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Fiat Bravo: Fahrwerk, Handling und Fahrkomfort der Superlative
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Die Überarbeitung der Geometrien des Vorgängermodells von Fiat im Segment C hat die folgenden Eingriffe mit sich gebracht:
- Spurverbreiterungen um 20 mm und Einsatz von größeren Reifen (zusätzlich zur konsolidierten Bereifung der Größe 205/55R16 werden auch solche der Größe 225/45 mit 17-Zoll-Felgen und der Größe 225/40 mit 18-Zoll-Felgen angeboten).
- Modifizierte Aufhängungsgeometrie, Einsatz eines neuen Torsionsstabilisators an der Vorderachse und ein komplett neues Tuning der Federn und der Stoßdämpfer, die dem neuen Chassis mit der im Segment besten Verdrehfestigkeit angepasst sind, ferner überdimensionierte neue untere Lenker mit rechtwinkligem Dreieck, um die Wirkung der Bremslasten von denen der Kurvenlasten stärker zu entkoppeln und auf diese Weise ein optimales Gleichgewicht unter allen Fahrbedingungen zu gewährleisten. Ungeachtet der Spurverbreiterung hat die Untersuchung der vorderen Geometrie in Verbindung mit den Hüben der Lenkgehäuse es möglich gemacht, den Wendekreisdurchmesser des Fahrzeugs auf einem erfreulich niedrigen Niveau zu halten: 10,5 m zwischen Kantsteinen und 11 m zwischen Wänden (Spitzenwerte des Segments).
- Als Halb-Verbundlenkerachse mit Drehachskörper ausgebildete Hinterachse mit neuem steiferen Torsionsstabilisator zur Erhöhung der Strukturfestigkeit und zur Bewahrung eines guten Federungsverhaltens der Radaufhängung bei Belastung, was durch den Einsatz einer verstärkten hydraulischen Buchse zur Befestigung der Achse am Chassis sichergestellt wird. Bei der Überarbeitung der Radaufhängung wurde auch die Verwendung neuer Federn, Stoßdämpfer und Puffer untersucht, um diese dem Chassis anzupassen und das dynamische Ansprechverhalten bei Kurvenfahrten zu verbessern.
- Es wurde intensiv an den Komponenten gearbeitet, die für den Fahrzeugkomfort wichtig sind. Dabei kamen technische Lösungen zum Einsatz, wie sie für gewöhnlich für Fahrzeuge der höheren Klasse verwendet werden, wie die geteilte Domstrebenbuchse („dual-path“) an der Vorderachse und die Senkrechtstellung des Stoßdämpfers an der Hinterachse. Hierdurch ist die Fähigkeit, Straßenunebenheiten besser wegzufiltern, optimiert worden, ohne die strukturelle Festigkeit und damit die Lenkgenauigkeit zu verändern.
- Um die Grenzbedingungen der Kurvenstabilität zu erhöhen, kommen beim neuen Fahrzeug Stoßdämpfer mit einem Schaft von 22 mm (Multijet-Versionen) bzw. 20 mm (1.4 Benziner) Durchmesser sowie ein mit einem Verstärkungsrohr versteifter und gewichtsoptimierter Hohlstab zur Anwendung.
- Erhöhung der Strukturfestigkeit der vorderen Befestigungstraverse der Radaufhängungen zwecks Verbesserung des Geräusch- und Schwingungskomforts und des Handlings.
- Die Spurerweiterung an der Vorder- und der Hinterachse diente zum einen der Anpassung an die größeren Abmessungen des neuen Modells und zum anderen der Verbesserung der Fahrstabilität.
Vorderachse
An der Vorderachse des Fiat Bravo kommt ein Schema mit einzeln aufgehängten Rädern zum Einsatz, bei dem der Stoßdämpfer und die Feder nicht nur als Federungselemente fungieren, sondern auch für die Struktur und die Kinematik von Bedeutung sind. Die Hauptkomponenten dieses strukturellen Schemas sind die Doppelschalen-Schwinglenker aus gepresstem Blech statt aus Gusseisen, was eine erhebliche Gewichtsersparnis mit sich bringt. Darüber hinaus wartet das neue Modell mit einigen weiteren hochinteressanten Lösungen auf, die nachstehend näher beschrieben werden sollen.
- Sehr strukturfeste vordere Aufhängungstraverse mit „Querverbindungsband“ nahe den vorderen Lenkeranschlüssen.
- Geteilte Domstrebenbuchsen (nach dem „dual-path“-Schema), die Straßenunebenheiten besser wegfiltern und zugleich eine hohe Strukturfestigkeit zu Gunsten der Lenkpräzision garantieren.
- Versteifter Torsionsstabilisator, um der Seitenneigung des Fahrzeugs und damit der Tendenz zum Aufschaukeln besser entgegenzuwirken, mit Verankerungsstangen an den Stoßdämpfern, für eine Optimierung der stabilisierenden Wirkung und ein besseres Kurvenverhalten.
- Neue festere Schraubenfedern, die, zwecks Optimierung der Schubachse, unter Anwendung der „Side-load“-Technik realisiert werden, um die auf den Stoßdämpferschaft wirkenden Tangentialkräfte und damit die Eigenreibungen (Hysterese des Systems) zu reduzieren, mit einem daraus folgenden besseren Absorptionsvermögen von kleinen Bodenunebenheiten.
- Für eine hohe Seitenfestigkeit zu Gunsten der Kurvenhaltung ist das neue Modell mit doppelt wirkenden hydraulischen Teleskopstoßdämpfern mit 22 mm (Multijet-Versionen) bzw. 20 mm (Versionen mit 1.4 Benziner) Durchmesser ausgerüstet.
- Die Festigkeit des Chassis ist erhöht und die obere Befestigung am Chassis überarbeitet worden, um den Caster-Winkel zwecks Verbesserung der Lenkpräzision und des Komforts zu versteifen und zu vergrößern.
Hinterachse
Beim Fiat Bravo kommt eine als Halb-Verbundlenkerachse mit Drehachskörper ausgelegte Hinterachse nach einem optimierten Schema zum Einsatz. Insbesondere der rohrförmige neue Stabilisator ist um 40 Prozent versteift worden, um eine das Seitenneigungsverhalten verbessernde Festigkeit von ebenfalls 40 Prozent zu erzielen, wovon die Lenkpräzision und die Straßenhaltung profitieren. Des Weiteren ist die Senkrechtstellung der Stoßdämpfer mit der Befestigung an der Radführung stärker schallisoliert worden, um Bodenunebenheiten besser wegfiltern zu können und dadurch einen besseren Geräuschkomfort in der Fahrgastzelle zu gewährleisten.
Die Hinterachsstruktur besteht aus Seitenlenkern, die in zwei Halbschalen gepresst und an ein seitliches Drehprofil angeschweißt sind, sowie aus einem neuen Stabilisator, der im Innern der Traverse verläuft und durch eine Schweißverbindung an den Lenkern befestigt ist. Last, but not least, sind die Anschlussbuchsen der Achse hydraulischer Art, was gegenüber denen aus Gummi und Metall den Vorteil einer besseren Längsflexibilität und eines optimierten Komforts bietet, und sind sie zudem in den Schulterteilen verbessert und versteift worden.
Lebensqualität an Bord
Neben dem Spaß am Fahren erwartet man von einem Fiat auch, dass er einem den Aufenthalt an Bord so angenehm wie möglich macht. Dabei gilt es, den Fahrer und die Insassen mit Technologien zu umgeben, die für einen Geräusch- und Klimakomfort der Spitzenklasse garantieren. Im Innenraum herrscht eine gedämpfte, behagliche Atmosphäre, die durch die sehr sorgfältige Geräuschisolierung des Fahrzeugs wie auch durch die hohe Dreh- und Biegefestigkeit der Karosserie frei von Schwingungserscheinungen ist.
Für die gute Lebensqualität an Bord des Fiat Bravo sorgen aber auch noch andere Vorrichtungen, wie die Weiterentwicklung des Systems Blue&MeTM und das CONNECT Nav Plus, die beide von Magneti Marelli realisiert worden sind, oder die Dual-Zonen-Klimaautomatik, zwei verschiedene Audiosysteme (Hi-Fi und Hi-Fi Sound System), die bequemen und praktischen Sitze oder aber das großflächige Panorama-Sonnendach. Mit anderen Worten, in Sachen Komfort scheut das neue Fahrzeug keinen Vergleich. Darüber hinaus wartet der Fiat Bravo mit dem Besten auf, das im Bereich der technischen Lösungen zur Unterstützung des Fahrers heute auf dem Markt ist, wie zum Beispiel der Geschwindigkeitsregelanlage Cruise Control, dem Regensensor oder der Einparkhilfe. Und nicht zuletzt ist das neue Modell mit Reifendrucksensor und vielen weiteren interessanten Ausstattungsdetails versehen, die das Reisen an Bord des Fiat Bravo zu einem echten Komforterlebnis machen.
NVH-Komfort (Noise-Vibration-Harshness)
Der Fiat Bravo hat ein hohes Komfortniveau erreicht, das sich in dem geräuscharmen und schwingungsfreien Betrieb des Fahrzeugs widerspiegelt. Der Geräuschpegel eines Fahrzeugs wird durch den Verständlichkeitsfaktor ausgedrückt, der beim neuen Modell bei Tempo 120 den exzellenten Wert von 66 Prozent erreicht. Möglich wurde dieses Ergebnis neben den üblichen Maßnahmen zur Geräuschdämmung auch durch den großflächigen Einsatz von ausdehnbaren Wänden, die im Innern der Kastenelemente positioniert sind und verhindern, dass die hierin erzeugten Geräusche sich ausbreiten, wodurch eine effiziente Isolierung des Fahrgastraumes sichergestellt wird. Die Schwingungsreduzierung ist durch eine besonders steif ausgelegte Chassisstruktur erreicht worden. Für die Biegefestigkeit lässt sich der ausgezeichnete Wert von 960 daN/mm verzeichnen, für die Verdrehfestigkeit 121.800 daNm/Radiant. Besondere Aufmerksamkeit ist den örtlichen Festigkeiten der Anschlüsse sämtlicher Fahrwerkaggregate wie auch der Radaufhängung geschenkt worden, bei deren Planung und Entwicklung die Sicherstellung eines optimalen Handlings und Fahrkomforts unter allen Fahrbedingungen im Vordergrund stand.
Klimatisierung
Das Klima im Fahrgastraum ist einer der wichtigsten Komfortfaktoren während der Fahrt und maßgeblich für die vorbeugende Sicherheit verantwortlich, weil Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung auf das Wohlbefinden des Fahrers und damit auf seine Aufmerksamkeit Einfluss haben. Außerdem ist nicht zu vergessen, dass die Heizungs- und Belüftungsanlage auch die beschlagene Windschutzscheibe und die Seitenfenster frei macht. Deshalb sind für das neue Modell drei verschiedene Systeme lieferbar: das traditionelle Heizungs- und Belüftungssystem, die von Hand einstellbare Klimaanlage und die Dual-Zonen-Klimaautomatik. Insbesondere bei dem letztgenannten System werden automatisch über ein elektronisches Steuergerät die Temperatur, der Luftdurchsatz, die Luftverteilung, die Zuschaltung des Kompressors und die Umluft geregelt.
Die Anlage sorgt darüber hinaus für eine Klimasteuerung „mit äquivalenter Temperatur“. Über mehrere Sensoren werden die Außen- und die Innentemperatur gemessen und das Wärmegefühl der Insassen bewertet. Unter Wärmegefühl ist der Energieaustausch zwischen menschlichem Körper und Fahrgastraum zu verstehen, auf den die Luftfeuchte, die Temperatur und die Luftzufuhr einwirken. Ein weiterer Sensor in zentraler Position an der Unterkante der Windschutzscheibe erfasst die Sonneneinstrahlung und den Einfallwinkel der Sonnenstrahlen. Damit kann ein daraus resultierender zu hoher Temperaturanstieg im Innenraum vorhergesehen und somit die Klimaanlage rechtzeitig informiert werden. Da es sich bei diesem System um eine Dual-Zonen-Klimaautomatik handelt, sind im rechten und im linken Bereich des Innenraums zwei unterschiedliche Temperatureinstellungen möglich.
Panorama-Sonnendach
Für das hohe Niveau der Lebensqualität an Bord des Fiat Bravo spricht auch das zur Wahl stehende große Panorama-Sonnendach (ca. 1,24 m2, was 77 Prozent der gesamten Dachfläche entspricht). Das elektrisch betätigte Sonnendach besteht aus zwei Glasplatten, einem festen hinteren und einem verschiebbaren vorderen Paneel, sowie aus zwei Sonnenschutzrollos, die unabhängig voneinander auf Schienen nach hinten gleiten.
Mit dem Panorama-Sonnendach, das seine Insassen mit viel Helligkeit und dem Gefühl von Freiheit verwöhnt, verändert sich das Verhältnis zur Außenwelt von Fahrt zu Fahrt. Wenn der Innenraum vom Sonnenlicht durchflutet werden soll, kann der Glasteil geschlossen bleiben und das darunter befindliche Rollo geöffnet werden. Will man dagegen „offen“ fahren, lassen sich das vordere Glaspaneel und das Rollo innerhalb von sieben Sekunden vollständig öffnen: damit hat man ein echtes „Himmelsfenster“ zur Verfügung.
Radio und Hi-Fi-Audio-System
Besonders interessant ist die Audioausstattung des neuen Modells, die zwei Radiogeräte und zwei verschiedene Audiosysteme (Hi-Fi und Hi-Fi Sound System) umfasst. Was die beiden Systeme miteinander verbindet, ist die sorgfältige Abstimmung der technischen Eigenschaften wie auch die auf den Innenraum zugeschnittene Verteilung der Lautsprecherboxen (die nach der Water Resistano Technology realisiert worden sind). Das erste System, mit einer Leistung von 40 Watt, umfasst zwei Tweeter nahe den Türöffnern, zwei Woofer in den Vordertüren und zwei Full-Range-Lautsprecher in den hinteren Seitenverkleidungen. Bei der zweiten Anlage, dem Hi-Fi Sound System, kommen zur bereits erwähnten Ausrüstung zwei Tweeter und ein im Kofferabteil untergebrachter Subwoofer (verstärkt, vom Typ Bass Reflex mit 260 Watt Leistung) hinzu, der einen wärmeren Klang und eine bessere Wiedergabe garantiert.
Nun zu den beiden Radiogeräten (mit CD- oder MP3-Player erhältlich), die sich harmonisch in das Design des Instrumententrägers einfügen. Beide sind in einer ergonomisch korrekten Position im oberen Bereich des Armaturenträgers angeordnet (die richtige Position für den Fahrer) und sind auch für den Beifahrer mühelos erreichbar. Selbstverständlich können sie auch direkt über die Tasten am Lenkrad bedient werden. Mit einer Blende in Glanzschwarz und grauen Bedientasten ausgestattet, verfügen beide Vorrichtungen über RDS (Radio Data System), TA (Verkehrsnachrichten) und PTY (der Code, mit dem die Radiosender die übertragene Musikrichtung melden, sodass das Gerät automatisch nur die vom Hörer bevorzugte Musik auswählt). Eine weitere Besonderheit dieser Geräte ist, dass sie bei jeder Einschaltung die gleiche Lautstärkeeinstellung haben, mit der sie ausgestellt worden sind; zudem sorgt bei beiden Radiogeräten eine Vorrichtung für die automatische Abstimmung der Lautstärke auf die Fahrgeschwindigkeit.
Darüber hinaus hat der Kunde die Wahl zwischen „vorabgestimmen Spezialeffekten“, kann die Klangparameter aber auch selbst einstellen und abspeichern. Auf Wunsch ist aus der Lineaccessori ein CD-Wechsler (ein Mehrfach-Lesegerät für bis zu zehn CDs zur Unterbringung im Gepäckabteil) lieferbar, der über die Radiotasten bedient werden kann.
Blue&MeTM: Kommunikation und Reisen ohne Grenzen
In dem einen Jahr seiner Kommerzialisierung hat das System Blue&MeTM einen wahren Verkaufsboom ausgelöst: es wird von 20 Prozent der Käufer eines Modells der Fiat Konzerngruppe geordert. Darüber hinaus sind dieser zukunftsweisenden Vorrichtung namhafte internationale Auszeichnungen verliehen worden, unter anderem:
- von „Frost & Sullivan“ der Preis „Excellence in Technology of the Year Award for European Automotive Telematics and Infotainment market“ (19. Januar 2006);
- von „Telematic Update von Detroit“ der Preis für die beste Telematiklösung des Jahres (23. Mai 2006);
- von „Automotive News Europe“ die Auszeichnung „Eurostats 2006“ an Giuseppe Bonollo, Vice President Product Portfolio Management, für den Erfolg des in die Fahrzeuge der Fiat Gruppe eingebauten Systems (22. August 2006).
Heute macht Blue&MeTM anlässlich der Markteinführung des Fiat Bravo einen weiteren Schritt nach vorn mit der ganz neuen Version Blue&MeTM Nav. Neben der bisherigen Lösung (einer hochmodernen Freisprecheinrichtung mit Bluetooth®-Interface und Spracherkennung, USB-Port, MP3-Leser und SMS-Interpreter) wird für das neue Fiat Modell eine Variante zu haben sein, die den vorgenannten Funktionen zudem die Navigationseinrichtung zu einem wirklich wettbewerbsfähigen Preis hinzufügt.
Blue&MeTM Nav wird in Zukunft eine Reihe von telematischen Serviceleistungen wie „SOS", „Concierge" und Versicherungsdienste zulassen.
Blue&MeTM Nav bietet ein simples und intuitiv bedienbares Piktogramm-Navigationssystem, das über eine innovative Eingabemodalität des Zielortes durch Sprachbedienung verfügt.
Die Errechnung des Bestimmungsortes erfolgt in Echtzeit, denn die Straßenkarte des Landes ist in dem USB-Stick gespeichert, sodass der Datenzugriff im Vergleich zum CD-System enorm beschleunigt wird und zudem leiser ist.
Darüber hinaus sind bei Blue&MeTM Nav alle Funktionen integriert und werden die Telefon-, Musik- und Navigationsdaten auf dem Instrumentendisplay angezeigt. Während der Navigation kann man seine Lieblingssongs hören, wenn diese zusammen mit der Straßenkarte auf demselben USB-Stick oder Mediaplayer gespeichert sind, und kann außerdem durch Benutzung der Freisprecheinrichtung Telefongespräche führen.
Alle Stärken des Systems
Blue&MeTM entsteht nach einer dreijährigen Industriekooperation zwischen dem Fiat Konzern und Microsoft. Mit der im Juli 2004 unterzeichneten Partnerschaft wird das langfristige Ziel verfolgt, innovative Telematiksysteme für das Auto zu planen und zu entwickeln. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist ein Produkt, das sich mittlerweile auf dem Markt durchgesetzt hat und das sich, wie der Name bereits verlauten lässt, einer voll integrierten und bedienerfreundlichen Technologie bedient.
Die auf „Windows Mobile for Automotive“ basierende Vorrichtung beruht auf einem offenen und damit stets aktualisierbaren, flexiblen und inhaltlich anpassungsfähigen System. Fiat und Microsoft, mit der Unterstützung durch Magneti Marelli, bieten hiermit eine modulare Plattform an, die mit dem Großteil der Mobiltelefone, der Abspielvorrichtungen oder sonstiger individueller Gerätschaften kompatibel ist. Diese Plattform, die an die Stelle der teuren und rigiden aktuellen Hardware tritt, bietet den großen Vorteil, laufend mit den auf dem Markt erscheinenden Innovationen aktualisiert werden zu können und stets perfekt in das Auto integrierbar zu sein. Das Ganze zu einem ausgesprochen interessanten Preis.
Mit Blue&MeTM sind Bedienerfreundlichkeit und Sicherheit auf allerhöchstem Niveau garantiert. Durch die Sprachsteuerung, die vollständige Integration in die Lenkradtastatur und die Einbindung der Informationen in das Instrumentendisplay kann der mit einem Bluetooth®-kompatiblen Handy ausgestattete Kunde das Telefon auch dann verwenden, wenn es sich beispielsweise in der Jacke oder der Tasche befindet, ohne dass er die Hände vom Lenkrad nehmen muss. Die sofortige Interaktivität dieses hochmodernen Spracherkennungssystems ist dadurch gegeben, dass keinerlei Teach-in-Phase zum Erlernen der Stimme benötigt wird und auch die sprachliche Wiedergabe eingehender SMS möglich ist.
Wird ein beliebiges Digitalgerät an den gut sichtbar in der Tunnelkonsole des Fiat Bravo eingebauten USB-Port angeschlossen, kann man stundenlang die auf einem iPod, einem Handy, einem MP3-Player oder einem USB-Stick aufgenommene Digitalmusik in den Formaten MP3, WMA e WAV hören.
Für die Käufer des Blue&MeTM Nav ist ein „Navigationskit“ vorgesehen, bestehend aus einem USB-Stick mit eingespeicherter Straßenkarte und einer Back-up-CD, die für die Übertragung der Karte auf einen persönlichen MP3-Player, iPod inbegriffen, verwendet werden kann.
Die auf einem eigenen Bedienteil am Wagendach angeordnete Nav-Taste ermöglicht einen direkten Zugriff auf das Navigationsmenü, das auch über die Bedientasten am Lenkrad bzw. per Sprachsteuerung zugänglich ist. Durch Einstecken des USB-Schlüssels kann mit der Navigation begonnen werden. Die Festlegung des Reiseziels erfolgt durch Eingabe der Anfangsbuchstaben des Zielortes mit Hilfe der Tasten am Lenkrad, wobei die Anschrift sprachgesteuert komplettiert werden kann.
Wie alle anderen Informationen werden auch die Navigationsdaten auf dem Cockpit-Display angezeigt: neben der Zielanschrift, den Piktogrammen der Richtungsanzeigen und den Ankunftsinformationen gehört dazu auch die herkömmliche sprachliche Wiedergabe der Abbiegehinweise über die Lautsprecher.
Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Navigationssystemen, bei denen es ohne CD-Wechsler nicht möglich ist, zu navigieren und gleichzeitig eine CD abspielen zu lassen, kann man mit Blue&MeTM Nav völlig problemlos navigieren und die im eigenen Mediaplayer aufgenommene Musik hören.
Lässt man das Navigationsprogramm mit Hilfe der Back-up-CD auf einem PC laufen, ist es möglich, die über den Kundendienst erworbenen Straßenkarten mehrerer Länder auf dem USB-Stick zu speichern. Damit kann man entweder eine ganze Nation (z.B. Italien, Frankreich, Deutschland usw.), einen bestimmten Landesteil (z.B. Nord-, Mittel- oder Süditalien) oder aber ein bestimmtes, mehrere Länder übergreifendes Gebiet (z.B. Norditalien und Schweiz, Österreich und Süddeutschland) auswählen.
CONNECT Nav Plus
Auf Anfrage kann der Fiat Bravo mit dem hochmodernen Info-Telematik-System der jüngsten Generation CONNECT Nav Plus ausgestattet werden, das Satelliten-Navigationssystem, Radio, CD-Player, GSM-Dual-Band-Telefon mit Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung und Infomobilitäts-Service in einem ist.
Die in der Mitte des Armaturenträgers positionierte Vorrichtung umfasst einen 256-TFT-Farbmonitor (mit Aktivmatrix) in 6,5 Zoll Größe, der es möglich macht, den auf dem Display dargestellten Wegbeschreibungen (zusätzlich zu den sprachgesteuerten Mitteilungen) mühelos zu folgen. CONNECT ist das Info-Telematik-System im Dienste des Autofahrers, das die Lebensqualität während der Fahrt zum Reiseziel verbessert: durch simplen Druck auf die grüne Taste, dank GPS-/GSM-Netz und den Vorteilen der Satelliten-Kommunikation, kann der Autofahrer per Freisprecheinrichtung mit einem Kundenbetreuer sprechen, der ihn in seiner Muttersprache mit allen denkbaren Informationen versorgt.
Zu diesen Serviceleistungen gehört:
- die Bereitstellung in Echtzeit von auf eine bestimmte Strecke oder ein bestimmtes Gebiet bezogenen Informationen zur Verkehrslage auf dem italienischen Autobahn- und Umgehungsstraßennetz;
- die Versorgung mit der Anschrift oder der Telefonnummer einer Privatperson oder einer Firma durch den „Drive Me Service“. Der Kundenbetreuer stellt die gewünschte Information per SMS auf dem Instrumentendisplay bereit, wonach die Eingabe des Zielortes durch simplen Druck auf nur eine Taste möglich ist; genauso einfach und unmittelbar ist es auch, die mitgeteilte Telefonnummer anzurufen, ohne diese eingeben zu müssen;
- ein ärztlicher Online-Beratungsdienst, der rund um die Uhr im Einsatz ist.
Cruise Control
Für den Fiat Bravo kann die Geschwindigkeitsregelanlage Cruise Control geordert werden, die den Fahrer bei der Kontrolle der Fahrgeschwindigkeit unterstützt und den Fahrkomfort verbessert. Durch direkte Ansteuerung der Drosselklappe des Motors sorgt das System für die automatische Aufrechterhaltung der vom Fahrer vorgegebenen Reisegeschwindigkeit. Es braucht lediglich ein Drehknopf am speziell für diese Funktion vorgesehenen Hebel links vom Lenkrad auf die Position „ON“ in Richtung des Pluszeichens (bzw. des Minuszeichens) auf die gewünschte Geschwindigkeit gedreht zu werden. Wird der Drehknopf losgelassen, behält das Fahrzeug die gespeicherte Geschwindigkeit bei, ohne dass der Fahrer das Gaspedal zu betätigen braucht.
Die Cruise Control kann im gesamten Drehzahlband des Motors arbeiten, allerdings nur bei Fahrgeschwindigkeiten über 40 km/h. Daher sollte das System nur dann zugeschaltet werden, wenn die Verkehrslage es ermöglicht, den gespeicherten Wert mit Gewissheit beizubehalten.
Bei Betätigung des Gaspedals (zum Beispiel bei einem Überholmanöver) wird die Cruise Control vorübergehend ausgeschaltet, obgleich das System selbst aktiviert bleibt.
Das Auto beschleunigt dabei wie gewünscht, sobald jedoch der Fuß vom Gaspedal genommen wird, bringt das System das Fahrzeug auf die gespeicherte Geschwindigkeit zurück. Es versteht sich von selbst, dass die Vorrichtung aus Sicherheitsgründen automatisch außer Betrieb genommen wird, wenn der Fahrer das Brems- oder das Kupplungspedal betätigt. In diesem Fall kann zur gespeicherten Geschwindigkeit per Druck auf die Taste „RESUME“ zurückgekehrt werden, die sich an der Außenseite des Bedienhebels für die Cruise Control befindet.
Zur endgültigen Deaktivierung der Cruise Control und zur definitiven Löschung der vorgenommenen Einstellungen ist der Hebelring auf die Position „OFF“ zu drehen und der Motor abzustellen. Eine Kontrollleuchte am Multifunktionsdisplay zeigt den Ein- oder Ausschaltstatus des Systems an. Die Antriebsschlupfregelung (Anti Slip Regulation) hat die Priorität von der automatischen Geschwindigkeitskontrolle: Nach dem Eingriff des ASR kehrt das System zur eingestellten Geschwindigkeit zurück.
Einparkhilfe
Beim Einparken kann es vorkommen, dass sich hinter dem Fahrzeug Hindernisse befinden, die nicht im Gesichtskreis des Fahrers liegen, oder einfach der Abstand zum dahinter geparkten Fahrzeug nicht zu ermessen ist. An diesem Punkt kommt der Parksensor zu Hilfe, der durch Schaltung des Zündschlüssels in die Position MAR und Einlegen des Rückwärtsganges aktiviert wird.
Das System besteht aus einem elektronischen Steuergerät mit einer Schnittstelle zum CAN-Netz, vier Ultraschallsensoren im hinteren Stoßfänger und einem Summer. Die vier Sensoren decken sowohl den seitlichen Heckbereich des Fahrzeugs (ab einer Entfernung von weniger als 60 cm) als auch den mittleren Heckbereich (ab einer Entfernung von weniger als 150 cm) ab.
Sehen wir uns die Funktionsweise etwas genauer an. Es handelt sich um vier Ultraschallgeber, die als intelligente Impulssender und -empfänger arbeiten. Diese Impulse werden beim Einlegen des Rückwärtsganges ausgesendet; treffen sie dabei auf ein Hindernis, werden sie reflektiert und wie ein Echo vom Sensor empfangen.
An dieser Stelle wird das eingehende Signal in ein digitales Signal umgewandelt und zum elektronischen Steuergerät gesendet, das den Summer in Betrieb setzt. Das System warnt den Fahrer mit einem aussetzenden Tonsignal, dessen Intervall mit zunehmender Verringerung des Abstandes immer kürzer wird, wobei es bei Unterschreitung eines Abstandes von 30 cm zum Hindernis zum Dauersignal wird.
Die Funktion des Summers wird unterbrochen, wenn die seitlichen Sensoren ein näher kommendes Hindernis über einen Zeitraum von mehr als drei Sekunden erfassen. Damit soll vermieden werden, dass das System bei Manövern entlang einer parallel zur Fahrzeugachse verlaufenden Mauer weiterhin Signaltöne aussendet. Darüber hinaus ist die Einparkhilfe in der Konfiguration mit acht Sensoren lieferbar (die vier zusätzlichen Sensoren decken die Frontpartie des Fiat Bravo ab).
Regensensor
Im Sinne der vorbeugenden Sicherheit ist es wichtig, jederzeit eine ausgezeichnete Sicht zu haben. Daher bietet der Fiat Bravo einen Regensensor, der auch bei schlechtem Wetter für eine stets saubere Windschutzscheibe sorgt. Der Sensor, der sich im oberen Bereich der Fahrgastzelle hinter dem Rückspiegel befindet, setzt den Scheibenwischer automatisch in Betrieb und reguliert dessen Wischfrequenz in Abhängigkeit von der Niederschlagsstärke. Er wird aktiviert, indem das rechte Bedienelement am Multifunktionshebel in die erste Position (Aussetzbetrieb) gestellt wird. Seine Funktionsweise basiert auf dem Prinzip der Brechung der Infrarotstrahlung durch das Glas und die Wassertropfen. Die Sensoroptik (Linse) strahlt das Infrarotlicht zur Scheibe. Die Scheibe reflektiert es und strahlt es zum Sensor zurück. Da die zur Windschutzscheibe gesendete Lichtenergie konstant ist, verringert sich die zurück empfangene Energie in Abhängigkeit von der Wassermenge oder anderweitigen Verunreinigungen auf der Scheibe. Die Signalabweichung wird von der Sensorelektronik verarbeitet, die für den angemessenen Wischtakt der Scheibenwischer sorgt.
Da die nasse Scheibenoberfläche das menschliche Sehvermögen mehr nachts als am Tage beeinträchtigt, reguliert der Sensor den Wischertakt auch in Abhängigkeit von den Lichtverhältnissen. Außerdem erkennt er Wischstreifen bei abgenutzten Wischerblättern und kompensiert er die Wirkungen infolge der Alterung der Windschutzscheibe und der Elektronik. In besonderen Situationen aktiviert er spezielle Wischzyklen, zum Beispiel wenn sich auf der Scheibe einzelne Tropfen oder Verunreinigungen (Salz-, Schmutzablagerungen usw.) befinden.
Die Ansprechempfindlichkeit des Sensors kann an einem Schaltring reguliert werden, der über zwei Schaltpositionen verfügt und sich am rechten Multifunktionshebel befindet. Wenn der Motor bei zugeschaltetem System abgestellt wird, erfolgt dessen automatische Deaktivierung. Um das System erneut beim Anlassen des Motors in Betrieb zu nehmen, kann der Multifunktionshebel in die Nullstellung zurückgestellt und danach erneut auf die erste Schaltposition gestellt oder die Sensorempfindlichkeit geändert werden.
Um die erneute Aktivierung zu melden, lässt das System auch bei trockener Windschutzscheibe einen Wischertakt ausführen. Nach Gebrauch der Scheibenwaschpumpe schaltet sich der Sensor selbsttätig ein, um die Scheibe von dem Reinigungswasser zu befreien.
Reifendrucksensor
Zur Ausstattung des neuen Modells von Fiat gehört auch der Reifendrucksensor, der auf eventuelle Störungen durch einen Signalton und eine Anzeige auf dem Display hinweist. Insbesondere das TPMS-System (Tire Pressure Monitoring System) überwacht zwei Bedingungen: ungenügenden Druck und Reifenschaden. Wird eine dieser Schwellen überschritten, leuchtet die entsprechende Kontrollleuchte auf und erscheint eine Mitteilung auf dem Display. Bei einem Reifenschaden wird zusätzlich ein Signalton ausgegeben.
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