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Alfa Romeo 147 Q2, Weltpremiere

13 settembre 2006

Mit dem in Paris ausgestellten Alfa 147 gibt das Vorderachs-Sperrdifferential (namens Q2) sein Weltdebüt, das die Vorzüge des Frontantriebs in punkto aktive Sicherheit und intuitives Lenkverhalten beibehält und zugleich Fahrvergnügen und Fahrzeugkontrolle steigert. Überdies sichert das innovative System einige typische Vorteile des Allradantriebs zu, allerdings mit einem deutlich niedrigeren Gewichts- und Kostenniveau.

Das System Q2 basiert auf einem Differential mit Schlupfbegrenzung vom Typ eines mechanischen Torsen-Differentials. Es hat die Aufgabe, das Antriebsmoment in Abhängigkeit von den Fahrbedingungen und dem Fahruntergrund dynamisch und kontinuierlich auf die vorderen Antriebsräder zu verteilen. In Kombination mit der exklusiven Doppelquerlenker-Vorderachse gestattet das System überdies eine besonders effektive Fahrzeugeinstellung.

Die Entwicklungsingenieure von Alfa Romeo gingen von dem ausgezeichneten Ruf aus, den der Frontantrieb unter der Klientel genießt (nicht rein zufällig wird diese Antriebsart von den meisten Automobilherstellern gewählt). Es sei nur darauf hingewiesen, dass, abgesehen von den generellen Vorteilen dieses Systems (Gewicht, Platzangebot im Innenraum etc.), der Fahrer in Grenzsituationen aufgrund des untersteuernden Verhaltens des Frontantriebs auf viel intuitivere Weise auf die Fahrzeugbeanspruchungen reagieren kann. Daraus ergibt sich der Eindruck, dass der Frontantrieb ein „aufrichtigeres“ Verhalten zeigt als der Heckantrieb.

Mit dem Resultat, dass die Fahrsicherheit spürbar gesteigert wird. Es muss aber auch gesagt werden, dass der Frontantrieb – da die Lenkräder auch Antriebsräder sind – unter bestimmten Fahrbedingungen die vollständige Fahrfreude und –kontrolle beeinträchtigen und zu Traktionsproblemen bei Kurvenfahrt, einem untersteuernden Grenzverhalten oder Lenkreaktionen führen kann.

Um diesen Nachteilen entgegenzuwirken, hat Alfa Romeo das System Q2 entwickelt, das sich alle Vorteile des Frontantriebs zueigen macht und die Spurtreue, die Traktion und die Stabilität im Schiebebetrieb steigert und zugleich das untersteuernde Verhalten bei Beschleunigung, das Ansprechen der elektronischen Kontrollsysteme und die Lenkradvibrationen eindämmt. Nachstehend sollen anhand von zwei praktischen Beispielen die technischen Potentialitäten des Systems Q2 verdeutlicht werden.


Fallbeispiel Nr. 1: Fahrzeug bei Kurvenfahrt

Bei Durchfahren einer Kurve unter schlechten Haftbedingungen (nasse Fahrbahn, Schnee, Schlamm etc.) oder bei sehr sportlicher Fahrweise, entsteht häufig ein Haftverlust des innenseitigen Rades, weil das Differential das Antriebsmoment auf das „belastungsärmere“ Rad überträgt und dem außenseitigen Rad entzieht, das, da auf ihm zusätzlich das Gewicht infolge der Wankneigung lastet, einen höheren Gesamtreibungswiderstand nutzen könnte.
In einer solchen Situation könnten je nach Fahrzeugausstattung zwei unterschiedliche Reaktionen vorliegen. An einem Modell ohne ASR – VDC wird ein Durchdrehen des innenseitigen Rades, ein Verlust der Fahrzeugkontrolle (starkes Untersteuern) und das Fehlen von Beschleunigung bei Kurvenaustritt wahrgenommen. Wenn das Fahrzeug hingegen mit ASR – VDC ausgestattet ist, reduzieren die Fahrassistenzsysteme die Motorleistung über das Drosselventil, was die Leistungsregelung über das Gaspedal praktisch unmöglich macht und einen unangenehmen Eindruck von Verlust an Leistung und direktem Fahrzeugkontakt erzeugt.
In beiden Fällen besteht der Eindruck des „Stillstandes“ bei Kurvenaustritt.

- Fahrzeugverhalten mit dem Q2
Sobald das innenseitige Rad beginnt, an Grip zu verlieren, wird das Antriebsmoment teilweise nach dem außenseitigen Rad übertragen, wodurch ein geringeres untersteuerndes Verhalten, eine größere Stabilität, eine höhere Durchfahrgeschwindigkeit in der Kurve und ein weniger häufiges und spürbares Eingreifen der Fahrzeugkontrollsysteme erzielt wird. Dieser Vorgang begünstigt deutlich das Fahrvergnügen und die vollständige Fahrzeugkontrolle.


Fallbeispiel Nr. 2: Fahrbahn mit schlechtem Grip

Beim Fahren auf wenig griffigem Fahruntergrund geschieht es häufig, dass die Antriebsräder unterschiedliche Haftbedingungen haben. So befindet sich zum Beispiel auf einer Straße nach Schneefall oder starkem Regen ein Rad am Fahrbahnaußenrand in direktem Kontakt mit den Schneeresten, während sich das andere Rad auf dem bereits gesäuberten oder trockenen Bereich befindet.

Unter diesen Bedingungen kann das Anfahren oder eine starke Beschleunigung das Durchdrehen des schlechter greifenden Rades zur Folge haben, was starke Lenkreaktionen, eine ungleichmäßige Beschleunigung und die ständige Notwendigkeit von Lenkkorrekturen bewirkt, um das Fahrzeug in der Spur zu halten.

- Fahrzeugverhalten mit dem Q2
Den negativen Auswirkungen wird durch die progressive Antriebsmomentübertragung auf das Rad entgegengewirkt, das einen größeren Reibungswiderstand aufweist. Damit wird zum Beispiel das Anfahren auf einer Steigung im Gebirge vereinfacht und das Fahren auf Straßen mit wechselnden Haftbedingungen sicherer und komfortabler gestaltet.

Das hochmoderne System Q2 stellt erneut die hervorragenden Leistungen von Alfa Romeo bei der Suche nach technischen Lösungen unter Beweis, deren Gegenstand die Sicherheit und der Fahrspaß sind.


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