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Mobil mit Biomasse: Fachkongress in Stuttgart zeigt Perspektiven alternativer Kraftstoffe
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Die Politik hat auf nationaler und europäischer Ebene anspruchsvolle Ziele für den Einsatz von Biokraftstoffen formuliert. Es bedarf nun erheblicher Anstrengungen bei der Entwicklung und Verwendung erneuerbarer, biogener Energieträger und entsprechender Technologien. Baden-württembergische Forschungseinrichtungen haben bereits vor längerem auf dieses Thema gesetzt und sind heute bei Produktionsverfahren für synthetische Kraftstoffe aus Biomasse führend. Diese wichtigen Arbeiten, die der heimischen Wirtschaft auf den Weltmärkten wichtige Perspektiven eröffnen, wollen wir auch in Zukunft mit aller Kraft fördern“, erklärte Ministerpräsident Günther H. Oettinger anlässlich des Kongresses „Mobil mit Biomasse“, den die DaimlerChrysler AG und das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum heute im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart veranstalten.
„Auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität der Zukunft leisten Biokraftstoffe einen wichtigen Beitrag. Denn moderne, leistungsstarke und saubere Motoren brauchen ebenso moderne und saubere Kraftstoffe, die im Idealfall aus regenerativen Ressourcen gewonnen werden“, sagte Dr. Thomas Weber, Vorstand DaimlerChrysler Konzernforschung & Mercedes Car Group Entwicklung. „Nur in Verbindung mit weiter entwickelten Kraftstoffen lassen sich künftig weitere Reduktionen von Verbrauch und Emissionen realisieren. Im Interesse von optimalem Ressourceneinsatz und Klimaschutz betrachten wir es als Teil der Verantwortung unseres Unternehmens, in Ergänzung zu unserer permanenten Weiterentwicklung von Fahrzeugen und deren Motoren auch die Nutzung des Potenzials regenerativer Kraftstoffe als Alternative zu fossilen Energieressourcen konsequent zu fördern.
Wir begrüßen deshalb ausdrücklich den unternehmensübergreifenden Dialog und Projekte zur Förderung regenerativer Kraftstoffe, zu denen wir gerne unseren Beitrag leisten.“
Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Forschung
Der Kongress „Mobil mit Biomasse“ sei die Fortsetzung der Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Forschung im Bereich der Biokraftstoffe als logische Konsequenz eines mehrjährigen gemeinsamen Wegs in Baden-Württemberg, der auf dem vorangegangen Landwirtschaftlichen Hauptfest im Jahr 2003 von DaimlerChrysler und der Landesregierung mit der Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe eingeschlagen worden sei, unterstrichen Oettinger und Weber.
Heimischem Anlagenbau neue Exportchancen eröffnen
Gerade im Bereich der Forschung leiste Baden-Württemberg zu diesem Thema wichtige Beiträge. So habe beispielsweise das Forschungszentrum Karlsruhe im Rahmen des Forschungsprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Biomasse dezentral in einen sehr energiereichen Grundstoff für die Produktion synthetischer Kraftstoffe umgewandelt werden könne. „Dies unterstreicht, dass Baden-Württemberg auch in der Bioenergieforschung eine herausragende Rolle spielt und in Forschung und Wirtschaft vom Ausbau der Biokraftstoffnutzung profitieren wird“, betonte der Ministerpräsident. „Dabei geht es nicht nur darum, die Abhängigkeit vom Rohöl zu vermindern und den CO2-Ausstoß zu senken, wir wollen damit auch dem heimischen Anlagenbau neue Exportchancen eröffnen.“
Vertreter aus Forschung, Politik und Wirtschaft beleuchten als Referenten auf dem Fachkongress „Mobil mit Biomasse“ Aspekte der Effizienz von Biokraftstoffen, verfügbare und zukünftige Technologien, vorhandene Biomassepotenziale in Baden-Württemberg und deren Mobilisierung durch die Land- und Forstwirtschaft sowie Kosten für Biokraftstoffe.
Partnerschaften und Allianzen für regenerative Kraftstoffe
Die DaimlerChrysler AG unterstützt die Nutzung und Entwicklung regenerativer Kraftstoffe in Partnerschaften und Allianzen. Die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) und die DaimlerChrysler AG haben sich unter anderem darauf verständigt, das Potenzial von Biokraftstoffen konsequent zu erschließen. In der „Magdeburger Erklärung“ vom November 2005 verpflichtet sich DaimlerChrysler dazu, die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Fahrzeuge mit bis zu zehn Prozent Beimischung von Biodiesel beziehungsweise Bioethanol betankt werden können. Als Mitglied der „Alliance for Synthetic Fuels Europe“ (ASFE) betont die DaimlerChrysler AG mit anderen Automobilherstellern sowie Mineralölunternehmen die strategische Bedeutung von synthetischen Kraftstoffen im Hinblick auf die Herausforderungen in Energieversorgung und Umweltschutz. Ziele von ASFE sind, Aktivitäten zur nachhaltigen Mobilität zu unterstützen und damit die Nutzung von synthetischen Kraftstoffen weiter zu fördern. Die Allianz wurde im März 2006 gegründet.
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