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Los Angeles Design Challenge: Der Mercedes-Benz SilverFlow nimmt jede gewünschte Form an

16 novembre 2007

Los Angeles Design Challenge: Der Mercedes-Benz SilverFlow nimmt jede gewünschte Form an


Ein Auto mit eleganten, lang gestreckten Linien, das auf Knopfdruck seine Form ändert und sich jederzeit den Bedürfnissen seines Besitzers anpasst – diese Automobil-Vision stellt Mercedes-Benz auf der Los Angeles Design Challenge vor, die im Rahmen der L.A. Auto Show 2007 zum vierten Mal stattfindet. Auf Wunsch schlüpft der Mercedes der Zukunft in die Gestalt eines schnellen Highway-Flitzers, wandelt sich rasch in ein kompaktes Stadtauto und tritt je nach notwendiger Transportkapazität als ökonomischer  Einsitzer oder geräumiger Zweisitzer auf. Dafür sorgen die magnetischen Steuerelemente des SilverFlow genannten Zukunftstraums von Mercedes-Benz, die aus winzigen Metallpartikeln sekundenschnell das jeweils gewünschte Automobil zusammensetzen.

Der Mercedes-Benz SilverFlow gehört zu den Höhepunkten der Los Angeles DesignChallenge, die dieses Jahr acht Studios für Automobil-Design aus Südkalifornien die Aufgabe gestellt hat, den „Robocar 2057“ zu entwerfen, bei dem sich Fahrzeug-technik und künstliche Intelligenz vereinen. Für die Marke mit dem Stern hat das Mercedes-Benz Advanced Design Center of North America im kalifornischen Irvine unter der Leitung von Gorden Wagener 50 Jahre in die Zukunft geblickt und die silbern und golden schimmernde Vision SilverFlow entworfen. Mit seinen langen, flüssigen Linien und den schmalen, frei stehenden Rädern erinnert das Auto aus der Zukunft deutlich an die goldenen Dreißigerjahre des Rennsports. Noch aufregender als die Form sind aber die Eigenschaften des SilverFlow.

Er bestehtaus Milliarden mikroskopisch kleiner Metallpartikel, die von magnetischen Feldern zu stabilen Wunsch-Konfigurationen geformt werden. Damit kann der Fahrer sein Fahrzeug optimal dem jeweiligen Einsatzzweck anpassen. Extrem aerodynamisch ist die einsitzige Highway-Ausführung, kurz und geräumig das Stadtmobil. Die vorprogrammierten Fahrzeugvarianten lassen sich jederzeit per Knopfdruck abrufen, und die Assembler-Elektronik formt in wenigen Augenblicken aus einem bestehenden Auto ein anderes – Fachleute sprechen von Morphing. Prinzipiell ist jede beliebige Form denkbar.

Besonders bequem: Zum Parken löst die intelligente Steuerung die Fahrzeugstruktur ganz auf und ballt die ferromagnetischen Partikel zu einer kompakten, platzsparenden Form. Und dank der flexiblen Metallteilchen gehören auch Beulen und Lackschäden der Vergangenheit an. Nachteil des Mercedes-Benz SilverFlow: Er existiert bislang nur als zweidimensio-naler grafischer Entwurf.Die Studie SilverFlow, die – wenn überhaupt – erst in vielen Jahrzehnten realisiertwerden könnte, zeigt deutlich, dass Auto-Designer in der Gegenwart leben, ihr Arbeitsbereich aber die Zukunft ist.

Professor h. c. Peter Pfeiffer, Senior Vice
President Mercedes-Benz Design: „Die Los Angeles Design Challenge ist mit ihren ungewöhnlichen Themen eine kreative Herausforderung. Der SilverFlow spiegelt unsere erfolgreiche Motorsport-Historie wider und zeigt gleichzeitig mutig innovative Lösungsansätze für die individuelle Mobilität der kommenden Generationen.“ Um weit vorauszuschauen und stilistische Zukunftsforschung zu betreiben, hat Mercedes-Benz in den USA, in Japan, Italien und in Sindelfingen Advanced Design-Studios eingerichtet. Zu den Aufgaben der Designer gehört dort vor allem, aktuelle Signale aus anderen Kulturen vor Ort aufzunehmen und in das Design von Mercedes-Benz einfließen zu lassen.


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