Gurtstraffern und Gurtlastbegrenzern ausgestattet. Bei einem Aufprall zieht der elektronisch gesteuerte pyrotechnische Gurtstraffer das Gurtband innerhalb weniger Millisekunden stramm, sodass es perfekt am Körper des Insassen anliegt. In den Automatikaufrollern an den Vordersitzen sind die Gurtlastbegrenzer untergebracht, die die Krafteinwirkung auf die Schulter des Passagiers passend abstimmen. Abgerundet werden kann das System zum Schutz gegen den Frontalaufprall auf Wunsch durch den Airbag unterhalb der Lenksäule, der diesen für die Knie so riskanten Bereich ungefährlich macht.
Das Steuergerät und die Sensoren
Der Fiat Bravo ist demnach also mit allen modernsten Einrichtungen für die passive Sicherheit ausgestattet, die heute verfügbar sind. Um diese zu steuern, ist ein ausgeklügeltes „Nervensystem“ entwickelt worden, das von einer im Konsolentunnel platzierten elektronischen Steuereinheit überwacht wird. Hier gehen die Signale ein, die von den im Auto verteilten Sensoren (wie auch die von in ihrem Innern befindlichen Sensoren) ausgesandt werden, woraufhin die Steuereinheit entscheidet, welche und wie viele Einrichtungen zu aktivieren sind. Damit erklärt sich das „intelligente“ Verhalten des Systems insgesamt. Es aktiviert sich nicht, wenn trotz des Unfalls keine Gefahr besteht, dass der Insasse gegen die Wände des Fahrzeugs prallt, da es die Krafteinwirkungen erkennt, die nicht von einer Kollision herrühren. Die Funktionstüchtigkeit ist auch bei einem Blackout der elektrischen Anlage garantiert.
Hierzu sind besonders ausgeklügelte Funktionsprogramme und Messaufnehmer erforderlich. Dazu gehören zum Beispiel der CSA-Algorithmus (Crash Severity Algorithm), der den Schweregrad einer Stoßeinwirkung zu erkennen vermag und die Frontairbags steuert, oder aber der Sensor, der die Anwesenheit des Insassen erfasst und ihn gegebenenfalls akustisch und visuell (durch eine Anzeige auf dem Bordinstrument) zum Anlegen des Sicherheitsgurtes auffordert. Weiter gehört dazu der dezentralisierte Sensor zur Erfassung eines Frontalaufpralls, auch ECS (Early Crash Sensor) genannt, der an der vorderen Fahrzeugstruktur angeordnet ist und es dem Steuergerät ermöglicht, die Frontairbags vorzeitig auszulösen. Im Vergleich zu den herkömmlichen Vorrichtungen sorgt dieses System dafür, dass die Airbags bereits vollständig geöffnet sind, noch bevor der Körper des Insassen die Vorwärtsbewegung in Richtung Lenkrad bzw. Armaturenträger begonnen hat.
Die Windowbags und die Seitenairbags
Die Windowbags rollen bei einem Seitenaufprall die Seitenfenster hinab, um den Kopf des Passagiers angemessen abzuschirmen. Verglichen mit anderen Lösungen bieten die Windowbags des Fiat Bravo mehr Schutz (weil sie stets die richtige Position einnehmen), öffnen sie sich schneller und bergen sie weniger Verletzungsgefahren für die Insassen in sich. Sie öffnen sich von oben nach unten, sodass nicht die Gefahr besteht, den Insassen zusätzliche Armverletzungen zuzufügen.
Sie schützen zudem wirksam sowohl den Kopfbereich von Fahrer und Beifahrer als auch der Passagiere im Fond, weil ihre Breite die gesamte Fensterfläche einnimmt. Außerdem bieten sie Schutz bei einem Überrollunfall. Die beiden Airbagkissen (eins rechts und eins links) sind in einem Fach unter den Längsträgern im Dach zusammengefaltet. Bei Bedarf biegt sich die Verkleidung auf, sodass sich die Airbags öffnen und nach unten entfalten können.
Zum Schutz von Becken- und Thoraxbereich der Insassen bei einem Seitenaufprall verfügt der Fiat Bravo zudem über Seitenairbags. Sie sind in der Rückenlehne der Sitze untergebracht, was den Fahrzeuginsassen unabhängig von ihrer Körperstatur, der eingenommenen Sitzposition und der Sitzregulierung ein Höchstmaß an Sicherheit bietet.
Die strengsten Crashtests für Rundumschutz
Um die Wirksamkeit des für das neue Modell entwickelten integrierten Schutzsystems in der Praxis zu testen, haben die Techniker des Fiat Sicherheitszentrums in Orbassano bei Turin den Fiat Bravo allen potenziellen Kollisionssituationen bei hoher Fahrgeschwindigkeit ausgesetzt. Die Ergebnisse wurden anhand von strukturellen und biomechanischen Parametern einiger der weltweit strengsten Normen gemessen. Hier die Resultate.
Frontalaufprall
Ausgezeichnete Ergebnisse in zwei verschiedenen Crashtests für den Fiat Bravo. Beim ersten handelt es sich um den Offset-Crash gegen eine verformbare Barriere bei 64 km/h, der einen Frontalzusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen simuliert. Der zweite Test besteht aus einem Crash gegen eine unbewegliche und unverformbare Barriere bei einer Geschwindigkeit von 56 km/h. Durch die robuste Bauweise der Struktur und die Verwendung von Materialien, die die frei werdende Energie optimal abbauen, ist beim Fiat Bravo bei dieser Art von Unfällen die Eindringtiefe ausgesprochen niedrig und lassen sich alle Türen öffnen, ohne dass die Insassen erwähnenswerten Inertialbelastungen ausgesetzt werden, die darüber hinaus dank dem Smart Airbag-System hervorragend geschluckt werden. Zu erwähnen ist noch, dass bei einem Frontalzusammenstoß keinerlei Gepäckstücke aus dem Kofferabteil in die Fahrgastzelle eindringen können und die Insassen auch von dieser Seite keinerlei Gefahren ausgesetzt sind.
Seitenaufprall
Zwei international anerkannte Tests bezeugen die Fähigkeit des neuen Modells, die Unversehrtheit der Insassen auf den Vorder- und den Rücksitzen auch bei einem Seitenaufprall mit hoher Fahrgeschwindigkeit zu gewährleisten. Der erste ist der Crash gegen eine verformbare Barriere, der den Zusammenstoß zweier Fahrzeuge im 90-Grad-Winkel zueinander bei 50 km/h simuliert und bei dem sich der Fiat Bravo ausgezeichnet verhalten hat. Für den Schutz der Insassen sorgen dabei im Beckenbereich die robuste Chassisstruktur, im Brust- und Bauchbereich die kombinierte Wirkung von Seitenairbags und Türpaneelen, sowie im Kopfbereich die Windowbags. Der zweite Test ist der Seitenaufprall gegen einen Mast, einer der gefährlichsten Crashs überhaupt, der Autofahrern passieren kann.
Heckaufprall
Für den Fall eines Heckaufpralls wird unter dem strukturellen Aspekt eine möglichst geringe Verformung der Fahrgastzelle wie auch eine Nichtbeschädigung des Kraftstofftanks zwecks Vorbeugung der Brandgefahr angestrebt. Unter dem biomechanischen Aspekt konzentrieren sich die Bemühungen zum einen darauf, den Insassen einen optimalen Halt zu geben und das Nachgeben der Sitzstruktur zu unterbinden, und zum anderen Verletzungsgefahren, insbesondere im Hals- und Kopfbereich, die für gewöhnlich am meisten betroffen sind, zu minimieren.
Fußgängerschutz
Bei der Entwicklung der Formgebung der Frontpartie des Fiat Bravo fand auch der Schutz von Passanten Berücksichtigung. Die Formen sind glatt und rund und es sind keinerlei für Fußgänger gefährliche Kanten oder hervorstehende Teile vorhanden. Durch die großflächige Motorhaube wird die Gefahr, dass bei einem Unfall der Kopf eines Passanten mit den steif ausgelegten A-Säulen in Berührung kommt, stark gemindert. Unter der Motorhaube sind die steiferen Komponenten in angemessener Entfernung von der Haube angeordnet, sodass es der „Außenhaut“ der Motorhaube bei niedriger Stoßkrafteinwirkung möglich ist, die durch den Aufprall des Kopfes des Passanten frei werdende Energie aufzunehmen.
Kinderschutz
Für das neue Modell sind auch all die Vorrichtungen vorgesehen, die das Reisen mit Kindern an Bord sicherer machen. Zu den wichtigsten Schutzvorrichtungen zählen hier die Isofix-Anschlüsse an den Rücksitzen und die Deaktivierung des Beifahrer-Airbags direkt über den Bordcomputer.
Brandschutz
Der Fiat Bravo ist unter sämtlichen Aspekten, vom Karosserieaufbau bis zu den verschiedenen Komponenten, auf maximalen Schutz gegen die Brandgefahr ausgerichtet und erfüllt die allerneuesten strengen Sicherheitsanforderungen, die sich Fiat selbst auferlegt hat. Das beweist zum Beispiel das Fire Prevention System, das bei Aufprallkräften eines bestimmten Ausmaßes augenblicklich die elektrische Kraftstoffpumpe blockiert (Benziner) bzw. das Magnetventil (Dieselversionen) schließt. Dieser so genannte Crash-Schalter befindet sich unter der Verkleidung der rechten Vordertürsäule. Der Kraftstofftank ist aus Kunststoff gefertigt und entspricht damit bereits den künftigen Sicherheitsvorschriften. Er ist in unfallsicherer Einbaulage positioniert und ist Verformungen gegenüber resistent, sodass keinerlei Gefahr von austretendem Kraftstoff besteht.
Aktive Sicherheit
Der Fiat Bravo ist mit der modernsten Elektronik für die Fahrdynamikkontrolle ausgerüstet, womit der Zweck verfolgt wird, die dynamischen Limits noch weiter anzuheben und damit Sicherheit auf allerhöchstem Niveau zu garantieren. Die Wirkungskraft dieser Vorrichtungen wurde in einer Reihe von Simulationen und Testfahrten bis ins Detail untersucht, damit auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Nachstehend die Beschreibung dieser umfangreichen Ausrüstung.
Bremsanlage und großzügige Bereifung
Im Einklang mit den hoch gesteckten Zielsetzungen im Bereich der aktiven Sicherheit ist der Fiat Bravo mit extrem leistungsfähigen und ausgezeichnet abstimmbaren Bremssystemen ausgerüstet. Das Modell verfügt über eine servounterstützte hydraulische Bremsanlage, die aus zwei unabhängigen diagonalen Bremskreisen besteht (jeder Kreis wirkt auf ein Vorderrad und das ihm diagonal gegenüber befindliche Hinterrad), um auch bei einer Störung an einem Kreis die Bremsleistung und -stabilität zu erhalten. Die gesamte Baureihe des Fiat Bravo ist mit innenbelüfteten Scheibenbremsen an den Vorderrädern ausgestattet.
An den Hinterrädern kommen volle Bremsscheiben zum Einsatz, deren Größe den jeweiligen Gewichts- und Leistungsauslegungen der verschiedenen Motorversionen angepasst ist. Für den 1.4 16v sind innenbelüftete Scheiben in der Größe 257x22 mm und hintere Scheiben in der Abmessung 251x10 mm lieferbar. Bei der vom 1.9 Multijet mit 120 PS Leistung angetriebenen Version kommen innenbelüftete Scheiben mit 284x22 mm und volle Scheiben mit 251x10 mm Durchmesser zum Einsatz. Die Motorversion 1.9 Multijet mit 150 PS kann auf innenbelüftete Scheiben der Größe 281x26 mm und volle Scheiben im Maß 251x10 mm zählen.
Für einen guten Mittelweg zwischen Handling und Komfort sorgen beim Fiat Bravo auch die großzügig dimensionierten Reifen, die die Fahrstabilität, die Sicherheit und den Fahrkomfort nachhaltig positiv beeinflussen. Je nach Ausstattungsvariante kommen Reifen der Größen 205/55 R16, 225/45 R17 und 225/40 R18 zum Einsatz.
ABS komplett mit EBD (Electronic Brake force Distribution)
Neben einer hervorragenden Bremsanlage bietet der Fiat Bravo ein Antiblockiersystem, das heute zu den modernsten auf dem Markt zählt. Gesteuert wird es durch ein hydraulisches Steuergerät mit acht Magnetventilen, vier aktiven Sensoren und vier Kanälen, und ist mit einem elektronischen Bremskraftverteiler gekoppelt. Diese Vorrichtung verteilt die Bremswirkung so auf die vier Räder, dass deren Blockierung verhindert und in allen Fahrsituationen eine komplette Fahrzeugkontrolle gewährleistet wird. Darüber hinaus stimmt das System seine Funktion sowohl auf die Reifengriffigkeit als auch auf das Leistungsvermögen der Bremsbeläge ab, um deren Überhitzung einzuschränken.
ESP (Electronic Stability Program)
Das ausgeklügelte ESP greift in Grenzsituationen zur Aufrechterhaltung der Fahrzeugkontrolle ein. Es kontrolliert permanent die Haftung der Reifen am Fahrbahngrund in Längs- und in Querrichtung und stellt bei androhendem Ausbrechen aus der Kurve die Fahr- und Richtungsstabilität wieder her. Über Sensoren ermittelt es die Drehung des Fahrzeugs um die Hochachse (Gierwinkelgeschwindigkeit), die Querbeschleunigung des Autos und den Lenkradeinschlag (der die gewählte Richtung angibt). Anschließend vergleicht es diese Werte mit den von einem Computer berechneten Sollwerten und stellt es anhand eines aufwändigen Rechenmodells fest, ob das Fahrzeug die Kurve innerhalb des Haftgrenzbereichs durchfährt oder ob die unmittelbare Gefahr eines front- oder heckseitigen Ausbrechens besteht (Unter- oder Übersteuern). Um die Spurstabilität wieder herzustellen, erzeugt das ESP ein Giermoment, das dem stabilitätsgefährdenden Moment entgegengerichtet ist, indem es das entsprechende (kurveninnere oder -äußere Rad) separat abbremst und die Motorleistung über die Drosselklappe reduziert. Und dies ist das Besondere an dem für den Fiat Bravo entwickelten System. Die Bremsen werden möglichst graduell betätigt (was für den Fahrer kaum merklich ist) und die Leistungsreduzierung des Motors ist moderat, sodass die vom Fahrzeug gebotenen ausgezeichneten Fahrleistungen und das große Fahrvergnügen stets erhalten bleiben. Das ESP ist jederzeit in Betrieb.
Hill Holder - HBA
Fester Bestandteil des ESP ist der Hill Holder, der den Fahrer beim Anfahren an Steigungen unterstützt. Er tritt in Funktion, wenn das Steuergerät des ESP die Neigungslage über einen Längsbeschleunigungssensor erfasst. Beim Anfahren an einer Steigung sind die Eingriffsbedingungen für das System bei eingelegtem ersten Gang und durchgetretenem Brems- und Kupplungspedal gegeben. Auf diese Weise wird der Druck der vorderen Bremszangen etwa weitere 1,5 Sekunden aufrechterhalten, nachdem das Bremspedal gelöst wurde, sodass der Fahrer problemlos anfahren kann. Beim Starten auf abschüssigem Gelände im ersten Gang wird der Hill Holder nicht aktiviert. Das gleiche Verhalten erfolgt auch bei eingelegtem Rückwärtsgang: beim Anfahren auf abschüssigem Gelände ist die Vorrichtung aktiviert, auf ansteigendem Gelände ist sie deaktiviert.
Weiterhin wird ein elektrohydraulischer Bremsassistent namens HBA offeriert, der bei einer Panikbremsung den Bremsdruck automatisch erhöht.
ASR (Anti Slip Regulation)
Fester Bestandteil des ESP ist die Antriebsschlupfregelung ASR (Anti Slip Regulation), die bei jeder Fahrgeschwindigkeit mit Hilfe der Bremsen und des Motor-Managements die Traktion optimiert.
Ausgehend von der Drehzahl der Räder, die von den ABS-Sensoren erfasst wird, berechnet das System den Schlupfgrad und aktiviert es zwei verschiedene Kontrollsysteme zur Wiederherstellung der Bodenhaftung. Wenn eine zu hohe Leistungsanforderung das Durchdrehen der beiden Antriebsräder bewirkt (zum Beispiel beim Aquaplaning oder beim Beschleunigen auf einer unebenen, verschneiten oder vereisten Fahrbahn), wird das Motordrehmoment durch Verringerung des Öffnungswinkels der Drosselklappe und damit der zuströmenden Verbrennungsluft reduziert. Dreht dagegen nur ein Rad durch (zum Beispiel auf der Kurveninnenseite bei einer Beschleunigung oder bei dynamischen Lastwechsel-Erscheinungen), wird dieses automatisch gebremst, ohne dass der Fahrer das Bremspedal zu treten braucht. Auf diese Weise wird eine Wirkung ähnlich der des Sperrdifferenzials erzielt. Damit findet sich der Fiat Bravo auch auf unebenen Bodenbelägen problemlos zurecht.
Das ASR wird automatisch bei jedem Anlassen des Motors aktiviert, kann allerdings über einen Schalter an der Mittelkonsole ausgeschaltet werden. Obligatorisch ist die Deaktivierung des ASR jedoch nur im Zusammenhang mit der Benutzung von Schneeketten, denn in diesem Fall muss das Rad, um die Kraft auf den Boden zu übertragen, den Schnee mit kleinen Rutschbewegungen „anhäufen“ können, die das ASR hingegen zu verhindern bemüht ist.
MSR (Motor-Schleppmoment-Regelung)
Diese Vorrichtung, die mit dem ASR-System fest gekoppelt ist, wird beim abrupten Herunterschalten eines Ganges aktiv, indem sie das Motordrehmoment erhöht und auf diese Weise das Durchdrehen der Antriebsräder zuverlässig verhindert, was besonders bei schlechter Bodenhaftung zum Verlust der Fahrstabilität und Lenkbarkeit führen könnte.
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