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Aktion 'Sicherer Schulweg' und das neue Projekt

14 settembre 2007

„Polizei, Kommunen und die Verkehrswachten werden zum Schulbeginn Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg von und zur Schule schützen und über die Gefahren im Straßenverkehr aufklären.“

Das sagte Staatssekretär Rudolf Köberle zum Auftakt der Aktion „Sicherer Schulweg“ am Dienstag, 11. September 2007, im Schulzentrum Längenholz in Herrenberg. Die jährlich stattfindende erfolgreiche Aktion werde in diesem Jahr um das neue Projekt „Schüler-FAIR-kehr“ ergänzt.

Im Großen und Ganzen sei die Schulwegsicherheit zufriedenstellend. Mit 562 Schulwegunfällen im Straßenverkehr stagniere die Zahl auf dem Niveau des Vorjahrs mit 565 Unfällen. Dabei seien im Schuljahr 2006/2007 zwei Schüler als Fußgänger und einer als Radfahrer ums Leben gekommen (Vorjahreszeitraum: vier). Die Zahl der Schwerverletzten sei von 116 auf 92 zurückgegangen. Dennoch seien weitere Anstrengungen notwendig, um die Zahl der Schulwegunfälle zu senken.

Mit dem neuen Projekt „Schüler-FAIR-kehr“, das Innenministerium und Landesverkehrswacht vor den Sommerferien der Öffentlichkeit präsentiert hätten, würden Schüler, Schulen, Verkehrswacht und Polizei neue Wege beschreiten. Der Projekttitel „Schüler-FAIR-kehr“ sei Programm und werde von der Landesstiftung mit 24.000 Euro gefördert. „Fairer Umgang miteinander, mehr Sicherheit auf dem Schulweg und in Schulbussen sowie Schülerinnen und Schüler im Ehrenamt passen sehr gut zum Kinderland Baden-Württemberg,“ sagte Köberle.

In Baden-Württemberg sei das Risiko für Kinder, im Straßenverkehr zu verunglücken, mit 562 Verkehrsunfällen bundesweit am geringsten. Allerdings würden von der Unfallkasse Baden-Württemberg jährlich über 14.000 weitere Unfälle auf dem Schulweg in Baden-Württemberg registriert. Neben den Verkehrsunfällen handle es sich vor allem um Verletzungen durch Stürze, Rangeleien und Unachtsamkeiten in Bussen und an Haltestellen. Eltern und Schüler beklagten sich immer öfter über Streit, Mobbing oder gar körperliche Gewalt.

Stress auf dem Schulweg könne sich negativ auf die Schulleistungen und das Sozialverhalten auswirken. „Deshalb bilden Polizei und Landesverkehrwacht engagierte Schülerlotsen und Schulbusbegleiter dazu aus, anderen Schülern bei Konflikten und gefährlichen Situationen im öffentlichen Verkehrsraum zu helfen“, sagte der Staatssekretär. Mit „Schüler-FAIR-kehr“ würden die Schüle-rinnen und Schüler der 7. Klassen aller Schularten zudem zielgerichtet an ehrenamtliches Engagement herangeführt. Dies zahle sich auch für das spätere Berufsleben aus. Eigenverantwortung, Teamfähigkeit und soziale Kompetenz seien für Unternehmen und öffentlichen Dienst elementare Anforderungen. „Ehrenamtliche Tätigkeit wird deshalb im Zeugnis positiv vermerkt“, unterstrich Köberle die Bedeutung und den persönlichen Nutzen für die Schülerinnen und Schüler.

„Die Landesverkehrswacht Baden-Württemberg hat sich zusammen mit der Landesregierung und der Unfallkasse Baden-Württemberg zum Ziel gesetzt, die Zahl der Schülerlotsen und Schulbusbegleiter in Baden-Württemberg zu erhöhen und an möglichst vielen Schulen im Land einzusetzen“, sagte der Präsident der Landesverkehrswacht, Heinz Kälberer. Unterstützung erhalte das Projekt auch durch das Landesinstitut für Schulsport. Gerade Schülerlotsen leisteten seit 50 Jahren wertvolle Dienste für die Verkehrssicherheit in Baden-Württemberg.

Die Landesverkehrswacht habe zusammen mit der EnBW einen Wettbewerb mit wertvollen Preisen für Schulen, Schülerinnen und Schüler ins Leben gerufen. Der 1. Preis für Schulen sei mit 4.000 Euro, der 2. Preis mit 2.000 Euro und der 3. Preis mit 1.000 Euro dotiert. Weiterhin gebe es Hubschrauberflüge, Eintrittskarten für Spiele der Fußballbundesliga und weitere Sachpreise zu gewinnen. Die Umsetzung des Projekts vor Ort lohne sich in zweifacher Hinsicht. „Wir gewinnen mehr Sicherheit und zudem werden gute Projekte und engagierte Schülerinnen und Schüler durch den Wettbewerb belohnt“, lobte Kälberer den Nutzen von „Schüler-FAIR-kehr“.

Köberle und Kälberer wiesen ergänzend darauf hin, dass auch die Kommunalen Landesverbände sowie der Landeselternbeirat „Schüler-FAIR-kehr“ unterstützen würden. Dies zeige, dass das Projekt auf breite Resonanz stoße. „Ich kann Schulen, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Busunternehmen, Städte und Kommunen nur dazu aufrufen, sich an „Schüler-FAIR-kehr“ zu beteiligen“, sagten Köberle und Kälberer. Schülerinnen und Schüler würden von den örtlichen Verkehrswachten und der Polizei im Blick auf die Verkehrssicherheit auch in der Konflikthandhabung geschult. Um den Ausbildungsaufwand für alle Beteiligten möglichst gering zu halten, sei die Ausbildung modular aufgebaut und mit circa acht Unterrichts-einheiten keine große Belastung. Die Ausstattung der Schülerlotsen werde dankenswerterweise von der Landesverkehrswacht übernommen.


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