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Mercedes DiesOtto: Otto-Motor mit Dieselgenen

26 luglio 2007

Mercedes DiesOtto: Otto-Motor mit Dieselgenen

Leistungsfähig wie ein Benziner, drehmomentstark und sparsam wie ein moderner Diesel und dabei extrem sauber: Mit dem DiesOtto-Antrieb will Mercedes-Benz die Vorteile der beiden Motortypen vereinen.

Das neue Technologiepaket umfasst unter anderem Direkteinspritzung, Turboaufladung und eine variable Verdichtung. Kern der Innovation ist die Raumzündverbrennung, ein hocheffizientes, dem Diesel ähnliches Brennverfahren. Der Motor kann mit handelsüblichem Benzin betrieben werden.

Mercedes-Benz testet das neue Motorensystem zunächst an einem Vierzylinder mit 1,8 Litern Hubraum. Trotz deutlicher Hubraumverkleinerung - das so genannte "Downsizing" ist einer der wesentlichen Stellhebel für die Verbrauchsreduzierung - entwickelt das kompakte Triebwerk Leistung und Laufkultur auf Oberklasseniveau. Der Leistung von 175 kW/238 PS und dem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern steht ein Verbrauch von weniger als sechs Litern Benzin auf 100 Kilometer mit Start-Stopp-Automatik gegenüber.

Beim Start und bei Volllast wird das Benzin-Luft-Gemisch wie bei einem klassischen Ottomotor per Zündkerze zur Explosion gebracht. Die kontrollierte Selbstzündung (homogene Verbrennung), auf die der DieselOtto innerhalb eines Arbeitstaktes automatisch umschaltet, erfolgt im Teillastbereich, also bei niedrigen und mittleren Drehzahlen. Dadurch entsteht ein sehr geringer Ausstoß an Stickoxiden. Die weitere Abgasreinigung übernimmt ein serienüblicher Dreiwege-Katalysator.

"Parallel zum weltweiten Erfolg des modernen Dieselantriebs werden Fahrzeuge mit Benzinmotoren in vielen Märkten und für viele Kunden langfristig attraktiv bleiben. Deshalb widmen wir beiden Motortypen unsere Aufmerksamkeit - inklusive einer uneingeschränkten Hybrid-Option für Diesel und Benziner", betont Professor Dr. Herbert Kohler, Leiter Konzernforschung & Vorentwicklung Fahrzeugaufbau und Antrieb sowie Umweltbevollmächtigter von DaimlerChrysler.

Mercedes-Benz hält das neue Antriebskonzept mittelfristig für realisierbar. Einige Teillösungen sind bereits in Serie, wie beispielsweise die Benzin-Direkteinspritzung. Andere werden bis zur Umsetzung der Komplettlösung nach und nach in die Serienmotoren einfließen.


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