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Messegeschichte: Tokyo Motor Show

25 ottobre 2007

Messegeschichte: Tokyo Motor Show


Es kommt bekanntlich alles wieder: Als die 40. Tokyo Motor Show Ende Oktober 2007 unter dem Motto „Catch the News, Touch the Future“ beginnt, stellt die Japan Automobile Manufacturers Association (JAMA) als Veranstalter ein neues Messekonzept für die Show vor – das ein „altbewährtes“ ist.

Von Herbst 2007 an wird die Messe wie schon von 1975 bis 1997 wieder im Zweijahres-Rhythmus stattfinden und Personenwagen, Motorräder, Nutzfahrzeuge, Karosserien und Fahrzeugteile unter einem Dach präsentieren.Von den fünf großen Automobilmessen Detroit, Frankfurt/Main, Genf, Paris und Tokio, ist letztere die einzige, die für die gesamte Branche da ist, wie der Veranstalter betont: „Die Automobilindustrie entwickelt sich auf den Gebieten Forschung und Entwicklung, Produktvermarktung, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Design immer weiter, und zwar unabhängig davon, ob es um Personen- oder Nutzfahrzeuge geht“, erläutert Akira Nakayama, Senior Director General des 1967 gegründeten und heute aus 14 Herstellern bestehenden japanischen Verbands JAMA. „Eine gemeinsame Messe für Personen- und Nutzfahrzeuge bietet Besuchern einen breiteren Überblick. Sie können die Entwicklungen der gesamten Automobilindustrie erleben.“

Überdies trage der zweijährliche Messe-Rhythmus zu Kosteneinsparungen in den ausstellenden Unternehmen bei.Die Tokyo Motor Show findet unter dem Namen „All Japan Motor Show“ zum ersten Mal am 20. April 1954 im Hibiya Park im Zentrum von Tokio statt. Damals geht es noch recht beschaulich zu: Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hält Japans Automobilindustrie eine Art Dornröschenschlaf. Das Jahreskontingent von gerade einmal 1594 Personenwagen im Jahre 1950 entspricht ungefähr dem Zwanzigstel einer heutigen japanischen Tagesproduktion. Im Zentrum der ersten Messe stehen Lastwagen, Busse, dreirädrige Fahrzeuge und Motorräder.

Unter den 267 ausgestellten Fahrzeugen sind damals gerade einmal 17 Personenwagen – was wohl ein gutes Abbild der damaligen ökonomischen Situation des Landes gibt: 1954 sind Waschmaschinen eigentlich die einzigen hochtechnisierten Konsumgüter, die in Japan flächendeckend verbreitet sind. Auch wenn sie sich Autos nicht leisten kann, hat die Bevölkerung doch offensichtlich großes Interesse an technischen Neuerungen und Mobilität.

Die erste Motor Show dauert zehn Tage und zählt die für damalige Verhältnisse stolze Zahl von 547 000 Besuchern.Schon bei der dritten Motor Show gibt es eine Trennung nach Fahrzeugtypen, und die Ausstellung entwickelt sich für die japanische Automobilindustrie langsam von einem Werbe-Forum für die Öffentlichkeit zu einem Ort, an dem auch tatsächlich Geschäfte gemacht werden. Auf der fünften Show im Jahr 1958 findet die Ausstellung einmalig auf dem Gelände der Radrennbahn Korakuen statt. Das ist allerdings keine besonders gute Idee: Da es heftig regnet, verwandeln die knapp 520 000 Besucher das Gelände in ein riesiges Matschareal.Nach der Fertigstellung des Internationalen Handelszentrums findet die Tokyo Motor Show von 1959 an auf dem neuen Harumi-Messegelände statt, wo den Ausstellern eine gut doppelt so große Ausstellungsfläche als bisher zur Verfügung steht.

Die Zahl der ausgestellten Fahrzeuge steigt von 260 auf 317.Im Mittelpunkt der 7. Show im Jahre 1960 steht die Ankündigung der Regierung, den Handel zügig zu liberalisieren. Doch gerade die Automobilbranche fühlt sich dem Wettbewerb nicht gewachsen: Zum einen sind die produzierten Stückzahlen sehr gering, zum anderen sind Qualität und Leistung keine sehr ausgeprägten Merkmale der japanischen Autos. In der Folge, sozusagen um mithalten zu können, orientiert sich das Design der ausgestellten japanischen Typen im Laufe der 1960er Jahre immer mehr an westlichen Fahrzeugen: Vor allem junge Leute bestaunen die Sportwagen-Versionen der japanischen Hersteller. 1962 verzeichnet die Messe erstmals mehr als eine Million Besucher.


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